Milorad Pekovic (l.) und Fürth müssen weiter auf den ersten Heimsieg warten © getty

Der Aufsteiger kommt gegen Nürnberg trotz langzeitiger Überzahl nicht über ein 0:0 hinaus. Feulner und Sararer fliegen vom Platz.

Fürth - Die SpVgg Greuther Fürth muss auch nach dem 255. Frankenderby gegen den 1. FC Nürnberg weiter auf den ersten Heimsieg in der Bundesliga warten.

Trotz phasenweise großer Überlegenheit kam das Kleeblatt in der hitzigen Begegnung gegen den Erzrivalen nicht über ein 0:0 hinaus.

Der Aufsteiger steht damit weiter auf einem Abstiegsplatz (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Beide Mannschaften beendeten das Spiel mit einem Mann weniger: Erst sah beim Club Markus Feulner Rot (36.), später Sercan Sararer bei Fürth Gelb-Rot (61.).

Büskens hadert mit Offensive

"Wir haben die ein oder andere Torgelegenheit leider nicht mit der richtigen Konsequenz zu Ende gespielt", haderte Fürths Trainer Mike Büskens nach der Partie mit seinen Offensivkräften: "Wir müssen mit dem Punkt leben, hätten aber auch den Sieg verdient gehabt."

"Emotional, hektisch, wenig Fußball, zum Teil viel zu viel Provokation von beiden Seiten, kein gutes Fußballspiel, ein reines Kampfspiel, Rote Karte berechtigt, Punkt gewonnen - mehr kann ich aus diesem Spiel nicht mitnehmen", resümierte sein Nürnberger Pendant Dieter Hecking: "Der Punktgewinn ist verdient, weil wir auch wenig zugelassen haben."

Fürth kann Überzahl nicht nutzen

Feulner, umjubelter Torschütze des Treffers gegen den FC Bayern am Wochenende zuvor (1:1), wurde nach seinem robusten Einsteigen gegen Stephan Fürstner von Schiedsrichter Felix Brych vom Platz gestellt.

Die bereits zuvor überlegene SpVgg war danach erst recht die dominierende Mannschaft im mit 18.000 Zuschauern ausverkauften Ronhof, kam aber kaum zu guten Torchancen.

Nach dem Platzverweis für Sararer wegen wiederholten Foulspiels war die emotional aufgeladene, aber niveauarme Partie dann ausgeglichener.

Asamoah sorgt für Wirbel

Die Fürther, in einem Ligaspiel seit Oktober 1996 ohne Heimsieg gegen den Club, hatten eine gute Stunde lang mehr vom Spiel.

Das Kleeblatt machte Druck, vor allem Gerald Asamoah war ein ständiger Unruheherd in der Nürnberger Abwehr.

Schon kurz nach Spielbeginn stand Brych vor einer ersten kniffligen Entscheidung, beließ es allerdings nach einem Zweikampf zwischen Per Nilsson (Nürnberg) und Zoltan Stieber (Fürth) bei einem Eckball für die Gastgeber ( 642980 DIASHOW: Der 13. Spieltag ) .

Club nur bei Standards gefährlich

Bei Fürth standen die zuletzt gesperrten Thomas Kleine und Milorad Pekovic wieder in der Anfangsformation.

Club-Trainer Dieter Hecking hatte den ebenfalls wieder einsatzbereiten Hanno Balitsch (Gelbsperre) zugunsten von Feulner auf die Bank gesetzt.

Nach dem Platzverweis für Feulner kam Balitsch dann für Alexander Esswein, um die Defensive zu stärken.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte der um Ruhe bemühte Club aber nur bei Standardsituationen stattgefunden.

Beste Chance durch Asamoah

Die lange Zeit überlegenen und zudem engagierter wirkenden Fürther waren allerdings meist zu hektisch und zu übereifrig bei ihren Angriffen - und zunehmend auch ideenlos.

Gute Chancen blieben deshalb trotz der Überlegenheit eine Seltenheit.

Asamoah hatte noch die beste des ganzen Spiels, nach einem haarsträubenden Fehler von Club-Abwehrspieler Javier Pinola zögerte er aber allein vor Torhüter Raphael Schäfer zu lange mit dem Abschluss (35.).

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