Diego (l.) wartet in dieser Saison noch auf sein erstes Bundesliga-Tor © getty

Das Magath-Team scheitert an effektiven Mainzern und bleibt zu Hause ohne Sieg. Der VfL stürzt auf den Relegationsrang.

Wolfsburg - Die Talfahrt des VfL Wolfsburg in der -Bundesliga geht ungebremst weiter.

Selbst Sondertraining und eine interne Mannschaftsaussprache haben den schlechtesten Saisonstart unter Meistermacher Felix Magath nicht verhindert ( 617972 DIASHOW: Der 6. Spieltag ) .

Nach einem enttäuschenden 0:2 (0:2) gegen den FSV Mainz 05 rutschte der deutsche Meister von 2009 mit nur fünf Punkten auf den Relegationsplatz ab und wartet weiter auf den ersten Heimsieg (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Hinter den Ambitionen zurück

Die mit dem Ziel Europapokal in die Saison gestartete Millionentruppe blieb einmal mehr hinter ihren Ambitionen zurück. Nach dem ernüchternden 0:3 am Dienstag beim Rekordmeister Bayern München hatte Magath überraschend das Trainingspensum nochmals erhöht.

Zudem hatten sich die Spieler ohne den Coach zur Aussprache getroffen. Zuletzt waren die Wolfsburger 2001/02 mit drei Punkten nach sechs Spielen schlechter gestartet.

"Die Chancen nicht gemacht"

"Wir haben so gut gespielt wie noch nie hier zu Hause. Aber wir haben die Chancen nicht gemacht", sagte VfL-Trainer Felix Magath bei LIGAtotal!.

Das Mainzer Team habe "mit ein bisschen Glück und viel Leidenschaft am Ende einer englischen Woche" gewonnen, erklärte Gäste-Coach Thomas Tuchel: "In der zweiten Halbzeit hat es sich angefühlt wie die letzten fünf Minuten in einem Pokalspiel. Es fühlt sich genial an, wenn du es schaffst."

Mit dem zweiten Saisonsieg gelang seinem Team der Sprung aus dem Tabellenkeller.

Zweiter Mainzer Saisonsieg

Das Gästeteam von Trainer Thomas Tuchel schaffte dagegen mit dem zweiten Saisonsieg den Sprung aus dem Tabellenkeller. Die Mainzer liegen nun mit sieben Punkten im Mittelfeld. Die Tore für die Mainzer erzielten Junior Diaz (27.) per Kopf, Adam Szalai erhöhte in der 37. Minute auf 2:0.

Nach nervösem Beginn übernahmen die Gastgeber mit aggressiverem Pressing als zuletzt das Spielgeschehen. Vor 23.795 Zuschauern boten sich dem Magath-Team durch Vierinha (6.) und Ivica Olic (8.) zwei frühe Möglichkeiten zur Führung.

Olic und Träsch behindern sich

Olic und der überraschend erstmals in die Startelf gerückte ehemalige Nationalspieler Christian Träsch behinderten sich beim Kopfballversuch allerdings gegenseitig.

In der 19. Minute rettete der Mainzer Torhüter Christian Wetklo bei einem Volleyschuss von Vierinha mit einer Faustabwehr das 0:0. Die Mainzer versuchten über weite Strecken der ersten Hälfte, mit schnellem Direktspiel zu kontern. Sie fanden mit ihren risikoreichen Vertikalpässen aber selten einen Mitspieler.

Überraschende Führung

Etwas überraschend gingen sie dann in Führung. Nach einem Freistoß von Andreas Ivanschitz gewann Junior Diaz das Kopfballduell gegen Naldo und köpfte ein. Im Gegensatz zu den vorherigen Heimspielen, quittierten die VfL-Fans den Rückstand nicht mit Pfiffen.

Erst nach dem schön herausgespielten 2:0 der Mainzer verloren sie die Geduld.

Dem Tor von Szalai war eine schöne Direktpassstaffette über Nikita Rukavytsya und Ivanschitz vorausgegangen. Als dann in der letzten Minute der ersten Halbzeit Ricardo Rodriguez eine Flanke aus dem Halbfeld unbedrängt hinter das Gästetor drosch, wurde das Team einmal mehr mit Pfiffen in die Pause verabschiedet.

Magath bringt Dost

Nach dem Wiederbeginn brachte Magath mit dem Niederländer Bas Dost einen frischen Stürmer, Träsch musste wieder auf der Bank Platz nehmen. Im weiteren Spielverlauf drängten die Gastgeber die Mainzer immer weiter in deren Hälfte hinein.

Nach einer Ecke von Rodriguez köpfte Emanuel Pogatetz aus kurzer Distanz über das Tor (57.). Diego schoss nur eine Minute später aus 16 Metern ebenfalls über die Querlatte. Die bis dahin beste Tormöglichkeit vergab erneut Olic. Der Kroate köpfte in der 67. Minute aus sechs Metern völlig frei übers Tor.

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