Mittelfeldmann Sebastian Rode (r.) spielt seit 2010 bei Eintracht Frankfurt © imago

Frankfurts Mittelfeld-Durchstarter Sebastian Rode erklärt bei SPORT1, warum die Hessen nach furiosem Beginn nun etwas schwächeln.

Von Christian Stüwe

München - Wenn es darum geht, die Formkurve und Bedeutung von Frankfurts Mittelfeldmann Sebastian Rode exakt zu beschreiben, kann dies wohl kaum einer besser als Eintracht-Boss Heribert Bruchhagen:

"Er bleibt ganz sicher bis zum 13.06.2014. Wir geben Sebastian Rode nicht frei", so seine Aussage beim Volkswagen Doppelpass: "Selbst wenn am Saisonende ein ambitioniertes Angebot kommt, werden wir nicht darauf eingehen. Es ist sehr schwer, herausragende Spieler zu halten."

Herausragend ist der 22-jährige Mittelfeldmotor zwar nicht erst seit dieser Saison, doch aufgrund seiner robusten und laufintensiven Spielweise wird der U-21-Akteur von mehreren Vereinen umworben.

Schließlich hat er sein Leistungspotential noch längst nicht ausgeschöpft. "Sebastian Rode ist noch nicht so weit", sagt auch Bruchhagen: "Ich glaube seine Entwicklungsmöglichkeiten sind unter Armin Veh besser als anderswo. Wir wollen mit ihm noch mehr erreichen."

In der aktuellen Spielzeit fiel Rode bislang zwar nicht mit Toren auf, dafür räumte er vor der Eintracht-Viererkette so gut wie alles ab. Auch bei der 0:2-Niederlage gegen Bayern München (Bericht) zeigte der Youngster eine starke Leistung. ( 636788 DIASHOW: Der 11. Spieltag )

Im Nationaldress bekommt Rode von U-21-Bundestrainer Rainer Adrion gegen die Türkei eine Verschnaufpause - seinen Verein wird es freuen.

Bei SPORT1 spricht Sebastian Rode über die Partie in München, den leichten Leistungseinbruch in der Bundesliga und die Gründe dafür.

SPORT1: Die Eintracht konnte in München lange mithalten. Wie ärgerlich ist die Niederlage?

Sebastian Rode: Das ist schon ärgerlich. Gerade das dumme Gegentor nach einer Ecke direkt vor der Halbzeit. Bis dahin haben wir gut mitgehalten und hatten die eine oder andere Chance. Gerade gegen die Bayern wird es ganz schwer, wenn man diese Chancen nicht nutzt.

[kaltura id="0_3k2q1me3" class="full_size" title="Bruchhagen Wir wollen Rode halten "]

SPORT1: War die Chancenverwertung der Knackpunkt?

Rode: Wir hatten nach der Halbzeit ja nochmal die Chance, zurückzukommen mit dem Latten-Kopfball von Bamba Anderson. Jetzt ist es ebenso. Am Ende hatten auch die Bayern noch einige Chancen, was daran lag, dass wir aufgemacht haben.

SPORT1: Der Anspruch der Eintracht ist es, immer nach vorne zu spielen. Wie war die taktische Vorgabe in München?

Rode: Wir haben das auch in München versucht und ich denke, es ist uns auch gut gelungen. Wir haben vorne versucht, zuzumachen und den Spielaufbau über Dante zu verhindern. Die Bayern waren zwischenzeitlich unzufrieden, die Fans wurden unruhig. So wollten wir das haben, aber wir hätten natürlich ein Tor machen müssen.

SPORT1: Wie war das Duell im Mittelfeld mit Bastian Schweinsteiger und Javier Martinez?

Rode: Das sind Super-Spieler. Es ist das Ziel eines jeden Fußballers, sich mit solchen Spielern zu messen. Ich denke, das haben wir nicht schlecht gemacht.

SPORT1: Von den letzten fünf Spielen konnte die Eintracht nur eines gewinnen. Ist der anfängliche Schwung weg?

Rode: Nein. Wir wussten, dass es nicht einfach wird. Die anderen Mannschaften sehen auch, wie wir spielen. Wie gut wir spielen. Die anderen Mannschaften stellen sich auch darauf ein. Es ist nicht so, dass wir jede Woche in der Bundesliga drei Punkte holen können. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

SPORT1: Was kann man Positives aus der Partie mitnehmen?

Rode: Nach dem Spiel waren wir schon ziemlich niedergeschlagen, weil wir doch eine gute Leistung gezeigt haben. Für uns gilt es aber nicht, die Punkte in München zu holen. Die müssen wir woanders holen. Im kommenden Heimspiel gegen Augsburg sieht es schon wieder besser aus.

SPORT1: Ist ein Sieg gegen den FCA Pflicht?

Rode: Zu Hause sind wir noch ungeschlagen. Wenn wir an die Leistung aus München anknüpfen können, sieht es gut für uns aus.

Weiterlesen