Markus Weinzierl übernahm im Sommer den Trainerposten beim FC Augsburg © getty

Nach Gladbachs spätem Ausgleich ist Weinzierl frustriert, darf aber wohl weiter machen. Auch die Borussia triftt auf der Stelle.

Augsburg - Markus Weinzierl verschwand frustriert mit gesenktem Kopf in den Stadion-Katakomben.

Nur wenige Minuten hatten dem FC Augsburg zum erhofften Befreiungsschlag gefehlt. Doch am Ende stand nur ein 1:1 (1:0) gegen Borussia Mönchengladbach (Bericht).

Zwei Punkte im eigenen Stadion hatte seine Mannschaft in der zweiten Halbzeit verspielt, die Fortsetzung der Trainer-Diskussion ist damit garantiert.

Bereits in der vergangenen Woche hatten sogar Gerüchte um Felix Magath in Augsburg die Runde gemacht und für zusätzliche Unruhe gesorgt.

Den Führungstreffer von Sascha Mölders (37.) bejubelten die Augsburger Spieler deshalb demonstrativ mit ihrem Coach ( 642980 DIASHOW: Der 13. Spieltag ).

Baier: Trainerdiskussion Schwachsinn

"Das war ein Zeichen von der Mannschaft, dass alle Trainerdiskussionen Schwachsinn sind, und wir alle hinter dem Trainer stehen", sagte Kapitän Daniel Baier nach dem Schlusspfiff.

Gleichzeitig übte Baier mit Blick auf den späten Ausgleichstreffer von Patrick Herrmann (85.) Selbstkritik: "Wir wollten das Ergebnis in der zweiten Halbzeit zu sehr verwalten und haben die Bälle zu leicht hergegeben. Man hat gesehen, dass wir in einer Phase sind, in der wir nicht genug Selbstvertrauen haben."

Rollmann sieht Fortschritte

FCA-Manager Jürgen Rollmann bemührte sich, das Positive zu sehen und gab dem Trainer ebenfalls Rückendeckung.

"Ich bin unentschieden enttäuscht. Wir haben es nicht geschafft, die Führung dreckig ins Ziel zu retten. Für uns war das vielleicht nur ein kleiner Punkt, aber ein großer Fortschritt gegenüber dem Spiel in Frankfurt", sagte Rollmann: "Wir gehen am Mittwoch mit dem Trainer ins Spiel gegen Stuttgart.?

Gladbach tritt auf der Stelle

Der FCA, nun schon seit sechs Spielen sieglos, hat weiter sechs Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Gladbach, dass sich am Donnerstag noch über den Einzug in die K.o.-Runde der Europa League gefreut hatte, tritt jedoch ebenfalls auf der Stelle und muss sich weiter an den unteren Tabellenregionen orientieren.

Favre ärgert unnötiges Tor

Der FCA erwischte vor 30.045 Zuschauern einen Start nach Maß. Mit dem ersten Angriff in der 5. Minute gelang sofort die Führung. Nach einer Flanke von Kevin Vogt senkte sich der Kopfball von Mölders hinter Marc-Andre ter Stegen ins Tor.

Der Nationalkeeper, der etwas zu weit vor seinem Tor postiert war, gab bei der Bogenlampe keine allzu glückliche Figur ab.

"Wir haben ein unnötiges Tor kassiert. 20 Minuten waren wir nicht gut, in der zweiten Halbzeit haben wir alles probiert und einige Chancen gehabt", sagte Gladbachs Trainer Lucien Favre.

Gladbach im Terminstress

"Es ist jedoch immer schwer nach einem Donnerstagsspiel. Das soll keine Entschuldigung sein. Die Spieler haben jedoch Charakter gezeigt", lobte der Schweizer sein Team.

Zeit zum Verschnaufen gibt es allerdings nicht.

Schon am Mittwoch steht das Heimspiel gegen den Tabellennachbarn Wolfsburg an.

Eine Niederlage kann sich die Borussia eigentlich nicht erlauben, da die "Wölfe" ansonsten vorbeiziehen würden.

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