Cacau (l.) spielt seit 2003 für den VfB und erzielte seitdem 79 Ligatore © imago

Der VfB wird in Bremen für seine große Moral belohnt. Trainer Labbadia zieht die richtigen Trümpfe. Werder bricht ein.

Bremen - Cacau hat dem VfB Stuttgart zumindest einen Punkt gerettet und für eine fulminante Aufholjagd belohnt.

Dennoch warten die Schwaben nach dem Treffer des Nationalspielers in der 81. Minute zum verdienten 2:2 (0:2) bei Werder Bremen weiter auf den ersten Saisonsieg und dümpeln weiter mit nur zwei Zählern auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Der eingewechselte Georg Niedermeier, der nach der Europa Leauge mit seiner Kritik ein beißendes Echo bei Trainer Bruno Labbadia und Manager Fredi Bobic ausgelöst hatte, bereitete den Treffer vor.

"Nach unseren bisher unglücklichen Niederlagen war dies ein ganz wichtiger Punktgewinn. Trotz des 0:2-Rückstandes haben wir auch schon in der ersten Halbzeit sehr ordentlich gespielt. Danach haben wir besser in die Partie gefunden und dann eben auch unsere Tore gemacht", betonte Labbadia.

Lukimya fliegt vom Platz

Die in der zweiten Halbzeit enttäuschenden Hanseaten drohen den Anschluss an die oberen Regionen zu verpassen 615118 (DIASHOW: Der 4. Spieltag) .

"Wir haben uns in der zweiten Halbzeit überflüssigerweise in Not gebracht. Nach einer 2:0-Führung ist ein Unentschieden immer eine gefühlte kleine Enttäuschung. Wir sind ein neues Team mit vielen Veränderungen und machen eben auch noch Fehler", erklärte Werder-Trainer Thomas Schaaf.

Zu allem Überfluss mussten die Bremer die Partie mit den zehn Mann beenden, nachdem der eingewechselte Assani Lukimya in der Nachspielzeit wegen groben Foulspiels die Rote Karte sah.

Erster Schus ein Treffer

Gleich ihre erste Einschussmöglichkeit nutzten die Platzherren in der 23. Minute zum Führungstreffer. Einen konsequent zu Ende gespielten Konter schloss Kevin de Bruyne mit einem halbhohen Schuss in das VfB-Gehäuse ab.

Der Mittelfeldspieler erzielte damit das 100. Werder-Tor vor eigenem Publikum gegen Stuttgart (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Elf Minuten später erhöhte vor 40.172 Zuschauern im Weserstadion der Österreicher Zlatko Junuzovic per Flachschuss auf 2:0. Den Gästen gelang fünf Minuten nach Wiederbeginn der Anschlusstreffer, Torschütze war per Kopfball der Ex-Bremer Martin Harnik.

Petersen hat 3:0 auf dem Fuß

In der Anfangsphase legten beide Mannschaften großen Wert auf Ballkontrolle im Mittelfeld. Entsprechend wenig spielte sich in den beiden Strafräumen ab. Die Teams verwickelten sich gegenseitig immer wieder in Zweikämpfe, worunter der Spielfluss hüben wie drüben litt.

Nach der 1:0-Führung für die Hanseaten wurde die Partie lebhafter. Die Gäste verstärkten ihre Offensiv-Bemühungen, wirklich gefährlich wurde es zunächst nur in der 33. Minute, als der Japaner Shinji Okazaki freistehend am Werder-Tor vorbeiköpfte.

Auf der anderen Seite hatte Nils Petersen (44.) den dritten Bremer Treffer auf dem Fuß.

Traore bringt die Wende

In der Phase nach dem Anschlusstreffer versäumte es Labbadias Mannschaft, gegen die kurzzeitig wackelnden Gastgeber einen weiteren Treffer zu erzielen.

So scheiterte Okazaki nach exakt einer Stunde nur um Zentimeter. Hier wurde der noch rotgesperrte Torjäger Vedad Ibisevic besonders schmerzlich vermisst.

Der kampfstarke de Bruyne und der dynamische Eljero Elia waren die stärksten Akteure im Team von Schaaf. Bei den Stuttgartern überzeugten Torschütze Harnik sowie der zur zweiten Halbzeit eingewechselte Ibrahima Traore.

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