Timo Gebhart schoss den 1. FC Nürnberg zum dritten Saisonsieg © getty

Der Club holt nach sechs sieglosen Spielen in Folge wieder einen Dreier. Die "Wölfe" kassieren die erste Pleite unter Köstner.

Nürnberg - Dem 1. FC Nürnberg ist dank Timo Gebhart der Befreiungsschlag in der Bundesliga gelungen.

Der Club gewann gegen den VfL Wolfsburg nach einer engagierten Leistung verdient mit 1:0 (0:0) und hat nach sechs sieglosen Spielen mit nur einem Punkt den ersten Dreier gelandet.

Es war auch der erste Heimerfolg für das Team von Dieter Hecking seit knapp sieben Monaten.

Dagegen war es für die wenig überzeugenden Wolfsburger nach zuletzt zwei Pflichtspielsiegen unter Interimscoach Lorenz-Günther Köstner der erste Rückschlag.

Beide Teams stecken nach wie vor im Tabellenkeller fest (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Das vielumjubelte Tor des Tages erzielte Gebhart in der 76. Minute per Kopf nach Flanke von Timothy Chandler.

Pekhart vergibt erste Chancen

Der Club, der seinen letzten Heimerfolg am 11. April gefeiert hatte (4:1 gegen Schalke 04), war vor 37.586 Zuschauern von Beginn an bemüht, seine Negativserie zu beenden.

Dem FCN waren dabei die jüngsten Rückschläge kaum anzumerken. Er präsentierte sich gegen die diesmal schwachen und harmlosen Wolfsburger über weite Strecken äußerst einsatzbereit, lauffreudig und forsch.

Zwar hatte der VfL durch Bas Dost bereits nach 28 Sekunden die erste Halbchance, doch in der Folge übernahm der FCN die Initiative.

Den ersten Warnschuss gab Tomas Pekhart in der 6. Minute ab. Wolfsburgs Keeper Diego Benaglio war jedoch zur Stelle. Sechs Minuten später verhinderte der Schweizer erneut gegen Pekhart, der Simon Kjaer ins Leere laufen ließ und freie Schussbahn hatte, einen möglichen Rückstand.

Keine Akzente von Diego

Erst nach etwa 20 Minuten konnten die Gäste die Partie etwas offener gestalten. Allerdings wurden die Wolfsburger beim Aufbau meist wirkungsvoll gestört.

Auch Spielmacher Diego hatte trotz eines großen Pensums gegen den kampfstarken Timmy Simons einen schweren Stand.

Den harmlosen Niedersachsen fehlten so die entscheidenden Ideen und die spielerischen Mittel, um die sichere Nürnberger Abwehr in Bedrängnis zu bringen.

Torwart Patrick Rakovsky, der den verletzten Stammkeeper Raphael Schäfer vertrat, musste nicht einmal entscheidend eingreifen.

Allerdings tat sich auch der Club in der Schlussphase der ersten Halbzeit schwer, Druck aufzubauen. Weitere Möglichkeiten blieben deshalb Mangelware.

Gebhart belohnt Nürnberger Aufwand

Nach dem Wechsel agierte der Gastgeber wieder zielstrebiger und hatte in der 50. Minute die erste Chance der zweiten Hälfte: Nach Freistoß von Hiroshi Kiyotake konnte Simons in Bedrängnis den Kopfball jedoch nicht richtig platzieren.

Nur kurz darauf war es Hanno Balitsch, der nach Kiyotake-Freistoß nur knapp das Ziel verfehlte. Anschließend rettete Naldo in höchster Not vor dem einschussbereiten Kiyotake.

Benaglio noch bester Wolfsburger

Es entwickelte sich ein äußerst einseitiges Spiel, im dem Nürnberg mit Vehemenz auf den Siegtreffer drängte und durch den Treffer von Gebhart auch belohnt wurde.

Der VfL enttäuschte dagegen und war offensiv kaum vorhanden.

Ein Schuss von Diego (70.), den Rakovsky parierte, war die einzige Ausbeute der Gäste.

Beim Club konnten Simons und Gebhart überzeugen. Wolfsburg hatte in Benaglio seinen besten Akteur.

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