Arjen Robben wechselte 2009 von Real Madrid zum FC Bayern © getty

Der Niederländer fehlt dem FCB beim Auswärtsspiel gegen Werder. Martinez' Einsatz bleibt noch fraglich. Pizarro darf hoffen.

Von Christoph Lother und Christian Ortlepp

München - Der FC Bayern muss im Auswärtsspiel gegen Werder Bremen am Samstag (ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) auf den niederländischen Nationalspieler Arjen Robben verzichten.

Nach SPORT1-Informationen fehlte der Flügelstürmer beim Abschlusstraining des deutschen Rekordmeisters am Freitag und stieg anschließend auch nicht in den Mannschaftsbus Richtung Flughafen., sondern begab sich zur Behandlung bei Mannschaftsarzt Dr. Müller-Wohlfahrt.

Der Einsatz von Neuzugang Javi Martinez ist weiter fraglich, auch der Spanier trainierte am Freitag nicht mit, stieg aber in den Mannschaftsbus Richtung Flughafen.

Mittelfeldspieler Martinez, der beim 3:0-Erfolg der Münchner über den VfL Wolfsburg unter der Woche nach 71 Minuten ausgewechselt worden war, hat mit einem Pferdekuss zu kämpfen.

Flügelflitzer Robben plagt sich mit muskulären Problemen im rechten Oberschenkel herum.

Keine Probleme macht dagegen offenbar der Gesundheitszustand von Thomas Müller. Der mit bislang vier Saisontoren zweitbeste Schütze der Bayern nach Mario Mandzukic (fünf) litt zuletzt unter einer Erkältung.

Pizarro statt Mandzukic?

Hoffnungen auf einen Einsatz von Beginn an darf sich in Bremen hingegen der Peuraner Claudio Pizarro machen.

Der 33-Jährige "bietet sich an", wie es Trainer Jupp Henyckes formulierte, und könnte Mandzukic trotz dessen Doppelpack gegen die "Wölfe" aus der Startformation der Münchner verdrängen.

Jeder müsse davon ausgehen, mal auf der Bank zu sitzen, erklärte Heynckes und betonte: "Wenn Spieler dafür plädieren, die Mannschaft zu verbessern, dann müssen sie sich im Klaren sein, dass es sie auch trifft."

[kaltura id="0_n20ygytx" class="full_size" title="Vor Heynckes ist niemand sicher "]

Für Pizarro, der insgesamt sechs Jahre lang das Trikot von Werder getragen hatte, wäre es nach bislang vier Einwechslungen der erste Einsatz von Beginn an in der laufenden Bundesliga-Saison. Er stand zum Champions-League-Auftakt gegen den FC Valencia in der Startelf.

Heynckes warnt vor Überheblichkeit

Coach Heynckes trat trotz des überragenden Saisonstarts der Bayern mit fünf Siegen und 17:2 Toren aus den ersten fünf Spielen auf die Euphoriebremse.

Generell habe er "nichts gegen zwei Stunden Oktoberfest einzuwenden, davon verliert man seine Form nicht gleich."

Zugleich stellte der 67-Jährige aber auch klar: "Wir dürfen uns nicht einlullen lassen. Wir gehen unseren Weg, ohne uns vom äußeren Ballyhoo beeinflussen zu lassen." Schließlich könne man sich nie "sicher sein, zu gewinnen".

Gute Bilanz in Bremen soll nicht blenden

Das gelte selbstverständlich auch für die Partie in Bremen, wo die Bayern seit dem 1:3 im Oktober 2006 nicht mehr verloren haben.

"Du darfst nie einen Augenblick zurückstecken, musst immer zeigen: 'Ich will gewinnen'. Dem Gegner musst du demonstrieren, 'hier passt gar nichts'", sagte Henyckes.

Es sei gut, wenn "alle auf die Bremse treten", betont Heynckes mit Blick auf die euphorische Stimmung rund um den wiedererstarkten Vizemeister.

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