Mike Frantz (r.) und der FCN verloren gegen den VfB das dritte Spiel in Folge © getty

Die Stuttgarter feiern beim FCN ihren ersten Saisonerfolg. Ibisevic bringt die Gäste mit dem bislang schnellsten Tor in Führung.

Nürnberg - Mit dem schnellsten Tor der Bundesliga-Saison und einer Vorlage hat Vedad Ibisevic den VfB Stuttgart beim 1. FC Nürnberg vorerst aus der Krise geführt.

Der Club kassierte hingegen mit dem 0:2 (0:1) die dritte Niederlage in Folge und hat seinen starken Start schon wieder verspielt ( 617972 DIASHOW: Der 6. Spieltag) ).

Die Mannschaft von Dieter Hecking ist damit nur noch knapp von den Abstiegsrängen entfernt, der VfB hat mit dem ersten Saisonsieg den Anschluss ans untere Mittelfeld hergestellt.

Ibisevic profitierte bei seinem ersten Treffer dieser Spielzeit nach lediglich 24 Sekunden von einem katastrophalen Zuspiel des Nürnbergers Marcos Antonio, dem ein Rückpass auf Torhüter Raphael Schäfer zu kurz geriet.

Mühelos zur Führung

Der bosnische Torjäger hatte dann keine Mühe und schob flach ein. In der 75. Minute bediente Ibisevic dann Martin Harnik, der überlegt für die Entscheidung sorgte (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Die erwartete Antwort auf die schlechteste Saisonleistung des FCN beim 1:4 in Hannover blieb dagegen vor 43.018 Zuschauern nicht nur wegen der Niederlage aus.

Unerklärlicher Formeinbruch

Zu viele Fehler prägten die Angriffsversuche der Nürnberger, die gegenüber den ersten Spieltagen einen unerklärlichen Formeinbruch erleben. Dem VfB reichte neben Ibisevic' Blitzstart und dem Kontertor von Harnik insgesamt eine durchschnittliche Vorstellung.

Für den Club war das frühe Gegentor nach zwei Niederlagen in Folge der denkbar schlechteste Auftakt. Die Hecking-Elf erholte sich auch nur langsam davon.

Nürnberg mit Zufallsprodukten

Zunächst war Nürnberg lediglich mit einem Abseitstor von Verteidiger Timm Klose (9.) offensiv auffällig. Später waren gefährliche Schüsse von Timo Gebhart (27.) und Almog Cohen (33.) eher Zufallsprodukte.

Auch nach dem Wechsel fehlten den Nürnberger Bemühungen zumeist Esprit und Kreativität.

Stürmer Tomas Pekhart blieb blass, und auch der neue japanische Star Hiroshi Kiyotake fiel diesmal kaum auf, nur ein direkter Freistoß in der 60. Minute war gefährlich.

VfB überlässt FCN die Initiative

Dabei hatte der VfB den Franken weitgehend den Spielaufbau überlassen und sich auf ein stabiles Defensivverhalten konzentriert. Akzente nach vorne begünstigten weitere haarsträubende Fehler in der FCN-Abwehr.

In der elften Minute war es nochmals Marcos Antonio, der den Ball unbedrängt verlor und einen Alleingang von Raphael Holzhauser ermöglichte. Der 19-Jährige vergab jedoch die große Chance zum nächsten Treffer.

Club-Trainer Hecking erlöste Marcos Antonio dann in der 16. Minute. Der 29-Jährige war im Sommer von Rapid Bukarest als Ersatz für den nach Leverkusen gewechselten Philipp Wollscheid geholt worden. Für den Brasilianer, der sein Bundesliga-Debüt wohl nicht so schnell vergessen wird, kam Hanno Balitsch.

Weiterlesen