Marko Arnautovic (r., neben Aron Hunt) trägt seit 2010 das Trikot von Werder Bremen © getty

Bei seinem ersten Auftritt vor heimischer Kulisse gibt es für die "Wölfe" nur einen Punkt. Schönes Wiedersehen mt Schaaf.

Wolfsburg - Werder Bremen hat seinem langjährigen Manager Klaus Allofs das Heimdebüt beim VfL Wolfsburg zumindest ein bisschen vermiest.

Zehn Tage nach Allofs spektakulärem Wechsel von der Weser an den Mittellandkanal erkämpften sich die lange Zeit in Unterzahl spielenden Bremer beim 1:1 einen Punkt und kletterten in der Tabelle auf den Europapokal-Platz sechs. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Der österreichische Nationalspieler Marko Arnautovic (35.) hatte Werder verdient mit 1:0 in Führung gebracht, doch nach der Gelb-Roten Karte für Linksverteidiger Lukas Schmitz (62.) kamen die Wölfe noch zum Ausgleich durch Torjäger Bas Dost (64.). ( 642980 DIASHOW: Der 13. Spieltag )

Alle Augen auf Allofs

Vor rund 30.000 Zuschauern in der Wolfsburger Arena waren vor dem Anpfiff alle Augen auf Allofs gerichtet, der die Partie gegen seinen langjährigen Arbeitgeber als "Gemeinheit des Spielplans" bezeichnet hatte.

Der 55-Jährige begrüßte alle Werder-Betreuer, ehe er sich von etlichen Kameras begleitet auf die Wolfsburger Bank setzte.

Wolfsburgs Interimstrainer Lorenz-Günther Köstner schickte zum sechsten Mal in Folge die gleiche Startelf aufs Feld. Deutlich ball- und passsicherer waren jedoch anfangs die Gäste.

Folgerichtig hatte Stürmer Nils Petersen in der 7. Minute auch das 1:0 auf dem Fuß, VfL-Keeper Diego Benaglio reagierte jedoch glänzend.

Diego findet in der 2 Hälfte besser ins Spiel

VfL-Spielmacher Diego, der seine erfolgreichste Zeit im Trikot von Werder Bremen hatte, fand Mitte der ersten Halbzeit besser ins Spiel. In der 26. Minute reklamierte der Brasilianer nach einem von ihm getreteten Freistoß heftig einen Elfmeter.

Schiedsrichter Markus Schmidt (Stuttgart) bewertete das Handspiel von Arnautovic im Werder-Strafraum jedoch als unabsichtlich.

Dennoch war das wie ein Weckruf für die Hausherren, die dann aber Pech hatten. Nach Bremens Abwehrspieler Sokratis abgefälschter Flanke landete der Ball ebenso am Pfosten wie nach dem Kopfball von Bas Dost. Fast im Gegenzug ging Werder nach feiner Vorarbeit von Eljero Elia in Führung.

Schrecksekunde für Werder

Nach dem Seitenwechsel kamen erneut die Gäste mit mehr Schwung aus der Kabine, allerdings spielten sie ihre Angriffe nicht immer konsequent aus, weshalb Chancen Mangelware blieben.

In der 56. Minute eine Schrecksekunde für Werder: Der auffällige Kapitän Aaron Hunt verletzte sich bei einem Zweikampf, konnte aber weiterspielen.

Nach der Ampelkarte für Schmitz erhöhten die Wolfsburger den Druck und wurden prompt mit dem Ausgleich belohnt. Nur eine Minute später hatte Diego das 2:1 auf dem Fuß, der Ball wurde jedoch von einem Bremer noch von der Linie gekratzt.

Aufseiten der Bremer gefiel als Antreiber im Mittelfeld neben Hunt auch Kevin de Bruyne. Die Wolfsburger, die in Gedenken an den verstorbenen Ex-Kapitän Olaf Ansorge mit Trauerflor aufliefen, hatten in Diego und Innenverteidiger Naldo seine besten Akteure.

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