Emanuel Pogatetz wechselte im Sommer von Hannover 96 zum VfL Wolfsburg © imago

Vor dem Spiel gegen Mainz spricht Wolfsburgs Emanuel Pogatetz bei SPORT1 über die Lage bei den "Wölfen" und die VfL-Defensive.

Von Mathias Frohnapfel

München - Emanuel Pogatetz hat schon angenehmere Tage erlebt.

Am vergangenen Wochenende machte er sich mit seinem kuriosen Eigentor gegen Greuther Fürth zum Spott der Liga. Und unter der Woche musste er miterleben, wie der FC Bayern seinem VfL Wolfsburg eine Lehrstunde erteilte 617972 (DIASHOW: Der 6. Spieltag) .

Der vor der Saison aus Hannover zu den "Wölfen" gewechselte Pogatetz kann nun gegen Mainz 05 (ab 17.15 Uhr im LIVE-TICKER) wieder ein Erfolgserlebnis gebrauchen.

Das Team von Trainer Felix Magath ist aktuell Vierzehnter, bei einer weiteren Pleite sind die Abstiegsränge nur noch einen Punkt und einen Platz entfernt (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Vor dem Heimspiel gegen die Rheinhessen spricht der 29-Jährige im SPORT1-Interview über die Lage beim VfL und den Lerneffekt aus dem Eigentor - außerdem freut er sich auf das Wiedersehen mit dem Mainzer Andreas Ivanschitz. (STATISTIK: Die Torjäger)

SPORT1: Herr Pogatetz, ganz Wolfsburg hofft auf den ersten Heim-Erfolg am Sonntag. Wie schätzen Sie den Gegner aus Mainz ein?

Emanuel Pogatetz: Die Mainzer sind sehr stark, ich kenne sie aus der Zeit mit Hannover. Es ist eine sehr gut eingestellte Mannschaft, es wird sicher eine schwierige Aufgabe für uns. Wir werden aber alles dran setzen, endlich einen Sieg einzufahren, das würde uns sehr gut tun und wir würden weiter nach vorne kommen.

SPORT1: Sie kennen den Mainzer Andreas Ivanschitz sehr gut aus der österreichischen Nationalmannschaft. Wird es vor der Partie Frotzeleien via SMS geben?

Pogatetz: Nein, da wollen wir nicht so viel verraten. Wir werden aber sicher nach dem Spiel das ein oder andere Wort wechseln.

SPORT1: Bisher kassierte der VfL acht Gegentore. Wie sehen Sie die Wolfsburger Defensive jetzt?

Pogatetz: Das Heimspiel gegen Hannover wirft uns natürlich zurück mit vier Gegentoren, in den anderen Spielen war es eigentlich ganz okay. Natürlich müssen wir uns immer verbessern.

SPORT1: Wo muss man ansetzen?

Pogatetz: Die Laufarbeit ist okay, das zeigt auch die Statistik. Alle bemühen sich, doch uns fehlt einfach ein Erfolgserlebnis, wir müssen alles dafür tun, das gegen Mainz zu schaffen. Dann fallen uns bestimmt viele Dinge leichter.

SPORT1: Und wie erklären Sie sich die klare Niederlage gegen Bayern?

Pogatetz: Die Bayern haben sehr stark gespielt, es ist in München aber immer schwierig, was zu mitnehmen. Bayern ist in sehr guter Form, da war es für uns einfach schwer. Man muss respektieren, dass Bayern einfach besser war.

SPORT1: Wolfsburg hat große Ansprüche, wie sehr wirft die Niederlage den VfL zurück?

Pogatetz: In München kann man schon verlieren, denk ich. Aber in den Spielen zuvor haben wir einige Punkte liegengelassen, die wir schon eingeplant hatten. Das ist das Ärgerliche.

SPORT1: Im letzten Heimspiel gegen Fürth ist Ihnen ein blödes Eigentor passiert, als die Abstimmung mit Keeper Diego Benaglio nicht klappte. Ärgert Sie das noch oder ist das abgehakt?

Pogatetz: Natürlich habe ich das abgehakt, das habe ich schon am nächsten Tag. Das darf eigentlich nicht passieren, aber man kann es nicht ändern. Man muss eben nach vorne sehen.

SPORT1: Mit Benaglio haben Sie bestimmt noch mal über die Situation gesprochen, oder?

Pogatetz: Genau, wir hatten gegen Bayern eine ähnliche Szene und wir wussten beide, was zu tun ist. Ich habe den Ball zurückgeköpft und es ist nichts passiert.

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