Der Hamburger SV hat fünf der letzten sieben Spiele in der Bundesliga gewonnen © getty

Durch den strittigen Treffer gewinnt der HSV glücklich gegen Mainz. Die 05er stehen auswärts erneut mit leeren Händen da.

Hamburg - Ein hart erkämpfter Sieg hat die schlechte Heimbilanz des Hamburger SV in der Bundesliga aufpoliert.

Gegen bissige Gäste von Mainz 05 reichte dem HSV ein Treffer des Südkoreaners Son Heung-Min zu einem etwas schmeichelhaften 1:0 (0:0)-Erfolg.

Während der Bundesliga-Dino durch den Dreier vor 51.345 Zuschauern wieder an die Europacup-Plätze heranrückt, müssen die zuletzt starken Mainzer einen Rückschlag hinnehmen, bleiben aber in der Tabelle vor dem HSV.

Das Tor von Son in der 63. Minute war bereits der sechste Saisontreffer des Angreifers. ( 640535 DIASHOW: Der 12. Spieltag )

Allerdings hätte der Treffer nicht zählen dürfen. Maximilian Beister hatte vor seiner genauen Hereingabe im Abseits gestanden, dies erkannte Schiedsrichter Daniel Sieber jedoch nicht.

Mainz beginnt bissig

Bissig, zweikampfstark, entschlossen: Bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt gehörte die Anfangsphase den zuletzt starken Mainzern.

Drei Siege aus vier Pflichtspielen hatte die Elf von Trainer Thomas Tuchel geholt, dementsprechend selbstbewusst agierten die 05er. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Der erste Warnschuss von Marcel Risse, der neben Top-Torjäger Adam Szalai stürmte, war die logische Folge, er verfehlte sein Ziel jedoch deutlich (6.).

Tuchel baut um

Tuchel hatte seine Mannschaft im Vergleich zum Heimsieg gegen Nürnberg kräftig durchgemischt, gleich vier Neue schickte der 39 Jahre alte Chefcoach auf den Rasen.

Mainz stand gut, agierte im Mittelfeld in einer Raute und schaffte es zunächst, dem HSV den Schneid abzukaufen.

Viele Chancen erarbeiteten sich die 05er anfangs jedoch nicht, auch weil Top-Torjäger Adam Szalai bei Hamburgs Michael Mancienne in guten Händen war.

Van der Vaart mit Problemen

Dies galt zunächst auch für die Offensivabteilung des Hamburger SV.

Rafael van der Vaart konnte in der ersten halben Stunde kaum Akzente setzen, Artjoms Rudnevs hing als einzige Sturmspitze in der Luft.

So blieb Marcell Jansens Distanzschuss (19.) lange die einzige Bewährungsprobe für Christian Wetklo im Tor der Mainzer.

HSV schielt auf Europapokal

Der HSV hatte sich vor dem Spiel fest vorgenommen, mit einem Heimsieg zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen.

Zum einen wollten van der Vaart, Adler und Co. zu Hause mal siegen, zuvor holten die Hanseaten nur sechs ihrer 14 Punkte im eigenen Stadion.

Zum anderen wollten die Norddeutschen den Anschluss an den sechsten Platz wahren, der zur Teilnahme am Europapokal berechtigt.

Großchance durch Missverständnis

Aber erst zum Ende der ersten Hälfte konnte das Heimteam diesem Vorhaben in Ansätzen auch Taten folgen lassen, der HSV erhöhte nun die Schlagzahl.

Nach einem Missverständnis von Zdenek Pospech und Junior Diaz in der Mainzer Verteidigung kam Maximilian Beister aus 15 Metern frei zum Abschluss, verzog aber völlig (40.).

Son bricht den Bann

Mit dem Wechsel verzichteten beide Trainer auf personelle Wechsel, und so lief das Spiel weiter wie gehabt.

Beide Mannschaften beharkten sich im Mittelfeld, konstruktives Offensivspiel hatte Seltenheitswert. Der HSV war bemüht, konnte sich aber selten durchsetzen.

Erst Son brach den Bann. Nun verstärkte Tuchel noch einmal seine Offensive, der eingewechselte Yunus Malli prüfte Rene Adler, der sein 150. Bundesliga-Spiel absolvierte, in der 75. Minute.

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