Thomas Kleine (l.) wechselte 2010 von Mönchengladbach nach Fürth © getty

Fürths Thomas Kleine spricht bei SPORT1 über das Wiedersehen mit Gladbach. Trotz des Aufwärtstrends der SpVgg fordert er mehr.

Von Jakob Gajdzik

München - Immerhin einen Bann hat die SpVgg Greuther Fürth vor zwei Wochen schon mal gebrochen.

Beim 1:1 in der Trolli Arena gegen Werder Bremen schossen die Franken das erste Heimtor ihrer Bundesligageschichte.

Auf den ersten Heimsieg muss die Mannschaft von Trainer Mike Büskens aber weiter warten, rangiert mit sieben Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Gegen Borussia Mönchengladbach soll es nun so weit sein (ab 17.15 Uhr im LIVE-TICKER).

Für Kapitän Thomas Kleine wird es ein Wiedersehen mit dem Ex, von 2008 bis 2010 spielte der heute 34-Jährige für die "Fohlen".

Im SPORT1-Interview spricht Kleine über den Aufwärtstrend bei den Fürthern fordert aber Siege.

SPORT1: Herr Kleine, welche Serie ist für sie präsenter? Dass Sie seit drei Spielen ungeschlagen oder seit sieben sieglos sind?

Thomas Kleine: Man hat beide Serien in Kopf. Die Sieglos-Serie spiegelt sich natürlich auch im Tabellenstand wider. Aber in den letzten drei Spielen war eindeutig ein Aufwärtstrend zu sehen. Wir wollen eine Serie weiter aufrechterhalten und zwar die positive.

SPORT1: Die Mannschaft scheint sich gefangen zu haben und bietet den Gegner, wie am letzten Freitag Frankfurt, Paroli. Was sind für sie die Gründe des Aufschwungs?

Kleine: Wir haben ein bisschen Eingewöhnungszeit gebraucht, hatten zudem speziell zu Hause starke Gegner, die unsere Fehler gnadenlos bestraft haben. Nun bringen wir unser Spiel besser durch. Gerade beim 1:1 in Frankfurt hat man gesehen, dass wir gut mithalten können. Doch es bringt alles nichts, wenn die Punkte fehlen.

SPORT1: Ist jetzt gegen Borussia Mönchengladbach der erste Heimsieg fällig?

Kleine: Wir wollen den ersten Dreier. Da kommt es auch nicht auf ein schönes Spiel an, sondern es geht nur um die Punkte. Der erste Heimsieg wäre für die Mannschaft und die Fans wichtig. Wir wollen den Anschluss an das Mittelfeld herstellen.

SPORT1: Gladbach ist einer ihrer Ex-Vereine. Für sie ein besonderes Spiel?

Kleine: Mit Sicherheit, ich freue mich sehr auf das Spiel. Ich habe dort noch viele Bekannte. Ich hatte zweieinhalb schöne Jahre dort und bin auch im Guten weggegangen.

SPORT1: Neben Mönchengladbach haben Sie in der Bundesliga bereits für Leverkusen und Hannover gespielt, aber mit durchwachsenem Erfolg. Sind sie erst in Fürth richtig in der Bundesliga angekommen?

Kleine: Das ist schwer zu sagen. In Leverkusen bin ich von den Amateuren hochgekommen, da war es schwer, zu Spielen zu kommen. Für mich war die Berufung in den Profi-Kader bereits ein Erfolg. In Hannover und Gladbach habe ich aber nicht so viel gespielt, wie ich es mir gewünscht hätte. Bei der Borussia hatte ich zudem Verletzungspech und bin zum Verteidiger Nummer drei abgerutscht. Ich denke aber, auch das war nicht so schlecht. Jede Station war wichtig für mich.

SPORT1: Mit 34 Jahren sind sie der Routinier in einem jungen Fürther Team. Bedeutet das eine besondere Rolle in der Mannschaft?

Kleine: Sicherlich. Wir haben viele junge Spieler und da sind die Älteren gefragt. Wir müssen auf die Jüngeren einwirken und vorangehen - am besten mit Leistung. So helfen wir ihnen am meisten. Viele nehmen das auch an.

SPORT1: Wie groß ist Ihre Befürchtung, dass das Abenteuer Bundesliga für Fürth nur ein einjähriges bleibt?

Kleine: Angst habe ich keine. Uns war ja von Anfang an klar, dass es eine schwere Saison wird. Die Bundesliga ist sehr stark. Doch wir haben die Klasse uns unten rauszukämpfen und in der Liga zu bleiben. Unsere Entwicklung zuletzt stimmt mich positiv.

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