Jubeltraube: Urgestein Andreas Lambertz (l.) spielte mit der Fortuna schon in der Oberliga © getty

Das Team von Trainer Norbert Meier bleibt mit dem Dreier in Franken im fünften Spiel ohne Gegentor. Enttäuschung pur bei Büskens.

Fürth - Die Abwehrkünstler von Fortuna Düsseldorf können auch Tore schießen:

Mit einem hochverdienten 2:0-Erfolg im Aufsteigerduell bei der SpVgg Greuther Fürth machten die ungeschlagenen Düsseldorfer einen Saisonstart nach Maß perfekt und legten mit nun 450 Minuten ohne Gegentor die beste Serie eines Neulings ab Saisonstart hin. 616718 (DIASHOW: Der 5. Spieltag)

Der 1. FC Kaiserslautern hatte 1997/98 im fünften Spiel den ersten Treffer kassiert.

Die daheim tor- und punktlosen Fürther müssen sich nach einer ganz schwachen Vorstellung weiter Richtung Tabellenkeller orientieren. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Vor 16.573 Zuschauern in Fürth trafen Oliver Fink (26.) und Ken Ilsö (33.) für die Fortuna, die mit einem vierten 0:0 in Serie für ein Bundesliga-Novum gesorgt hätte.

Mit nun neun Punkten kann der zweimalige Pokalsieger die nächste Aufgabe in Angriff nehmen: Bereits am Freitag kommt Schalke 04 nach Düsseldorf.

"Jedes Spiel ein Festtag"

"Für uns ist jedes Spiel ein Festtag. Der Sieg heute war hochverdient", sagte Fortuna-Manager Wolf Werner, "Fürth war relativ ohnmächtig gegen unsere Abwehr."

"Wir waren heute mutlos, der unbedingte Wille hat gefehlt", sagte Fürths Kapitän Mergin Mavray.

Ilsö sorgt für mehr Schwung

Fortunas Trainer Norbert Meier, der nach dem 0:0 gegen Freiburg am Samstag zunehmend genervt auf die Kritik an der angeblich destruktiven Spielweise seiner Mannschaft reagiert hatte, stellte in der Offensive um, brachte Ilsö für den zuletzt schwachen Andrej Woronin, und der Däne sorgte sogleich für mehr Schwung.

Die Gäste übernahmen gegen schwache Fürther früh das Kommando, zeigten sich deutlich zielstrebiger und wurden mit der Führung belohnt.

Nach einer Flanke von Johannes van den Bergh ließ Fink mit einem wuchtigen Kopfball von der Strafraumgrenze dem Fürther Torwart Max Grün keine Chance.

Beste Fürther Chance durch Edu

Fürth hatte seine besten Chancen durch Edu, der allerdings zweimal verzog (28./32.). Auf der Gegenseite vollendete Ilsö eine sehenswerte Kombination zum 2:0.

Ilsö hatte schon im April in der 2. Liga zum 1:1 in Fürth getroffen und den Düsseldorfern damit einen ganz wichtigen Punkt im Aufstiegskampf gerettet. Fortunas Torhüter Fabian Giefer erlebte derweil einen recht ruhigen Abend.

Der Fürther Trainer Mike Büskens marschierte zur Pause angefressen in die Kabine und wechselte zum zweiten Durchgang zweimal.

Mit Abdul Rahman Baba für Heinrich Schmidtgal und Edgar Prib für Thanos Petsos lief es fortan etwas besser. Fürth erarbeite sich Vorteile und rannte gegen immer tiefer stehende Düsseldorfer an, die sich auf wenige Konter beschränkten.

Schwächen im Spielaufbau bei Düsseldorf

Die Fortuna zeigte deutliche Schwächen im Spielaufbau und brachte sich damit selbst in Bedrängnis.

In der letzten halben Stunde spielte sich Fürth einige gute Chancen heraus, blieb im Abschluss aber glücklos. Giefer rettete mit seiner besten Tat in der 68. Minute gegen Ilir Azemi.

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