Holger Badstuber wechselte 2005 von der Jugend des VfB Stuttgart zum FC Bayern München © imago

Bayerns Holger Badstuber ist bereit fürs große Duell. Das Freiburg-Spiel sieht er dabei als wegweisend an - aus mehreren Gründen.

Vom FC Bayern berichtetMathias Frohnapfel

München - Die Zeit in der Außenverteidigung hat Holger Badstuber klaglos hingenommen.

David Alaba war verletzt, und Badstuber hat auf der Linksverteidiger-Position den wichtigen Job beim FC Bayern erledigt.

Dass sich Badstuber in der Abwehrzentrale wohler fühlt, ist allerdings ein offenes Geheimnis.

Nach seinem auskurierten Muskelfaserriss ist der Nationalspieler genau dorthin zurückgekehrt, bildet seit der Champions-League-Partie in Valencia mit Dante die FCB-Innenverteidigung.

Und die Abstimmung des neuen Duos scheint immer besser zu passen - wie beim 5:0-Sieg über Hannover zu sehen. ( 642980 DIASHOW: Der 13. Spieltag )

Innenverteidigungs-Duo mit Dante

Die Feuertaufe erwartet die beiden allerdings in den Aufgaben in Freiburg (Mi., ab 19.30 Uhr im LIVE-TICKER) und dann im Gigantenduell gegen Borussia Dortmund am Samstagabend.

Badstuber geht diese Herausforderungen mit reichlich Optimismus an.

Im SPORT1-Interview spricht der 23-Jährige über seine eigene Verfassung, einen galligen Gegner aus Freiburg und die psychologische Komponente vor dem Kräftemessen mit Dortmund. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

SPORT1: Herr Badstuber, Sie haben gegen Hannover zum zweiten Mal nach Ihrer Verletzungspause wieder gespielt. Wie geht es Ihnen jetzt, gibt es noch Nachwirkungen?

Holger Badstuber: Ich fühle mich gut, merke nichts mehr von der Verletzung und bin natürlich froh darüber.

SPORT1: Ihre Pause war relativ kurz, kommt man dann auch umso schneller wieder in Schwung?

Badstuber: Natürlich, ich habe mich pflegen lassen, eine gute Physiotherapie gehabt und auch einen guten Heilungsprozess. Die zwei Wochen sind also relativ schnell vergangen. Ich habe aus meiner Sicht in dieser Zeit nichts verloren.

[kaltura id="0_axfwjq2e" class="full_size" title="Strunz: "Die Bayern sind wieder in Topform""]

SPORT1: Nach zwei Remis gab es einen überzeugenden 5:0-Sieg über Hannover 96. Wie schätzen Sie diesen Erfolg ein?

Badstuber: Es war ein auch in der Höhe verdienter Sieg. Wir haben gut gespielt und sind auch aggressiv zur Sache gegangen. Es war aber nicht so einfach, weil der Rasen nicht so top war. Trotzdem haben wir es gut gemacht und die Tore zum richtigen Zeitpunkt erzielt.

SPORT1: Ihr Abwehrkollege Dante hat nach einem Freistoß per Kopf getroffen, Javier Martinez gar per Fallrückzieher nach einer Ecke. Ist das ein Fortschritt, nachdem der FC Bayern zuletzt bei Standards wenig erfolgreich war?

Badstuber: Definitiv, Standards sind heute sehr wichtig. Wir haben das vor dem Spiel auch noch mal explizit trainiert - das hat super geklappt.

SPORT1: Die Belastungen zuletzt waren hoch. Wie steht es mit Ihrer Kraft und der Power der Mannschaft vor den Aufgaben in Freiburg und dann gegen Dortmund?

Badstuber: Ach, für uns ist das nichts Neues. Wir kennen das, haben ja jeden dritten Tag ein Spiel, es kommt jetzt eine wichtige Partie in Freiburg. Die müssen wir gut bestreiten, damit wir mit einem guten Gefühl in das Match gegen Dortmund gehen. Das ist das Topspiel.

SPORT1: Freiburg war zuletzt für den FC Bayern ein schwieriges Pflaster, oder?

Badstuber: Ich glaube, das gilt nicht nur für uns. Freiburg hat eine junge und heimstarke Mannschaft. Die Freiburger spielen mit Leidenschaft, deshalb sind wir vor ihnen gewappnet.

SPORT1: Dortmund ist am Wochenende auf Platz zwei geklettert, zuvor zeigte die Borussia das starke Spiel bei Ajax Amsterdam. War das auch Ihre Erwartung, dass der BVB als erster Bayern-Verfolger nun Ansprüche anmelden würde?

Badstuber: Dortmund hat die Ansprüche ja nicht erst seit dem Ajax-Spiel, das ist schon immer so gewesen. Wir sind aber neun Punkte vorn, und das soll auch weiterhin so bleiben.

SPORT1: Der FC Bayern hat sich diesen Vorsprung in den vergangenen Monaten hart erkämpft, davon würde man nur ungern etwas abgeben, oder?

Badstuber: Klar. So ein Polster möchte man natürlich verteidigen und es so weit wie möglich mitnehmen, nächsten Samstag können wir den Abstand zu Dortmund noch mal vergrößern. Doch jetzt müssen wir erst mal am Mittwoch ein gutes Spiel abliefern und die drei Punkte mitnehmen.

SPORT1: Bayern hat im Supercup gegen Dortmund gewonnen. Sagt man also nach den fünf Niederlagen zuvor: Wir können wieder Dortmund schlagen!. Oder hat der Supercup nicht diese Wertigkeit, weil es eine Partie in der Saisonvorbereitung war?

Badstuber: Der Supercup war auch ein Pflichtspiel, das haben wir gewonnen. Wir können immer gegen Dortmund gewinnen. Die Borussia hat sich aber weiterentwickelt und wir uns auch, das wird deshalb eine ganz andere Partie. Und das Spiel fängt bei Null an.

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