Dante (l.) wechselte vor der Saison aus Gladbach zu Bayern München © imago

Bayerns Dante wird auch bei Werder Bremen verteidigen. Bei SPORT1 spricht er über Defensivarbeit und das Titelrennen.

Vom FC Bayern berichtet Mathias Frohnapfel

München - Holger Badstuber ist auch wegen Dante zum Außenspieler geworden.

Seit Dante und Jerome Boateng die Bayern-Innenverteidigung bilden, muss Badstuber aushilfsweise auf links spielen, den verletzten David Alaba vertreten.

Dante hat sich indes in der Abwehrzentrale festgespielt, der Neuzugang aus Mönchengladbach gefällt mit Spielübersicht und kompromisslosen Aktionen, absolvierte bisher jede Bundesliga-Partie.

Auch beim Auswärtsspiel bei Werder Bremen (ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) wird der 28-Jährige in der Startelf stehen.

Allerdings schlichen sich auch in das Spiel des Brasilianers schon einige kleinere Unkonzentriertheiten ein.

Im SPORT1-Interview spricht Dante über die Anfangsphase in München, Titelkonkurrent Dortmund und sein großes persönliches Ziel.

SPORT1: Die Bayern-Abwehr hat erst zwei Gegentreffer bekommen. Wie erklären Sie sich die gute Defensivarbeit?

Dante: Wir haben in der Vorbereitung sehr gut gearbeitet, versuchen viel miteinander zu sprechen. Natürlich muss das Gefühl füreinander noch besser werden, wir sind aber auf dem richtigen Weg.

SPORT1: Wie läuft die Kommunikation?

Dante: Ich spreche viel, versuche immer die Situation zu antizipieren. Und wir sprechen viel miteinander, das muss so bleiben. Hier ist es ein anderes Gefühl (als in Gladbach, Anm. d. Red.): Bayern spielt immer nach vorne, da hatten wir bei Kontern auch schon Lücken.

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SPORT1: Und wie zufrieden sind Sie mit dem 3:0-Erfolg über Wolfsburg?

Dante: Wir spielen immer besser, wir haben uns viele Chancen erarbeitet, leider haben wir nicht mehr Tore gemacht. In der zweiten Halbzeit haben wir es dann souverän gemacht.

SPORT1: Sie haben bisher jedes Bundesliga-Spiel für den FCB absolviert, hätten Sie gedacht, so gut loszulegen?

Dante: Als ich bei Bayern unterschrieben habe, bin ich gleich mit einem positiven Gefühl gestartet. Aber ich dachte, ich mache vielleicht von fünf Spielen drei. Wir haben so viele gute Spieler, der Trainer muss das entscheiden. Der Trainer hat rotiert. Ich freue mich über diese Zeit, ich habe sieben Pflichtspiele gemacht und alle gewonnen.

SPORT1: Wie anstrengend ist für Sie dieser Drei-Tages-Rhythmus, den Sie ja so aus Gladbach nicht kannten?

Dante: Es ist Wahnsinn, ein ganz anderer Rhythmus. Es kostet viel Kraft, wenn du aber gut und konzentriert arbeitest, macht es viel Spaß. Es gefällt mir, alle drei Tage zu spielen.

SPORT1: Wäre es angesichts dieses Pensums für Sie in Ordnung, auch mal ein Spiel von der Bank aus zu verfolgen?

Dante: Ich glaube, alle Spieler bei Bayern werden mal auf der Bank sitzen, das ist bei mir nicht anders. Mein hohes Ziel ist es Meister zu werden, natürlich will ich auch möglichst viele Spiele machen, aber das entscheidet der Trainer.

SPORT1: Wie schätzen Sie die Chancen gegen den nächsten Gegner Bremen ein?

Dante: Das ist kein einfacher Gegner, sie sind technisch sehr stark, sie haben viele gute Spieler, die das das Spiel nach vorne machen können. Bei Werder kann jeder Spieler zwei Tore machen. Wir müssen sehr aufpassen, kein Tor zu kassieren.

SPORT1: Dortmund liegt bereits sieben Punkte hinter Bayern, kein schlechtes Gefühl, oder?

Dante: Ganz ehrlich: Wir schauen nicht auf die Gegner, das ist noch zu früh. Es sind erst fünf Spieltage gespielt, es kommen noch 29. Wir wissen Bescheid, dass wir einen Vorsprung vor Dortmund haben, aber wir spielen ja nicht nächste Woche gegen Dortmund. Frankfurt und Schalke sind auch noch da.

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