Georg Niedermeier (l.) wechselte 2009 vom FC Bayern zum VfB © getty

Die Stuttgarter holen in Bremen einen Zwei-Tore-Rückstand auf. Werders Angreifer Marko Arnautovic versteht die Welt nicht mehr.

Bremen - Thomas Schaaf schüttelte nur verständnislos den Kopf.

Die Spieler von Werder Bremen saßen nach dem Schlusspfiff auf dem Rasen und starrten apathisch ins Stadionrund.

Der zweite Saisonsieg war zum Greifen nahe, am Ende feierte der VfB Stuttgart nach dem 2:2 (Bericht) einen leidenschaftlich erkämpften Punkt (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

"Wir müssen zusehen, dass wir an unseren Dingen arbeiten", sagte Schaaf bei LIGA total!. "Wir hätten dieses Spiel von unserer Seite aus klarer nach Hause bringen können."

Der Meinung war auch Marko Arnautovic.

"Ich habe keine Erklärung für dieses Ergebnis. Irgendwie sind wir wieder an uns selbst gescheitert", wetterte der österreichische Nationalspieler 615118 (DIASHOW: Der 4. Spieltag) .

Fritz: "Müssen noch viel lernen"

Kapitän Clemens Fritz mühte sich dennoch das Positive zu sehen.

"Wir müssen noch lernen. Wir haben noch viel Arbeit vor uns", sagte er bei "sky".

"Auch dieses Spiel bringt uns wieder weiter."

Der Ausgleichstreffer von Cacau in der 81. Minute traf die Hanseaten ins Mark und belohnte die Schwaben nach dem Tor von Martin Harnik für die fulminante Aufholjagd nach dem Zwei-Tore-Rückstand.

Cacau erkennt Schritt nach vorn

Dennoch warten die Stuttgarter weiter auf den ersten Saisonsieg und dümpeln mit nur zwei Zählern auf dem vorletzten Tabellenplatz.

"Wir haben bis zuletzt an den Erfolg geglaubt, sogar an den Sieg. Das Unentschieden ist ein kleiner Schritt nach vorn", sagte Torschütze Cacau.

Die Bremer drohen nach dem unnötigen Heimremis den Anschluss an obere Tabellenregionen zu verpassen.

Zu allem Überfluss mussten sie die Partie in Unterzahl beenden, nachdem der in der 89. Minute eingewechselte Assani Lukimya in der Nachspielzeit wegen groben Foulspiels die Rote Karte sah.

Gleich ihre erste Einschussmöglichkeit hatten die Platzherren durch Kevin de Bruyne zum Führungstreffer genutzt.

Zlatko Junuzovic erhöhte auf 2:0, ehe der VfB in der zweiten Hälfte alles auf eine Karte setzte.

VfB hat Hoffenheim im Sinn

"Es wäre sehr bitter gewesen, wenn wir mit einer Niederlage nach Hause gefahren wären", erklärte Bruno Labbadia bei LIGA total!.

"Wir haben leider schon in der kurzen Saison viele Punkte aus verschiedensten Gründen liegen gelassen. Die tun dann natürlich weh. Und es wird immer schwieriger, ins richtige Fahrwasser zu kommen."

Und für die Partie gegen Hoffenheim versprach der VfB-Coach: "Am Mittwoch haben wir ein cooles Derby vor der Brust und wollen einen Dreier einfahren."

Darauf dürfte sich auch Georg Niedermeier freuen. Der VfB-Profi hatte nach dem Europa-League-Spiel gegen Steaua Bukarest noch über seine Joker-Rolle geklagt und sich einen Rüffel von Sportdirektor Fredi Bobic eingehandelt.

Bobic gibt sich versöhnlich

Diesmal bereitete Niedermeier den Ausgleichstreffer vor und Bobic meinte bei "sky" versöhnlich:

"Georg ist ja eigentlich ein Riesentyp. Er hat jetzt natürlich ein bisschen gestichelt, aber das ist auch verständlich, wenn ein Spieler unzufrieden ist, aber man muss halt aufpassen. Das habe ich ihm auch persönlich gesagt. Für mich ist die Sache erledigt."

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