Franck Ribery (r.) erzielte gegen Eintracht Frankfurt sein drittes Saisontor © getty

Bayern müht sich gegen Frankfurt zu einem Arbeitssieg. Die Gäste spielen mutig mit, haben aber Pech. Ribery und Alaba treffen.

Vom FC Bayern berichtet Christian Stüwe

München - Dank eines Tores von Franck Ribery und eines verwandelten Foulelfmeters von David Alaba hat der FC Bayern München das Spitzenspiel gegen Eintracht Frankfurt mit 2:0 (1:0) gewonnen und den Sieben-Punkte-Vorsprung an der Tabellenspitze auf Schalke 04 gewahrt. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Gegen den starken Aufsteiger taten sich die Münchner zwar lange schwer, feierten aber letztlich absolut verdient den zehnten Saisonsieg im elften Spiel.

Perfekte Bayern-Woche

Nach dem Schützenfest gegen Lille in der Champions League und dem Sieg in Hamburg am vergangenen Wochenende bedeutete der Dreier für die Bayern den perfekten Abschluss einer erfolgreichen Woche. ( 636788 DIASHOW: Der 11. Spieltag )

Die Eintracht bleibt mit 20 Zählern nach wie vor Dritter.

"Man kann nicht immer sechs Tore erzielen. Wir musste heute unsere Erfahrung und Cleverness einsetzen. Wir haben gezeigt, dass wir auch mit einer schwierigen Situation gut umgehen können", sagte Bayern-Trainer Jupp Heynkes nach der Partie.

Bayern ohne Luiz Gustavo

Bayern-Trainer Jupp Heynckes musste gegen Frankfurt Luiz Gustavo ersetzen, der wegen einer Muskelverhärtung passen musste.

Claudio Pizarro, der unter der Woche in der Champions League drei Treffer erzielt hatte, durfte erneut von Beginn an ran, der von seiner Erkältung genesene Torjäger Mario Mandzukic nahm zunächst auf der Bank Platz.

Bei der Eintracht fehlte erneut Innenverteidiger Carlos Zambrano, im Sturm brachte Trainer Armin Veh Karim Matmour für den zuletzt schwachen Olivier Occean.

Schiedsrichter gleich gefordert

Vor 71.000 Zuschauern begann die Partie temperamentvoll. Stefan Aigner grätschte nach drei Minuten hart gegen Philipp Lahm, es kam zu einer Rudelbildung.

Schiedsrichter Marco Fritz beruhigte die Situation durch die Gelbe Karte gegen den Frankfurter.

Zwei Minuten später die erste Chance der Bayern: Frankfurts Ersatzverteidiger Vadim Demidov spielte einen katastrophalen Fehlpass und zerrte den enteilten Franck Ribery anschließend am Trikot.

Der Franzose fiel im Strafraum, aber Fritz lies weiterspielen.

Bayern beginnt druckvoll

Die Gastgeber machten im Anschluss weiter Druck.

Der Führungstreffer lag in der Anfangsphase in der Luft, doch Arjen Robben grätschte eine Hereingabe ans Außennetz, Pizarro und David Alaba behinderten sich nach Pass von Ribery im Strafraum gegenseitig.

Die Eintracht konnte sich nach einer Viertelstunde dann immer besser befreien, die erste echte Chance der Hessen köpfte Stefan Aigner aber aus kurzer Distanz über das Tor von Manuel Neuer.

Trapp zweimal auf dem Posten

Neuers Gegenüber Kevin Trapp musste sich nach 20 Minuten bei einem Freistoß von Alaba erstmals richtig strecken.

Nach 25 Minuten zeigte der Eintracht-Torwart dann seine ganze Klasse: Ribery zog aus kurzer Distanz völlig frei ab, aber Trapp grätschte den Ball mit einem sensationellen Reflex von der Linie.

Boateng muss raus

Nach einer halben Stunde musste Heynckes dann wechseln.

Jerome Boateng hatte sich am Oberschenkel verletzt und wurde durch Daniel van Buyten ersetzt, der zum ersten Mal in dieser Saison zum Einsatz kam.

Die neuformierte FCB-Abwehr hatte sich noch nicht gefunden, als Eintracht-Torjäger Alex Meier einen Kopfball knapp am Tor vorbeisetzte.

Der Aufsteiger agierte in dieser Phase druckvoller und konnte die Partie recht offen gestalten.

Martinez legt für Ribery auf

Vor der Pause schlug die Heynckes-Elf dann aber zu. Zunächst traf van Buyten per Kopf, der Treffer zählte wegen einer Abseitsstellung aber nicht.

In der 44. Minute ließ Ribery die Bayern-Fans dann jedoch wirklich jubeln, als er einen Pass von Javier Martinez aus kurzer Distanz über die Linie drückte.

Anderson trifft die Latte

In der Halbzeit macht Eintracht-Trainer Veh dann seine Mannschaft offenbar richtig heiß, denn die Frankfurter kamen mit viel Druck aus der Kabine.

Verteidiger Bamba Anderson köpfte den Ball an die Latte (50.), Eintracht-Kapitän Pirmin Schwegler zog wenig später aus der zweiten Reihe ab und prüfte den sicheren Neuer in dessen 200. Bundesligaspiel.

Der FC Bayern zeigte sich davon aber unbeeindruckt und verwaltete die Führung in den nächsten zwanzig Minuten geschickt.

Alaba trifft per Elfmeter

Die Münchner setzten auf Konter, einer davon führte zum Elfmeter. Der überforderte Demidov hielt Schweinsteiger, Schiedsrichter Fritz zeigte auf den Punkt.

Alaba schnappte sich die Kugel und besorgte eiskalt die Entscheidung.

Im Anschluss drängten die Bayern noch auf das 3:0, fanden aber immer wieder ihren Meister im starken Gäste-Keeper Trapp.

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