Lorenz-Günther Köstner (M.) hofft weiter auf eine dauerhafte Chance als "Wölfe"-Coach © getty

Trotz anhaltender Personaldebatten hilft gegen Leverkusen nur ein Sieg. Stuttgart empfängt Hannover, Fürth trifft auf Gladbach.

Wolfsburg - Der VfL Wolfsburg kommt nicht zur Ruhe:

Gerade hatte sich der aufgewirbelte Staub um die Trennung von Trainer-Manager Felix Magath etwas gelegt, da störte zunächst das Gerücht um den bevorstehenden Wechsel von Klaus Allofs die Aufbruchsstimmung.

Und plötzlich kam es noch dicker. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Denn neben dem Werder-Geschäftsführer wird auch Bremens Trainer Thomas Schaaf mit den "Wölfen" in Verbindung gebracht.

Allofs und Schaaf für den "Solisten" Magath. Dieser Wechselkurs könnte sich für den VfL durchaus lohnen.

Erfolgserlebnis muss her

Vor der Begegnung gegen Bayer Leverkusen am Sonntag (ab 15.15 Uhr im LIVE-TICKER) trat die immer noch prekäre sportliche Situation angesichts dieser Personaldiskussionen klar in den Hintergrund.

Dabei braucht die Mannschaft derzeit vor allem eines: Ruhe.

Ein Sieg und eine Niederlage hat Interimscoach Lorenz-Günther Köstner in der Liga bisher auf der Habenseite, immer noch steht die Mannschaft im Tabellenkeller.

Gegen das "Team der Stunde" benötigt die Mannschaft unbedingt ein Erfolgserlebnis.

"Horrorfilm" für Köstner

Dafür nahm Köstner sogar einen "Horrorfilm" auf sich. Alle 17 Gegentore des VfL in dieser Saison schaute er sich noch einmal auf DVD an.

"Es hat mich erschrocken, das in dieser Häufigkeit zu sehen", sagte Köstner vor dem Spiel gegen Leverkusen.

Beim Gegner würde momentan eine ähnlich Analyse relativ kurz ausfallen.

Zwölf Begegnungen sind die Leverkusener unbesiegt, in den letzten fünf Pflichtspielen - alles Siege - mussten sie nur vier Gegentore hinnehmen.

Lewandowski noch nicht zufrieden

In den gesamten Europa-League-Spielen der Saison sogar noch kein einziges Mal. Den Einzug in die K.o.-Runde schafften die Rheinländer durch ein 3:0 gegen Rapid Wien souverän.

Und konnten es sich sogar erlauben, mit Stefan Kießling den erfolgreichsten deutschen Torschütze 2012 auf der Bank zu lassen.

Dennoch ist bei der Bayer-Elf keine Spur von Selbstzufriedenheit zu erkennen.

"Diese Leistung reicht in der Bundesliga nicht aus und genügt nicht unseren Ansprüchen", sagte Trainer Sascha Lewandowski.

Möglicherweise ein entscheidender Unterschied zu früheren Jahren.

96 will nachlegen

Auch beim zweiten bereits qualifizierten Team aus Hannover soll das Weiterkommen auf europäischer Bühne keine verpatzte Generalprobe sein.

Nach dem vorzeitigen Einzug in die nächste Runde der Europa League will Hannover 96 am Sonntag (ab 17.15 Uhr im LIVE-TICKER) beim VfB Stuttgart nachlegen.

"Es ist wichtig, dass wir unseren Sieg veredeln können und auch auswärts drei Punkte holen können", sagte Stürmer Didier Ya Konan nach dem glücklichen 3:2-Sieg gegen den schwedischen Vertreter Helsingborgs IF.

VfB will Heimschwäche ablegen

Allerdings konnten die Niedersachsen von den letzten 16 Gastspielen in Stuttgart nur ein einziges gewinnen.

Genauso schlecht ist auch die Heimbilanz des VfB in dieser Saison: Unter Trainer Brudo Labbadia gab es in dieser Spielzeit erst einen Erfolg vor den eigenen Fans.

Fürth wohl ohne Asamoah

Nach elf Gegentoren in den letzten drei Auswärtsspielen will sich Borussia Mönchengladbach im dritten Sonntagsspiel (ab 17.15 Uhr im LIVE-TICKER) in der Defensive steigern - doch Greuther Fürth will das verhindern.

"Nach dem ersten Tor und Punkt (beim 1:1 gegen Werder Bremen, d. Red.) müssen wir den nächsten Schritt machen und den ersten Heimsieg einfahren", sagte hingegen Fürths Trainer Mike Büskens, der wahrscheinlich auf Routinier Gerald Asamoah (Oberschenkelzerrung) verzichten muss.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

VfL Wolfsburg - Bayer Leverkusen:

Wolfsburg: Benaglio - Fagner (Schulze), Naldo, Kjaer, M. Schäfer - Polak, Josue - Hasebe, Diego, Olic - Dost

Leverkusen: Rensing - Carvajal, Toprak, Friedrich, Hosogai - Reinartz - Bender, Castro - Sam, Schürrle - Kießling

Schiedsrichter: Dankert

VfB Stuttgart - Hannover 96:

Stuttgart: Ulreich - Sakai, Tasci, Niedermeier, Boka - Kvist - Gentner, Holzhauser - Harnik, Traore - Ibisevic

Hannover: Zieler - Cherundolo, Eggimann, Haggui, Rausch - Schmiedebach, Schulz - Stindl, Huszti - Ya Konan, Diouf

Schiedsrichter: Brych

Greuther Fürth - Gladbach:

Greuther Fürth: Grün - Nehrig, Kleine, Mavraj, Schmidtgal - Fürstner - Sararer, Prib, Stieber - Asamoah, Edu

Mönchengladbach: ter Stegen - Jantschke, Stranzl, Alvaro Dominguez, Wendt - Nordtveit, Marx - Rupp, Arango - Herrmann, de Camargo

Schiedsrichter: Gagelmann

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