Sebastian Rode wechselte 2010 von den Kickers Offenbach zu Eintracht Frankfurt © imago

Die Eintracht lässt sich vom angeblichen Bayern-Interesse an Rode nicht ablenken und will gegen Freiburg den Rekord ausbauen.

Frankfurt - Es ist der Fluch des guten Starts: Nach dem besten Saisonauftakt eines Bundesliga-Aufsteigers aller Zeiten rücken die Profis von Eintracht Frankfurt in den Fokus anderer Vereine.

Nach Informationen des "Münchener Merkurs" soll Bayern München an der Verpflichtung des bisher überragenden Mittelfeldmannes Sebastian Rode interessiert sein.

Doch nach vier Siegen und einem Unentschieden aus fünf Partien reagieren die Frankfurter gelassen auf solche Meldungen. 617972 (DIASHOW: Der 6. Spieltag)

"Ich glaube es nicht, dass die Bayern ihn wirklich wollen und es interessiert mich auch nicht", sagte Trainer Armin Veh der "Frankfurter Neuen Presse".

Stattdessen gilt bei Veh die Devise: Volle Konzentration auf die Partie gegen den SC Freiburg am Sonntag (So. ab 15.15 Uhr im LIVE-TICKER) , dort soll der Startrekord weiter ausgebaut werden.

Hübner bleibt hart

Auch die Tatsache, dass die Vertragsverhandlungen mit Rode derzeit stocken, macht in Frankfurt niemanden nervös.

Schon Anfang der Woche hatte Sportdirektor Bruno Hübner klargemacht, in Bezug auf einen vorzeitigen Wechsel des noch bis 2014 gebundenen U-21-Nationalspielers "nicht kompromissbereit" zu sein.

"Rode hat noch einen Zweijahresvertrag, und in diesen beiden Jahren werden wir ihn nicht abgeben", stellte Hübner klar.

Zweifel am Bayern-Interesse

Vor allem der Blick auf das prominent besetzte Mittelfeld der Münchener um Bastian Schweinsteiger und 40-Millionen-Mann Javi Martinez lässt Zweifel am angeblichen Interesse des Rekordmeisters aufkommen.

Die "Sport Bild" bringt Rode allerdings auch mit den anderen Spitzenteams Borussia Dortmund und Schalke 04 in Verbindung.

Veh droht mit Abschied

An einem möglichen Wechsel Rodes scheint zudem die Zukunft des Trainers in der Main-Metropole zu hängen. "Wenn mein Verein sich zu einem Verkauf von Rode oder Jung entschließen sollte, dann wäre das legitim. Nur würde ich diesen Weg nicht mitgehen", hatte Veh unlängst gesagt.

Vorstandsboss Heribert Bruchhagen wiegelte hingegen bereits ab: "Die haben doch alle noch Verträge zwischen zwei und drei Jahren, da brauchen wir doch gar nicht nachzudenken."

Großes Lob vom Meister-Trainer

In Frankfurt widmete man sich lieber der kämpferisch überzeugenden Leistung beim 3:3 gegen Borussia Dortmund. Das Ende der Siegesserie geriet dank der starken Vorstellung der Frankfurter zur Randnotiz.

Auch BVB-Coach Jürgen Klopp bescheinigte den Hessen "die beste Leistung, die ich jemals von einer Frankfurter Mannschaft gesehen habe". (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Respekt vor "frechen" Freiburgern

Trotzdem will die Eintracht nicht blauäugig in die Partie mit dem Tabellenzwölften aus Freiburg gehen. Schließlich ging das letzte Heimspiel gegen die Breisgauer im September 2010 mit 0:1 verloren.

"Wir sind der Aufsteiger, das darf man nicht vergessen. Ich sehe nicht, dass wir Favorit sind", sagte Veh vor der Partie. Die Badener seien "eine freche Mannschaft. Die versuchen, uns früh zu stören und ihr Spiel durchzubringen".

Der 51-Jährige versucht, trotz der Euphorie die Konzentration auf das Wesentliche nicht zu gefährden - so durften seine Spieler unter der Woche keine Interviews geben. "Einfach, damit es nicht zuviel wird", sagte der Coach.

Mainz und "Wölfe" wollen Premiere

In der zweiten Sonntagspartie (So. ab 17.15 Uhr im LIVE-TICKER) des sechsten Spieltages reist der FSV Mainz 05 zum VfL Wolfsburg.

Während die Wolfsburger endlich den ersten Heimsieg der Saison einfahren wollen, hofft das Team von Trainer Thomas Tuchel auf den ersten Auswärtserfolg seit saisonübergreifend sechs Partien.

Allerdings hat VfL-Coach Felix Magath in der Bundesliga noch nie mit einem von ihm betreuten Team gegen Mainz verloren.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Eintracht Frankfurt - SC Freiburg

Frankfurt: Trapp - S. Jung, Zambrano, Anderson, Oczipka - Schwegler, Rode - Aigner, Meier, Inui - Hoffer (Occean). - Trainer: Veh

Freiburg: Baumann - Mujdza, Ginter, Diagne, Sorg - Makiadi, Schuster - Schmid, D. Caligiuri - M. Kruse, Guede

Schiedsrichter: Felix Brych (München)

VfL Wolfsburg - FSV Mainz 05

Wolfsburg: Benaglio - Fagner, Naldo, Pogatetz, Rodriguez - Knoche, Josue, Kahlenberg - Diego - Olic, Dost. - Trainer: Magath

Mainz: Wetklo - Pospech, Bungert, Noveski, Junior Diaz - Baumgartlinger - Polanski, Soto - Ivanschitz - Szalai, Rukavytsya. - Trainer: Tuchel

Schiedsrichter: Marco Fritz (Korb)

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