Vor der Partie gegen Freiburg wurde Scharner (hinten) erst einmal eingewechselt © getty

Der HSV lahmt im Angriff, Rosenthal trifft für die Breisgauer spät den Pfosten. Hamburgs Verteidiger fliegt vom Platz.

Freiburg - Rene Adler hat einen Tag nach seiner Rückkehr in den Kader der deutschen Nationalmannschaft seinen Kasten sauber gehalten und damit dem Hamburger SV in Unterzahl einen Punkt gerettet.

Nach der Gelb-Roten Karten gegen den Östereicher Paul Scharner in der 35. Minute musste der Bundesliga-Dino am 11. Spieltag beim SC Freiburg hart um den einen Zähler beim torlosen Remis kämpfen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Die Gäste, bei denen der Ex-Freiburger Dennis Aogo zu Beginn nur auf der Ersatzbank saß, waren von Beginn an auf Wiedergutmachung für die 0:3-Heimpleite gegen Bayern München aus und spielten gleich offensiv nach vorne.

Kruse scheitert an Adler

Doch auch die Gastgeber, die auf Immanuel Höhn (Syndesmosebandriss), Matthias Ginter (Rückenprobleme) und Johannes Flum ( grippaler Infekt) verzichten mussten, versuchen sich offensiv am Spielgeschehen zu beteiligen.

Bei der besten Torchance der Breisgauer scheiterte Max Kruse vor 24.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion an Adler (9.) ( 636788 DIASHOW: Der 11. Spieltag ).

Dauerregen im Breisgau

Nach 13 Minuten wären bei Dauerregen dann fast die Gäste in Führung gegangen: SC-Innenverteidiger Pavel Krmas spielte den Ball vor dem Tor unbedrängt in die Füße von Maximilian Beister.

Doch der Ex-Düsseldorfer war zu überrascht und schoss über das Tor.

Der HSV war in seinen Aktionen insgesamt etwas konsequenter, blieb vor dem Tor aber trotzdem zu ungefährlich.

Hamburg defensiv kaum gefordert

Die Freiburger kamen hingegen noch seltener zum Abschluss. Adler musste nur selten eingreifen.

Doch auch den Gästen fehlte die rechte Durchschlagskraft. Je länger die Partie lief, desto besser bekam der HSV das Spiel in den Griff. SC-Keeper Oliver Baumann vereitelte die größte Gelegenheit durch Heung-Min Son (15.).

Doch auf der Gegenseite hatten die Gäste auch Glück, dass zwei kleine Fehlgriffe von Adler nach Eckbällen ohne Folgen blieben.

Unterzahl nach 35 Minuten

Nach 35 Minuten war der HSV dann bereits in Unterzahl. Ausgerechnet Startelfdebütant Scharner sah nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte.

Der Österreicher war für Michael Mancienne (grippaler Infekt) in die Abwehr gerückt. Doch auch mit zehn Spielern brachte das Team von Trainer Thorsten Fink das torlosen Unentschieden in die Halbzeitpause.

Schwaches Niveau in Halbzeit zwei

Im zweiten Durchgang verflachte das Niveau der Partie zusehends. Die dezimierten Hamburger verlegten sich aufs Konterspiel, während die Freiburger trotz großen Einsatzes kaum Torgefahr entwickeln.

Das änderte sich erst in der Schlussphase. Nach 68 Spielminut war Daniel Caligiuri völlig frei, zog den Ball aber am langen Pfosten vorbei. Adler rettete anschließend gegen einen Weitschuss von Kruse (82.).

Pech hatte Jan Rosenthal, der in der 86. Minute nur den Pfosten traf.

Jonathan Schmid und Mensur Mujdza waren die besten Spieler der Freiburger. Beim HSV konnten Adler und Milan Badelj überzeugen.

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