Die Münchner dominieren die Liga nach Belieben. Doch anstatt sich zu freuen, wütet Matthias Sammer. Aus gutem Grund.

Bayern-Torhüter Manuel Neuer hätte sein Trikot nach den letzten drei Spielen wohl nicht einmal waschen müssen, so beschäftigungslos war der Keeper in den Partien gegen Bremen, Wolfsburg und Schalke.

Die Gegner präsentierten sich jeweils wie das sprichwörtliche Kaninchen vor der Schlange und hielten Sicherheitsabstand vom Münchner Strafraum.

Torchancen waren Mangelware.

Dass dem Rekordmeister so nicht beizukommen ist, liegt auf der Hand.

Und auch die kommenden Kontrahenten aus Hoffenheim, die momentan mit ganz anderen Dingen beschäftigt sind, und die Defensivkünstler aus Düsseldorf werden die Bayern-Abwehr nicht vor große Probleme stellen.

Der Startrekord mit acht Siegen aus acht Spielen ist äußerst wahrscheinlich.

[image id="58e41678-63ef-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

Doch paradoxerweise macht genau diese Aussicht auf einen historischen Erfolg Sportvorstand Matthias Sammer nervös und trieb ihn zu seinem Motzki-Auftritt nach dem Spiel in Bremen.

Aus gutem Grund: Sammer fürchtet, dass sich die Bayern-Spieler - wie schon in der letzten Saison - an ihrem eigenen Erfolg laben und dabei eines übersehen:

Die Bayern profitieren momentan auch von der Ängstlichkeit ihrer Gegner und wurden zuletzt nur selten wirklich gefordert.

So könnte sich beim FCB Lethargie einschleichen und in den entscheidenden Spielen in der Champions League und im Titelkampf mit Borussia Dortmund doch wieder der letzte Biss fehlen.

Dass Dortmund weiterhin der einzig ernsthafte Meisterschaftsrivale ist, bewies das Klopp-Team am Samstagabend mit dem souveränen Erfolg gegen Gladbach.

Und bis zum Giganten-Gipfel am 1. Dezember hat der BVB noch jede Menge Zeit, seine bislang vorhandenen Schwächen abzustellen.

Um dann ohne Furcht den Bayern gegenüberzutreten.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

Weiterlesen