Ron-Robert Zieler stand bei der EM 2012 im Kader der deutschen Nationalmannschaft © imago

Ron-Robert Zieler spricht bei SPORT1 über Hannovers Spiel gegen Greuther Fürth, die Kaderbreite und die Klatsche in München.

Von Mathias Frohnapfel

München - Mund abputzen und weitermachen.

Auf das vergangene Wochenende von Hannover 96 trifft dieses platte Sprichwort perfekt zu - so blöd es auch klingen mag.

0:5 gingen die Niedersachsen beim FC Bayern (Bericht) unter, die Gegenwehr hielt sich deutlich in Grenzen.

Zu beneiden war 96-Torhüter Ron-Robert Zieler absolut nicht, obwohl - oder vielleicht gerade weil er bei fast allen Toren chancenlos war. ( 642980 DIASHOW: Der 13. Spieltag )

"Wir müssen die Niederlage einfach so hinnehmen", sagt der Nationaltorhüter gegenüber SPORT1 und weiß, dass 96 aufgrund der Tabellensituation und der anstehenden Englischen Woche den Blick nach vorne richten muss. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Gegen Aufsteiger Greuther Fürth (Di., ab 19.30 Uhr im LIVE-TICKER) ist ein Dreier fast schon Pflicht. Denn nicht nur die Bayern-Pleite muss verdaut werden. Auch die Mission internationales Geschäft darf keinen Knacks bekommen.

Bei SPORT1 spricht Ron-Robert Zieler über das wichtige Duell gegen Greuther Fürth, Hannovers Teamgeist und Kaderbreite und die bittere Klatsche in München.

SPORT1: Herr Zieler, eine Englische Woche steht an, Sie müssen zunächst gegen Greuther Fürth, dann Mainz 05 ran. Welche Bedeutung haben diese Spiele auf Hannovers Weg ins internationale Geschäft?

Ron-Robert Zieler: Die Partien sind natürlich wichtig für uns. Wir müssen jede Chance nutzen, um Punkte mitzunehmen. Am Dienstag gegen Fürth haben wir die Möglichkeit, die Niederlage gegen die Bayern wiedergutzumachen. Natürlich auch im Hinblick darauf, dass wir in der Tabelle wieder oben sein wollen. Drei Punkte gegen Greuther Fürth würden uns sicherlich guttun.

SPORT1: Wie schätzen Sie die Fürther ein, die im Tabellenkeller stecken und klarer Underdog sind?

Zieler: Leicht ist in der Bundesliga nichts. Fakt ist aber auch, dass wir ein Heimspiel haben - da wollen wir drei Punkte holen.

SPORT1: Würden Sie die Einschätzung teilen, dass Teamgeist und Kaderbreite bei Hannover 96 stimmen?

Zieler: Normalerweise ist das auch der Fall. Aber gegen die Münchner war es absolut nicht so. Es stimmt, wir haben eine sehr ausgeglichene Mannschaft, können immer den einen oder anderen Wechsel vornehmen - ohne dass die Qualität darunter leidet.

SPORT1: Gelitten hat Ihr Team aber beim 0:5 in München. Wie gehen sie mit dieser Pleite um?

Zieler: Man muss die Niederlage akzeptieren. Wir haben klar und deutlich verloren - das müssen wir einfach so hinnehmen. Um ganz ehrlich zu sein: Wir müssen bereits aufs nächste Spiel schauen, die Niederlage war einfach zu deutlich. Wir müssen es abhaken und nach vorne schauen. Gegen Greuther Fürth haben wir nun ein Heimspiel, da wollen wir drei Punkte holen.

SPORT1: Am Donnerstag in der Europa League gegen Twente, am Samstag schon wieder Bundesliga bei den Bayern - war die Niederlage letztlich eine Frage der Kraft?

Zieler: Wir hatten keine lange Regenerationspause - das war sicherlich ein Faktor. Aber das soll keine Ausrede sein. Wir sind mit 0:5 völlig zurecht untergegangen, das hat nichts mit der kurzen Pause zu tun.

SPORT1: Aber bis zum 0:2 sah Hannovers Spiel sehr gut aus...

Zieler: Das würde ich auch so sagen. Nach dem 0:1 waren wir in der Partie, haben versucht mitzuspielen. Aber das war leider nur ein kurzer Moment, insgesamt war es einfach zu wenig.

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