Letzte Saison in Augsburg Leistungsträger, nun Ersatz in Leverkusen: Hajime Hosogai (r.) © getty

Beim FCA ist die Stimmung im Keller, auch Bayer steht unter Druck. Der HSV will gegen Gladbach den Coup über Dortmund veredeln.

München - Beim FC Augsburg nähert sich die Stimmung vor dem Heimspiel gegen Bayer Leverkusen (Mi., ab 19.30 Uhr im LIVE-TICKER) langsam dem Tiefpunkt.

"Jeder Einzelne ist enttäuscht und unzufrieden - auch ich", sagt Trainer Markus Weinzierl angesichts der bisher miserablen Bilanz.

Augsburg steht nach nur einem Punkt und einem Tor aus vier Spielen auf Rang 18.

Gegen die favorisierte Bayer-Elf soll der Trend umgekehrt werden. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Jedoch nur, wenn "wir mit unseren bescheidenen Mitteln an die Leistungsgrenze kommen", so Weinzierl.

Letzte Saison habe bei den Schwaben "ein Rad ins andere gegriffen, soweit sind wir noch nicht", fügt der mit 37 Jahren jüngsten Coach der Liga an.

Sehnsucht nach Hosogai

Damals spielte in Augsburg der Japaner Hajime Hosogai, der von Leverkusen ausgeliehen worden war, eine wichtige Rolle.

Bei der Elf von Sami Hyypiä hat Hosogai derzeit schlechte Karten und ist noch ohne Einsatz.

Die Schwaben vermissen ihn dagegen. "Wir würden gemeinsam nach Leverkusen radeln, um Hosogai zurückzuholen", so Weinzierl.

Ein Fragezeichen steht beim FCA hinter dem Einsatz von Sebastian Langkamp (Außenbandverletzung).

Weiterhin fehlen Torhüter Simon Jentzsch (Fingerbruch), Knowledge Musona (Adduktorenblessur) und Koo Ja-Cheol (Bänderriss).

Leverkusener Negativrekord

Die kriselnden Leverkusener dagegen sind ebenso unter Druck:

Nach dem schlechtesten Saisonstart seit 30 Jahren mit vier Punkten weiß auch Trainer Sascha Lewandowski, dass "unterm Strich der Ertrag zu gering ist".

Sportdirektor Rudi Völler ist deshalb froh, "dass schnell das nächste Spiel kommt. Wenn wir so spielen wie gegen Gladbach, werden auch die Tore und Siege wieder kommen".

HSV will nachlegen

Groß war die Erleichterung beim Hamburger SV nach dem ersten Saisonsieg - doch nun soll der 3:2-Coup über Meister Borussia Dortmund mit weiteren Punkten veredelt werden:

[kaltura id="0_zt73h9ad" class="full_size" title="Klopp: Bin ich schon entlassen?"]

"Auf einem Bein kann man nicht stehen. Wir müssen aber jetzt dort weitermachen, wo wir aufgehört haben", warnt Thorsten Fink vor dem Duell bei Borussia Mönchengladbach.

Trotzdem kündigt der HSV-Coach an, "nicht auf die Euphoriebremse" zu treten: "Wir werden frech spielen und wieder punkten."

Gladbach kommt nicht in Tritt

Die Gladbacher wiederum wollen nach zuletzt mäßig erfolgreichen Auftritten in Liga und Europa League sowie vier Spielen ohne Dreier zurück in die Siegesspur.

Auch das 1:1 in Leverkusen war mehr als schmeichelhaft und nur noch ein Schatten gegenüber den Vorstellungen der der überragenden Vorsaison.

Entsprechend warnt Stürmer Mike Hanke: "Auf keinen Fall dürfen wir wieder so viele Chancen zulassen. Und wir müssen van der Vaart ausschalten."

Kellerduell VfB - Hoffenheim

Auch die übrigen Mittwoch-Spiele am 5. Spieltag haben schon richtungweisenden Charakter.

Ein Kellerduell steigt dabei zwischen dem Vorletzten VfB Stuttgart und 1899 Hoffenheim, das gerade mal einen Rang besser ist.

"Wir wollen drei Punkte", sagt Stuttgarts Torhüter Sven Ulreich vor dem Südwest-Derby.

Das 2:2 in Bremen war ein erster Schritt für die Schwaben, zumindest laut Kapitän Serdar Tasci:

"Das war ein gutes Spiel von uns. Aber wir können noch so gut spielen, wir müssen anfangen zu punkten."

1899 wittert Morgenluft

Manager Fredi Bobic blickt sogar noch ein bisschen weiter voraus. "Mit sechs Punkten in den nächsten Tagen wäre man wieder im ordentlichen Mittelfeld, dann kann man wieder etwas nach vorne schauen."

Ob Hoffenheim da allerdings mitspielt, ist angesichts der sportlichen Wiederauferstehung beim 3:1 gegen Hannover mehr als fraglich.

Freiburg erwartet Werder

In einer Ergebniskrise befindet sich trotz ansprechender Leistungen Werder Bremen vor dem Gastspiel in Freiburg.

"Wir können sagen, dass die Mannschaft auf dem richtigen Weg ist", sagt Trainer Thomas Schaaf: "Mit den Ergebnissen können wir aber nicht zufrieden sein."

Seit dem 11. März hat Bremen nur einen Sieg aus 14 Spielen geholt.

96: Slomka angefressen

Nach der Niederlage in Hoffenheim, der ersten im zehnten Pflichtspiel, fordert Hannovers Trainer Mirko Slomka vor dem Spiel gegen Nürnberg: "Wir sollten schleunigst in eine bessere Verfassung kommen."

Sein Nürnberger Kollege Dieter Hecking weiß, dass "sie im Spiel gegen Hoffenheim nicht ihre beste Leistung abgerufen haben, aber sie spielen gut."

Der Club hat saisonübergreifend seine letzten vier Auswärtsspiele gewonnen.

"Es ist schön, dass wir diese Serie hingekriegt haben", sagt Hecking, "aber es gibt keine Garantie dafür, dass das so bleibt."

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