SPORT1-Experte Thomas Strunz erwartet den baldigen Abschied des Werder-Managers. Zwanzigers Nachtreten findet er unerträglich.

Hallo Fußball-Freunde,

Die Personalie Klaus Allofs beschäftigt derzeit die Bundesliga.

Er selbst hat gesagt, dass es noch keine Gespräche mit Wolfsburg gegeben hat. Da kann man viel hineininterpretieren.

Allofs hat sich bei Werder in den letzten Jahren zu viel an den Strukturen aufgerieben, ein Tapetenwechsel tut ihm mal gut.

In Bremen hat er mittlerweile den Bezug zu den Spielern verloren. Er musste sich in der Vergangenheit um zu viele andere Dinge kümmern, wie zum Beispiel den Stadionausbau und konnte sich nicht mehr mit der Weiterentwicklung der Mannschaft beschäftigen.

Mein Eindruck von außen ist, dass es bei Bremen nicht mehr den großen Zusammenhalt gibt. Ich glaube, dass das Tischtuch zerschnitten ist und sich Klaus Allofs von den anderen handelnden Personen distanziert hat. Ein Abgang ist deshalb so oder so nur noch eine Frage der Zeit.

Da andere beherrschende Thema des Wochenendes waren die Angriffe Theo Zwanzigers gegen Uli Hoeneß und seinen Nachfolger Wolfgang Niersbach.

Ich finde diese Nachtreterei unerträglich. Warum muss man solche Dinge nach außen tragen? Wieso halte ich nicht den Mund? Für mich hat Theo Zwanziger damit ein klassisches Eigentor geschossen und in meiner Gunst ist er ziemlich gesunken. Es ist eine Biographie, die keiner braucht.

Erfreulich ist dagegen das Auftreten der Frankfurter Eintracht, die sich auch bei den Bayern gut verkauft hat.

Niemand hat erwartet, dass Frankfurt diese Leistung dauerhaft bestätigen kann. Aber ich bin auch sehr überzeugt von dieser Mannschaft. Sie haben mit acht Millionen Euro vor der Saison kräftig investiert.

Sie sind ein Risiko eingegangen, weil man bei Zweitligaspielern nie weiß, ob sie einschlagen. Im Endeffekt haben sie alles richtig gemacht.

Dazu haben sie mit Sebastian Rode und Sebastian Jung zwei große Talente in ihren Reihen, die nun auch das Interesse anderer Klubs geweckt haben. Ich kann den Jungs nur raten, nichts zu überstürzen.

Sie sind noch in der Entwicklungsphase und bei der Eintracht bestens aufgehoben.

Bis demnächst,

Euer Thomas Strunz

Ex-Nationalspieler Thomas Strunz wechselt sich in dieser Saison als Experte im Volkswagen Doppelpass und bei der sonntäglichen SPORT1-Kolumne mit Thomas Helmer und Mario Basler ab.

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