Manuel Neuer (M.) wechselte 2011 vom FC Schalke 04 zum FC Bayern © imago

Nach dem Sieg gegen Frankfurt freut sich Bayern-Torhüter Manuel Neuer über Lob von außen. Im Interview fordert er aber Wachsamkeit

Vom FC Bayern berichtet Christian Stüwe

München - Bastian Schweinsteiger hatte "jahrelang nicht eine so gute Eintracht gesehen", wie er bei LIGA total! erklärte.

Und Manuel Neuer konnte sich über einen Mangel an Aufregung vor seinem Tor nicht beschweren. ( 636788 DIASHOW: Der 11. Spieltag )

Doch wieder einmal musste der Nationaltorhüter beim 2:0-Erfolg des FC Bayern gegen die Frankfurter nur selten eingreifen.

Die Hessen scheiterten bei ihren guten Kopfballchancen entweder am eigenen Unvermögen (Alex Meier, Stefan Aigner) oder an der Querlatte des Bayern-Tores (Bamba Anderson).

Trotz der respektablen Gegenwehr des überraschend starken Aufsteigers zieht der Rekordmeister an der Tabellenspitze weiter einsam seine Kreise:

Zehn Siege aus elf Spielen, sieben Punkte Vorsprung auf die zweitplatzierten Schalker und erst vier Gegentore sprechen für die Überlegenheit der Münchner. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Keeper Neuer fordert im Interview trotzdem Wachsamkeit und eine Verbesserung im Unterschied zur Hochphase im Herbst 2011.

Frage: Der FC Bayern hat diese Woche mit einer klasse Bilanz abgeschlossen. Doch Karl-Heinz Rummenigge will von Lobhudeleien nichts wissen. Das fällt schwer, oder?

Manuel Neuer: Man sieht, dass wir nicht locker lassen und einfach weitermachen. Wir wollen weiter erfolgreichen Fußball spielen und uns nicht auf den Siegen ausruhen. Es gibt weitere gute Mannschaften, die auch gewinnen. Wir wollen jedes Heimspiel gewinnen, das ist uns heute wieder gelungen.

Frage: Können Sie zumindest das Lob nach der Leistung gegen Frankfurt und der Bilanz in der Liga annehmen?

Neuer: Das Lob nehmen wir auf jeden Fall an. Es geht trotzdem weiter. Wir wollen auch die nächsten Spiele erfolgreich bestreiten.

Frage: Haben Sie sich im Tor gelangweilt?

Neuer: So langweilig war es nicht. Frankfurt hatte in der ersten Hälfte die eine oder andere Kopfballchance, die knapp vorbeiging. Das war nicht ungefährlich, aber zum Glück ist nichts passiert.

Frage: Wer kann den FC Bayern noch aufhalten?

Neuer: Das ist eine gute Frage. Zunächst ist es wichtig, was wir machen. Wir müssen zusehen, dass wir unsere Spiele gewinnen und es vorne so bleibt, wie es ist. Es wird natürlich auch Spiele geben, wo wir nicht so gut spielen, aber gerade in diesen Situationen müssen wir zusammenstehen und dann aus engen Spielen zumindest einen Punkt mitzunehmen. In der letzten Saison haben wir in solchen kritischen Situation verloren, wie zum Beispiel gegen Mönchengladbach. Das darf uns nicht passieren.

Frage: Am Mittwoch geht's mit der Nationalmannschaft gegen die Niederlande und Arjen Robben. Sprechen sie schon darüber? Laufen schon die ersten Wetten?

Neuer: Mit Arjen unterhalten wir uns jeden Tag, aber Wetten haben wir noch keine gemacht. Wir freuen uns auf das Spiel. Es wird bestimmt eine tolle Atmosphäre herrschen und es wird ein tolles Erlebnis.

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