Aristide Bance hat bislang in sieben verschiedenen Ländern gespielt
Aristide Bance (l.) schoss in 67 Pflichtspielen für Mainz 28 Tore © getty

Ex-Mainzer Aristide Bance wird bei Augsburgs Pleite in der alten Heimat ausgepfiffen und ist bedient. Mainz ist erleichtert.

Mainz - Torlos, sieglos und dann auch noch ausgepfiffen: Die Enttäuschung war Aristide Bance deutlich anzumerken.

Wortlos schlich der eingewechselte Augsburger Angreifer aus der Mixed Zone seiner ehemaligen Wirkungsstätte. Ausgerechnet sein Ex-Klub FSV Mainz 05 hatte beim 2:0 (2:0) gegen seinen jetzigen Arbeitgeber FC Ausgburg (Spielbericht) den ersten Saisonsieg gefeiert.

Trainer Thomas Tuchel konnte es sich sogar leisten, Neuzugang Ivan Klasnic das komplette Spiel auf der Ersatzbank zu lassen.

Bei einem Rückstand hätte Tuchel den noch nicht zu 100 Prozent fitten Ex-Bremer wahrscheinlich in die Partie gebracht, so muss der Stürmer weiter auf sein Bundesliga-Comeback warten.

"Heute hat meine Aura zum Sieg gereicht", witzelte Klasnic nach der Partie. 615118 (DIASHOW: Der 4. Spieltag)

Erleichterung in Mainz

Mainz-Trainer Thomas Tuchel analysierte bei LIGA total!: "Vor allem duch die erste Halbezeit haben wir verdient geführt und hätten schon die Vorentscheidung herbeiführen müssen. Nach der Pause haben wir zu ängstlich gespielt, aber ich freue mich, dass wir und mit diesem Erfolgserlebnis belohnt haben."

Verteidiger Niko Bungert empfand "totale Erleichterung", nachdem Andreas Ivanschitz (10.) und Adam Szalai (26.) den ersten Dreier nach saisonübergreifend sieben Partien unter Dach und Fach gebracht hatten.

Auch Torschütze Ivanschitz sprach von einem "immens wichtigen Sieg". (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

1:0 fast ein Eigentor

Beim schnellen Führungstreffer hatten die Mainzer Glück und von einem verunglückten Rettungsversuch der Augsburger Defensive profitiert.

Abwehrspieler Sebastian Langkamp schoss Ivanschitz bei dem Versuch, eine Flanke zu klären, ans Knie, von dort prallte der Ball ins Tor.

Es war der erste Saisontreffer der Mainzer aus dem Spiel heraus. Zuvor hatten die 05er in dieser Spielzeit nur vom Elfmeterpunkt getroffen.

FCA-Coach Markus Weinzierl ärgerte sich bei LIGA total!: "Das 1:0 schenken wir her. Wenn du solche Gegentore zulässt, wird es schwer. Nach der Pause haben wir ordentlich gespielt, aber die Großchancen nicht genutzt."

Knie-vanschitz stolz auf Gelenk

"Es war wichtig, dass wir endlich mal in Führung gegangen sind. Ich bin froh, dass meine Kniescheibe dabei mitgeholfen hat", kommentierte Ivanschitz sein Billiard-Tor mit einem Schmunzeln.

Doch insgesamt hatte sich der Gegner aus Augsburg im ersten Durchgang auch zu harmlos präsentiert. Zur Pause hätten die Mainzer sogar noch höher als 2:0 führen können.

Hypothek für FCA zu hoch

Die noch sieglosen Gäste waren hingegen nicht zum Scherzen aufgelegt. Nach einer insgesamt harmlosen und verunsicherten Leistung war auch bei den bis zu dieser Partie ebenfalls sieglosen Mainzern nichts zu holen.

Schon nach den ersten 45 Minuten war der FCA auf die Verliererstraße geraten. "Da haben wir das Spiel verloren", sagte Kapitän Paul Verhaegh.

Augsburg hängt wie schon in der vergangenen Saison wieder im Tabellenkeller fest.

Eine Halbzeit ist zu wenig

Das Aufbäumen in Halbzeit zwei kam zu spät.

"Es reicht eben nicht, nur eine Halbzeit lang gut Fußball zu spielen", analysierte Weinzierl: "Mit dem Anschlusstreffer wäre es nochmal spannend geworden, aber auch das haben wir nicht geschafft und fahren deswegen ohne Punkte nach Hause."

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