Jan Rosenthal erzielt sein zweites Saisontor für Freiburg © getty

Die Streich-Elf gewinnt das Südwest-Duell mit Stuttgart in fulminanter Manier und klettert auf die internationalen Ränge.

Freiburg - Der SC Freiburg hat nach einem rauschhaften Derby die Spitzenränge der Bundesliga im Visier und zeigt sich bestens gerüstet für den FC Bayern.

Die Breisgauer gewannen das Baden-Württemberg-Duell gegen den VfB Stuttgart hochverdient mit 3:0 (1:0) und verbesserten sich auf den sechsten Rang, während die Auswärtsserie der Schwaben nach zuletzt sechs Spielen ohne Niederlage riss (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Jan Rosenthal (22.), Pavel Krmas (67.) und Max Kruse (74.) erzielten die Treffer gegen den enttäuschenden VfB, der den Schwung des spektakulären 5:1-Erfolgs in der Europa League am vergangenen Donnerstag beim rumänischen Rekordmeister Steaua Bukarest nicht in die Liga mitnehmen konnte ( 642980 DIASHOW: Der 13. Spieltag ).

Löw schaut zu

Die Freiburger erwischten vor 24.000 Zuschauern, unter ihnen Bundestrainer Joachim Löw, den besseren Start, fanden früh ihren Rhythmus und inszenierten einige gute Angriffe.

Schon nach zwölf Minuten hatte Daniel Caligiuri den Führungstreffer auf dem Fuß, vertändelte den Ball jedoch im Strafraum.

Wenig später zwang Julian Schuster VfB-Torhüter Sven Ulreich mit einem wuchtigen Schuss von der Strafraumgrenze zu einer Glanzparade.

Kuzmanovic trifft den Pfosten

Stuttgart tat sich schwer im Spielaufbau und kam in der 22. Minute zur ersten Großchance durch Zdravko Kuzmanovic, der jedoch nur den Pfosten traf.

Doch der Schuss ging buchstäblich nach hinten los, denn im Gegenzug erzielte wenige Sekunden später Rosenthal aus 22 Metern das 1:0 für die Gastgeber.

Beim VfB wirkte der Gegentreffer offenbar wie ein Weckruf, denn es folgten einige gefährliche Angriffe, bei denen die Freiburger jedoch kühlen Kopf bewahrten und ihrerseits unbeirrt weiter den Weg in die Offensive suchten.

Aufseiten der Stuttgarter war jedoch bis zur Pause nichts zu sehen von der Souveränität, mit der sie Bukarest geschlagen hatten.

Stuttgarter Strohfeuer

Nach dem Wechsel drängte die Stuttgarter auf den Ausgleich, begannen wesentlich aggressiver.

Zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff verpassten Shinji Okazaki und anschließend auch noch Cristian Molinaro jeweils freistehend eine hereingabe von Christian Gentner zum Ausgleich.

Doch die Angriffe der Gäste entpuppten sich schnell als Strohfeuer und Freiburg übernahm wieder das Regiment.

Am Ende zu platt

Zunächst verhinderte VfB-Torhüer Ulreich mit einem Reflex den zweiten Gegentreffer, beim 0:2 wenig später machte er jedoch keine gute Figur.

Vor dem Tor gab es einen Aufreger, weil Schiedsrichter Tobias Welz einen zu schnell ausgeführten Freiburger Freistoß, den Stuttgart schon geklärt hatte, wiederholen ließ.

In der Folge musste der VfB dem Kraftaufwand in Bukarest offensichtlich Tribut zollen, denn ein Aufbäumen war nicht mehr zu erkennen.

Stattdessen drängten die Gastgeber auf den vierten Treffer.

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