Statt der müden Europacup-Helden sorgen die Dauerredner für Gesprächsstoff. Derjenige, der Klartext reden müsste, windet sich dagegen.

Nach dem Erfolgszug durch Europa waren die Helden etwas müde.

Daher taten die Top-Teams Bayern, Dortmund und Schalke nach ihren Champions-League-Galas nicht mehr als ihre Pflicht, was mit Glück und Geschick zu Siegen gegen Frankfurt, Augsburg und Bremen reichte.

Die Münchner ziehen mit einer beachtlichen Bilanz von schon 30 Punkten aus elf Spielen weiter einsam ihre Kreise an der Spitze, dahinter benötigt der erste Bayern-Verfolger aus Gelsenkirchen schon fast das Fernglas.

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Doch trotz der fehlenden sportlichen Brisanz gibt es genug Gesprächsstoff im deutschen Fußball.

Was vor allem an Uli Hoeneß liegt, der derzeit an allen Ecken und Enden der Republik zu wirklich jedem Thema seine Meinung kund tut.

Und wenn der Bayern-Boss mal still ist, sprechen andere über ihn.

So wie zuletzt Louis van Gaal oder Theo Zwanziger, der Hoeneß in seinem Buch einen Besserwisser und Macho genannt hatte.

Solche Töne wird man von Klaus Allofs vermutlich nie hören, denn der gebürtige Düsseldorfer ist in seinen 13 Jahren als Werder-Manager ein echter Hanseat geworden.

Allerdings hätte man es am Samstag begrüßt, wenn Allofs Klartext gesprochen hätte. Stattdessen wand er sich wie ein Aal bei den zahlreichen Fragen nach seiner Zukunft.

Wer zwischen den Zeilen lesen kann, erkannte recht deutlich das fehlende Dementi zu den anhaltenden Gerüchten über einen baldigen Wechsel zum VfL Wolfsburg.

Nach übereinstimmenden Berichten soll Allofs? Abgang aus Bremen in Richtung Autostadt so gut wie sicher sein und nur noch an Formalien wie der zu zahlenden Ablösesumme hängen.

Es sei denn, der bekanntlich mit VW-Boss Martin Winterkorn eng vernetzte Uli Hoeneß meldet sich noch zu Wort und macht Allofs einen Strich durch die Rechnung.

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