Klaus Allofs wurde als Manager mit Werder Bremen 2004 Deutscher Meister © getty

Der neue Wolfsburg-Manager Klaus Allofs lässt im Volkswagen Doppelpass die Fragen zur Zukunft von Trainer Köstner offen.

Wolfsburg - Wolfsburgs neuer Manager Klaus Allofs hat im Volkswagen Doppelpass eine klare Aussage zur Trainerfrage beim VfL vermieden, Interimscoach Lorenz-Günther Köstner aber gute Arbeit bescheinigt.

"Ich muss mich erst mal orientieren und mir einen Überblick verschaffen, was hier in den letzten Jahren passiert ist", sagte Allofs mach dem 1:1 gegen seinen Ex-Klub Werder Bremen (Bericht)

Zudem erklärte Allofs in der Autostadt in Wolfsburg, warum er nach 13 Jahren an der Weser Ja zum Angebot aus Wolfsburg gesagt hat und wie seine Zielsetzung mit den "Wölfen" aussieht.

SPORT1 hat die wichtigsten Aussagen im Volkswagen Doppelpass zusammengefasst:

Klaus Allofs über..

ein weiteres Engagement von Interims-Coach Lorenz Günter-Köstner:

"Das Thema Köstner stellt sich im Moment nicht. Ich kann doch hier nicht antreten und gleich für alles eine Lösung haben. Ich muss mich erst mal orientieren und mir einen Überblick verschaffen, was hier in den letzten Jahren passiert ist. Es wird einfach nicht akzeptiert, dass es im Moment kein Thema ist, über den Trainer zu reden und ehrlich gesagt gibt es keine Kontaktaufnahme mit anderen Trainern. Auf der Trainerposition wird im Moment gut gearbeitet und mehr kann ich dazu nicht sagen. Warum soll ich mich nach acht Tagen festlegen? Es ist für den VfL die beste Lösung, jetzt Ruhe zu bewahren und mittelfristig zu denken."

seinen Wechsel zum VfL Wolfsburg:

"Die Arbeit in Bremen hat mir entgegen der öffentlichen Meinung vor allem in der letzten Zeit sehr viel Spaß gemacht. Es gibt dort viele junge Spieler mit unheimlichem Entwicklungspotenzial. In der Vergangenheit hatte ich mehrere Möglichkeiten, Werder Bremen zu verlassen, aber bei dem Angebot von Wolfsburg habe ich gespürt, dass es das Richtige ist. Alle haben versucht mich in Bremen zum Bleiben zu überreden. Auch Willi Lemke. Natürlich war das Verhältnis zu ihm keine enge Freundschaft, aber die Zusammenarbeit war sehr professionell. Im Endeffekt hatte Werder aber keine Chance mich zu halten. Mir unmoralisches Verhalten vorzuwerfen, das ist doch albern, schließlich war ich 13 Jahre bei Werder Bremen."

die aktuelle Lage beim VfL Wolfsburg:

"Meiner Ansicht nach ist der Kader zu groß. Jeder Spieler braucht doch eine realistische Chance. Das müssen wir erreichen. Vor allem die jungen Spieler brauchen eine Perspektive. Ein Grund dafür, dass ich mich für den VfL entschieden habe, war das große Potenzial in dem Verein. Es ist eine anspruchsvolle Aufgabe hier einen Umbruch zu starten."

das Aufeinandertreffen mit den alten Kollegen:

"Es war leichter als ich gedacht habe. Die Tage davor waren viel schlimmer. Je näher es zum Spiel ging, wurde es aber besser. Alle Spieler haben mich begrüßt, das war alles ganz normal. Meine Sympathien für Werder sind ungebrochen, aber ich wollte mit Wolfsburg natürlich drei Punkte holen. Wir waren aber in unserem Spiel zu ungenau. Von daher geht das Unentschieden in Ordnung, aber wir können mit dem Punkt besser leben."

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