Freiburg ist nach dem 5. Spieltag auf Tabellenplatz zwölf, Bremen auf sieben © getty

Werder Bremen siegt nach sieben Monaten wieder auf fremden Platz. Gegen Freiburg nutzen die Hanseaten ihre Chancen eiskalt.

Freiburg - Werder Bremen hat dank einer starken zweiten Halbzeit den verpatzten Saisonstart ausgebügelt und dem SC Freiburg die erste Heimpleite unter Trainer Christian Streich beigebracht. 616718 (DIASHOW: Der 5. Spieltag)

Die Hanseaten setzten sich am fünften Spieltag mit 2:1 (0:1) bei ihrem Lieblingsgegner durch. Die Breisgauer warten nunmehr über elf Jahre auf einen Sieg gegen die Bremer, die den ersten Auswärtserfolg seit rund sieben Monaten feierten und sich ins obere Tabellen-Mittelfeld schoben.

Premiere für Akpala

Für die im DFB-Pokal ausgeschiedenen Norddeutschen war es erst der zweite Sieg in den vergangenen 14 Partien. Neuzugang Joseph Akpala (48.) mit seinem ersten Bundesliga-Tor und Aaron Hunt (59.) drehten den Pausen-Rückstand.

Jonathan Schmid hatte Freiburg mit einem perfekten Freistoß in Führung geschossen (36.).(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Schwacher Beginn

Die 23.000 Zuschauer sahen in der Anfangsphase eine zerfahrene Partie, die von Fehlpässen und Missverständnissen geprägt war. Das Spiel wurde zudem von Zweikämpfen bestimmt, die zumeist von den Defensivabteilungen beider Mannschaften gewonnen wurden.

Weder die Freiburger noch die Bremer brachten eine klare Linie in ihr Offensivspiel, die Besucher warteten zunächst vergeblich auf gefährliche Strafraumszenen.

Viel Leerlauf

Die gähnende Langeweile dauerte auch Mitte der ersten Hälfte noch an. Freiburgs Trainer Christian Streich verzweifelte ob der untauglichen Angriffsbemühungen seiner Schützlinge, er gestikulierte wild an der Außenlinie.

Sein Bremer Kollege Thomas Schaaf beobachtete dagegen stoisch den müden Kick.

Frühes Aufwärmen

Beide Mannschaften schafften es tatsächlich, die Partie bis zur 35. Minute ohne eine echte Torchance zu absolvieren. Schon nach rund einer halben Stunde hatte Schaaf genug gesehen, er schickte alle seine Ersatzspieler zum Aufwärmen. Der Treffer von Schmid fiel aus dem Nichts.

Tempo in Halbzeit zwei

Nach der Pause drückten beide Teams sofort auf's Gas: Zunächst scheiterte Max Kruse an Bremens Torhüter Sebastian Mielitz, dann verwertete Startelf-Debütant Akpala eine Hereingabe von Marko Arnautovic.

Freiburg zeigte sich jedoch keinesfalls geschockt und hatte in der 53. Minute durch Oliver Sorg die Möglichkeit zum Ausgleich. Die klareren Chancen in einer nun wesentlich lebhafteren Begegnung erspielten sich aber die Gäste. Der starke Neuzugang Kevin de Bruyne bediente mustergültig Hunt, der legte überlegt an Freiburgs Torwart Oliver Baumann vorbei.

Tapfere Freiburger

Bremen ließ sich anschließend weiter zurückfallen, Freiburg wehrte sich leidenschaftlich gegen die drohende Niederlage, zunächst jedoch ohne wirklich zwingend zu werden. Die beste Möglichkeit zum Ausgleich vergab Daniel Caligiuri (85.) mit einem Pfostenschuss.

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