Emmanuel Pogatetz (r.) trifft in der ersten Halbzeit ins eigene Tor © getty

Wolfsburg verpasst den Befreiungsschlag und spielt gegen Aufsteiger Fürth nur Unentschieden. Pogatetz trifft ins eigene Tor.

Wolfsburg - Ein kurioses Gegentor hat dem VfL Wolfsburg mit Trainer Felix Magath den ersten Heimsieg und den besten Saisonstart seit acht Jahren gekostet.

Gegen den Aufsteiger SpVgg Greuther Fürth kamen die Niedersachsen nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus und verpassten damit auch eine Wiedergutmachung für die bittere Derby-Pleite im ersten Heimspiel der Saison. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Anfang September hatte es ein 0:4 gegen Hannover 96 gegeben.

Fürth auswärts ungeschlagen

Die Gäste von Trainer Mike Büskens bleiben dagegen auf fremden Platz weiter ungeschlagen und liegen mit vier Zählern nur einen Punkt hinter den Wolfsburgern.

Für Büskens gab es damit zumindest eine kleine "Revanche" gegen Felix Magath.

Bei dessen Amtsübernahme 2009 auf Schalke hatte Interimstrainer Büskens seinen Stuhl räumen müssen und anschließend den ihm angebotenen Posten als Trainer der zweiten Schalker Mannschaft abgelehnt.

Kurioses Eigentor von Pogatetz

Den Treffer für die Gastgeber erzielte Ivica Olic (42.), die Gäste waren zuvor durch ein kurioses Eigentor von Emanuel Pogatetz in Führung gegangen (27.).

Nach einem Abschlag des Fürther Torwart Max Grün profitierte Azemi von einem Missverständnis zwischen Wölfe-Keeper Diego Benaglio und Innenverteidiger Pogatetz (27.).

Im Dreikampf war Pogatetz der Ball an die Schulter geprallt und von dort ins Tor gekullert. 615118 (DIASHOW: Der 4. Spieltag)

Im ersten Ligaspiel der beiden Vereine gegeneinander gehörte die erste Hälfte eindeutig den mutigen Gästen. Mit aggressivem Pressing unterbanden sie die Zuspiele auf den Wolfsburger Mittelfeldregisseur Diego und hielten dadurch den Ball weit weg vom eigenen Tor.

Allerdings entwickelten sie selbst zunächst keine Torgefahr. So neutralisierten sich beide Teams lange Zeit, die Zuschauer in der Wolfsburger Arena sahen ein Spiel fast ohne Torchancen.

Wolfsburg einfallslos

Die Wolfsburger zeigten sich in der Offensive erschreckend einfallslos und dementsprechend auch harmlos - und halfen beim Führungstreffer der Gäste kräftig mit.

Magath tobte auf der Bank nach der Slapstick-Einlage, die Wolfsburger Fans pfiffen ihr uninspiriertes Team im Anschluss bei jedem Fehler aus. Zu viel erinnerte sie offenbar an die schwachen Auftritte aus den vergangenen Spielzeiten.

Fast schon symptomatisch fiel der überraschende Ausgleich nachdem Innenverteidiger Naldo das starre Offensivschema seines Teams endlich einmal aufbrach. Der ehemalige Bremer marschierte durchs Mittelfeld und überraschte damit augenscheinlich den Gegner.

Olic trifft

Unbedrängt bediente er Stürmer Bas Dost, nach dessen Vorlage Thomas Kahlenberg an die Latte schoss - Olic staubte per Kopf ab (42.).

Dennoch tönten zur Pause Pfiffe für die VfL-Spieler. In den zweiten 45 Minuten war den Gastgebern deutlich anzumerken, dass sie endlich die Spielkontrolle übernehmen wollten.

Sie drängten die Fürther weiter in die eigene Hälfte zurück, ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden. Vor allem Dost rieb sich in der Sturmspitze immer wieder in Zweikämpfen auf - wenn er denn mal den Ball bekam.

Sararer verpasst den Sieg

Während das Spiel meist wenig Unterhaltsames bot, wurde es nur laut, als die Zwischenstände von den anderen Plätzen auf der Anzeigentafel angezeigt wurden. Ein abgeblockter Schuss von Kahlenberg war lange Zeit noch die beste VfL-Chance zur Führung (68.).

Pech hatten die Franken in der Schlussphase, als Sercan Sararer nur den Pfosten traf.

Beste Spieler bei Wolfsburg waren Olic und Kahlenberg, bei Fürth überzeugten Stephan Fürstner und Grün.

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