Mario Götze erzielte mit einem spektakulären Solo sein viertes Saisontor © getty

Dortmund landet gegen Fürth einen Pflichtsieg im Schongang und zeigt sich gerüstet für die Champions League. Götze glänzt.

Dortmund - Auf den Rängen schunkelten die Fans und sangen den "BVB-Walzer", auf dem Rasen tanzte Mario Götze.

Das Solo des Nationalspielers auf dem Weg zum 3:1 (3:1) gegen den Bundesliga-Neuling SpVgg Greuther Fürth war das Highlight eines "normalen" Bundesliga-Nachmittags für den Deutschen Meister Borussia Dortmund.

"Das war sicherlich eines meiner schönsten Tore", meinte der 20-Jährige. "In der Jugend habe ich aber auch schon derartige Treffer erzielt."

Mit einem Haken nach links ließ Götze nach einem Pass von Jakub Blaszczykowski zunächst Fürths Torhüter Max Grün und anschließend mit einem Haken nach rechts auch Heinrich Schmidtgal ins Leere grätschen.

Dann schob er den Ball in der 42. Minute aus nur einem Meter über die Torlinie.

Tore für Götze nicht so wichtig

Doch sein spektakulärer vierter Saisontreffer schien Götze nicht so wichtig. ( 640535 DIASHOW: Der 12. Spieltag )

"Wichtig ist, dass wir gewonnen haben, weil wir am Anfang der Saison einige Punkte liegengelassen haben", so der beste Akteur auf dem Feld. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Der BVB blieb auch im siebten Pflichtspiel in Folge ungeschlagen und verkürzte den Abstand zum FC Bayern auf neun Punkte.

Bayern kein Thema

Zum Angriff auf den Tabellenführer wollte bei den Schwarz-Gelben aber dennoch keiner blasen.

"Wir machen uns keine Gedanken darüber, dass die Bayern nur 1:1 gespielt haben", sagte Lukas Piszczek zu SPORT1

"Es ist schon klar, dass wir immer oben sein wollen. Aber als erstes müssen wir unsere Spiele gewinnen und das haben wir getan."

Wichtig sei es zudem, in allen Wettbewerben Leistung zu zeigen, ergänzte Götze mit Blick auf das vorentscheidende vorletzte Gruppenspiel der Champions League am kommenden Mittwoch bei Ajax Amsterdam.

Schongang mit Blick auf die Champions League

Ein Punkt fehlt dem BVB noch zum Einzug ins Achtelfinale.

Deshalb verziehen die 80.654 Zuschauer in der erneut ausverkauften Arena die zweite Halbzeit, als ihre Mannschaft den Schongang einlegte.

Robert Lewandowski hatte mit seinen Saisontoren Nummer sechs und sieben (3. und 15., Foulelfmeter) bereits die Vorarbeit zum sechsten Saisonsieg geleistet.

Klopp nach Jubiläumsspiel zufrieden

"Sicherlich hätten wir gerne in der zweiten Halbzeit noch das eine oder andere Tor erzielt, doch das war in diesen intensiven Wochen nicht der erste Auftrag", erklärte Jürgen Klopp nach seinem 250. Spiel auf der Bundesliga-Trainerbank.

"Dennoch dürften die Zuschauer zufrieden sein. In der zweiten Halbzeit haben wir Reife gezeigt", so der 45-Jährige.

Soll heißen: Seine Truppe ließ nichts mehr anbrennen und spielte souverän die Zeit herunter.

Schlampigkeiten in der Abwehr

Am Ende störten lediglich einige Schlampigkeiten in der Abwehr, die den zwischenzeitlichen Ausgleich durch Zoltan Stieber (5.) und einen Pfostenschuss von Sercan Sararer (39.) ermöglichten, den Gesamteindruck.

"Uns war klar, dass der Gegner nur richtig gefährlich werden kann, wenn wir ihm den Ball in die Füße spielen", so Klopp.

Für die Borussen kamen die Fürther, die ihnen noch im März im Halbfinale des DFB-Pokals (1:0 n.V.) so lange Paroli geboten hatten, zur rechten Zeit.

Klopp hatte zunächst sowohl Marco Reus als auch Kevin Großkreutz auf der Bank gelassen und unter anderem Ivan Perisic neu ins Team gebracht.

Perisic schwach, Kuba stark

Der Mittelfeldspieler hatte am Rande des Länderspiels der kroatischen Nationalmannschaft seinem Unmut über die mangelnde Spielzeit Luft gemacht, was Klopp sauer aufgestoßen war.

Der BVB soll ihn angeblich mit einer Geldstrafe belegt haben.

Doch den Worten folgte keine großen Taten.

Dagegen spielte auf der rechten Seite Blaszczykowski bei seinem Comeback nach fünfwöchiger Verletzungspause groß auf und war an zwei Treffern maßgeblich beteiligt.

Fürth jetzt zehn Spiele ohne Sieg

Spieler dieser individuellen Klasse fehlten den Fürthern, die nach dem zehnten Spiel ohne Sieg weiter auf Tabellenplatz Platz 17 dümpeln.

"Wenn du hier bestehen willst als Aufsteiger, dann brauchst du einen perfekten Tag und musst dich an und über dem Limit bewegen", resümierte Trainer Mike Büskens.

Doch davon war seine Mannschaft gegen souveräne Dortmunder weit entfernt."

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