Jonathan Schmid (l. mit Rausch) erzielte in Hannover den Führungstreffer für Freiburg © getty

96 kassiert nach schwacher Vorstellung die zweite Heimpleite der Saison und verliert den Anschluss. Die Breisgauer klettern.

Hannover - Trainer Mirko Slomka will bleiben, doch drei fest eingeplante Punkte sind weg:

Nach einer enttäuschenden Leistung hat Hannover 96 gegen Außenseiter SC Freiburg mit 1:2 (1:1) verloren und damit die zweite Heimiederlage der Saison kassiert.

Für die Gäste war es der erste Sieg in der niedersächsischen Landeshauptstadt und der erste Dreier nach drei Spielen in der Liga.

Hannover verlor damit den Anschluss zur Spitzengruppe, Freiburg hat mit 16 Zählern nur noch einen Punkt weniger auf dem Konto. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Dieses Spiel ist natürlich eine riesige Enttäuschung für uns gewesen. Mit derart frühen Attacken der Freiburger hatten wir nicht gerechnet. Wir waren in unserem Spiel nicht mutig genug und müssen nun genau analysieren, woran das gelegen hat", erklärte Slomka.

Haggui patzt

Gleich ihre erste Einschussmöglichkeit in der zwölften Minute nutzten die Gäste vor 43.800 Zuschauern in der WM-Arena am Maschsee zur Führung.

Nach einem krassen Stellungsfehler von Karim Haggui profitierte Jonathan Schmid von der Konfusion in der Hintermannschaft der Norddeutschen und schob den Ball ins Tor. ( 640535 DIASHOW: Der 12. Spieltag )

"Endlich haben wir mal auch ein solch enges Spiel gewonnen. Darauf bin ich schon ein bisschen stolz. Phasenweise haben wir auf unserem höchsten Level gespielt und den Hannoveranern einige Probleme damit bereitet", betonte Freiburgs Trainer Christian Streich.

Abdellaoue trifft vom Punkt

Für den schmeichelhaften Ausgleich sorgte Mohammed Abdellaoue per Strafstoß in der 33. Minute, zuvor hatte Daniel Caligiuri nach Meinung von Schiedsrichter Deniz Aytekin einen Schuss von Lars Stindl mit der Hand abgewehrt.

Zehn Minuten nach Wiederbeginn gelang dem Ex-Hannoveraner Jan Rosenthal freistehend der Siegtreffer.

Bekenntnis von Slomka

Schon vor Beginn der Partie hatte Slomka das klarste Bekenntnis seit langem für seinen derzeitigen Arbeitgeber abgelegt.

"Es wird zu einer Entscheidung kommen, die pro Hannover ausfallen wird", sagte der Coach dem "NDR".

Sein Vertrag an der Leine läuft zum Saisonende aus, seit Monaten wird über eine Verlängerung dieses Kontraktes verhandelt.

Cherundolo fehlt 96

Die Niedersachsen fanden nach dem frühen Rückstand lange nicht zu ihrem Spiel.

Insbesondere die rechte Abwehrseite erwies sich ohne den verletzten Mannschaftskapitän Steven Cherundolo (Halswirbelstauchung) als Schwachpunkt.

Auch die wenigen Offensivaktionen des Europa-League-Teilnehmers wirkten harmlos.

Lediglich in der 19. Minute hatte Abdellaoue eine Chance zum Ausgleich aus dem Spiel heraus, verpasste jedoch in aussichtsreicher Position.

Rosenthal erzielt Siegtreffer

Nach dem Seitenwechsel waren die Freiburger dem zweiten Tor weiterhin deutlich näher, auch die Einwechslung von Sergio da Silva Pinto brachte kaum mehr Stabilität, im Gegenteil:

In der 55. Minute konnte Rosenthal fast lässig den zweiten Freiburger Treffer erzielen.

Fünf Minuten nach Wiederbeginn musste 96-Torhüter Ron-Robert Zieler gegen Caligiuri zweimal binnen Sekunden sein ganzes Können aufbieten, um einen weiteren Gegentreffer zu verhindern.

Slomka wechselte sein Sturmpersonal und schickte zunächst Artur Sobiech, dann auch Didier Ya Konan auf das Feld.

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