Alexander Meier (M.) spielte bereits für den Hamburger SV und den FC St. Pauli © imago

Die Eintracht muss sich im Aufsteigerduell mit einem Punkt zufrieden geben. Greuther Fürth verlässt den letzten Tabellenplatz.

Frankfurt/Main - Das Überraschungsteam von Eintracht Frankfurt hat ausgerechnet im Aufsteigerduell gegen die SpVgg Greuther Fürth einen Dämpfer kassiert.

Die Hessen kamen im ersten Bundesliga-Vergleich mit dem bisherigen Schlusslicht aus Franken nicht über ein 1:1 hinaus. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Alexander Meier hatte die Gastgeber mit seinem siebten Saisontor bereits nach 24 Sekunden in Führung gebracht, doch Zoltan Stieber (53.) gelang der verdiente Ausgleich für die "Kleeblätter". ( 634024 DIASHOW: Der 10. Spieltag )

Die zu Hause weiterhin ungeschlagene Eintracht verpasste damit den zwischenzeitlichen Sprung auf den zweiten Tabellenplatz, bleibt aber auch nach dem zehnten Spieltag zumindest Dritter.

Meier nicht unzufrieden

"Ich denke, dass uns der Punkt weiterhilft. Wir haben jetzt 20, das ist nach zehn Spielen ganz okay", sagte Torschütze Meier:

"Fürth hat verdient einen Punkt mitgenommen. Wir müssen unsere 40 Punkte für den Klassenerhalt sammeln, alles andere interessiert uns nicht."

Fürth setzt Aufwärtstrend fort

Fürth indes setzte vor 47.400 Zuschauern seinen Aufwärtstrend durch das dritte Unentschieden in Serie fort und verbesserte sich zumindest bis Samstag um einen Rang auf Platz 17.

"Wir hatten die Chance auf mehr. Schlimmer kann ein Spiel nicht beginnen. Aber wie die Manschaft zurückgekommen ist, davor ziehe ich den Hut", sagte Fürths Trainer Mike Büskens: "Aufgrund der Chancen, die wir uns herausgespielt haben, wäre mehr drin gewesen."

Auftakt nach Maß

Den Hausherren gelang ein Auftakt nach Maß, als Meier den ersten Angriff gleich mit einem sehenswerten Drehschuss aus zwölf Metern erfolgreich abschloss.

Damit egalisierte der zur Zeit beste Torschütze der Hessen den bislang schnellsten Treffer der Saison durch Vedad Ibisevic (VfB Stuttgart) vom sechsten Spieltag.

Die Fürther zeigten sich aber in der Folge nicht geschockt und suchten durchaus ihre Chance in der Offensive.

Nicht zuletzt, weil ihnen die Frankfurter, die die zuletzt angeschlagenen Pirmin Schwegler und Sebastian Rode aufbieten konnten, weite Teile des Mittelfelds überließen.

Asamoah hat Ausgleich auf dem Fuß

Greuther-Stürmer Gerald Asamoah hätte nach einer knappen halben Stunde für den zu diesem Zeitpunkt verdienten Ausgleich sorgen können. Doch der als einzige Spitze aufgebotene Ex-Nationalspieler scheiterte freistehend an Eintracht-Keeper Kevin Trapp.

"Wissen, wo wir herkommen"

"Fürth hat uns heute das Leben sehr schwer gemacht und von daher müssen wir am Ende mit dem Punkt zufrieden sein", sagte Trapp, der den Dämpfer realistisch einschätzte. "Wir wussten, dass es eine Phase geben würde, wo es mal nicht so gut läuft. Wir wissen, wo wir herkommen und das Ziel bleibt der Klassebnerhalt."

Gäste-Coach Mike Büskens ließ zunächst überraschend den zweiten Angreifer Edu auf der Bank, der am letzten Wochenende gegen Werder Bremen (1:1) den ersten Heimtreffer der Franken in der Bundesliga-Geschichte geschossen hatte.

Occean mit der Riesenchance

Für Edu spielte der defensivere Milorad Pekovic. Der Montenegriner konnte aber nicht verhindern, dass ausgerechnet der einstige Greuther-Torjäger und Aufstiegsheld Olivier Occean das 2:0 auf dem Fuß hatte.

Doch den Schuss des Kanadiers lenkte Fürths Torhüter Max Grün aber über die Latte (35.).

Nach dem Wechsel drückte die mutig agierende Spielvereinigung aufs Tempo - und wurde belohnt. Einen Steilpass von Sercan Sararer nahm Stieber mustergültig an und lupfte den Ball über den herausstürzenden Trapp.

Die Abwehr, in der für den verletzten Innenverteidiger Carlos Zambrano (Zehbruch) der Norweger Vadim Demidov spielte, sah dabei ganz schlecht aus.

Eintracht sucht Entscheidung

Nur wenig später hätte der glücklose Asamoah die Führung für die "Kleeblätter" besiegeln müssen, schoss aber unbedrängt über das Gehäuse.

Das Veh-Team suchte seinerseits die Entscheidung. Rode verzog aus rund 18 Metern knapp (65.). Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch.

Bei der Mannschaft vom Main überzeugten Rode und Trapp. Heinrich Schmidtgal sowie Mergim Mavraj verdienten sich bei den Gästen gute Noten.

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