Thorsten Fink wurde mit dem FC Basel 2010 und 2011 Schweizer Meister © imago

Der HSV-Coach muss vor dem Duell mit Dortmund seine Elf mächtig durcheinanderrütteln ? ist aber trotzdem selbstbewusst.

Von Martin Hoffmann

München - Im Fußball kann alles passieren, sagt man.

Anscheinend aber nichts, was das Selbstvertrauen von Thorsten Fink erschüttern kann.

Drei Pleiten in drei Spielen hat sein Hamburger SV bislang kassiert, im vierten Anlauf hat er es nun mit dem Double-Gewinner Borussia Dortmund zu tun (ab 15 Uhr im LIVE-TICKER).

Ein Anlass für zurückhaltende Töne? Ach was. Auf allen Kanälen, die er hat, sendet der Coach die Botschaft, dass seinem Klub doch nichts Besseres passieren könne (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

"Dortmund ist auch mal dran"

"Der Meister kommt gerade recht", sagt Fink: "Dortmund ist auch mal dran, ein Spiel zu verlieren." Und: "Wir haben nichts zu verlieren und können frei aufspielen."

Dass der HSV nichts zu verlieren hätte, ist zwar eine etwas gewagte These, richtig allerdings ist, dass der Liga-Dino gegen den BVB viel zu gewinnen hat: Ein besseres Lebenszeichen als ein Sieg gegen die nun seit über einem Jahr in der Liga ungeschlagenen Dortmunder ist kaum denkbar.

Was den Hamburgern bei dieser Mission entgegen kommt: Die Übermannschaft aus Finks Geburtsstadt ist personell geschwächt.

Zu Umbauten gezwungen

Allerdings ist Fink, der eigentlich gerade auf der Suche nach einer eingespielten Idealformation ist, mal wieder zu Aufstellungsänderungen gezwungen.

Am Freitag verlor Fink zwei für die Startelf eingeplante Abwehrmänner: Jeffrey Bruma bestand wegen einer Kniereizung den Belastungstest nicht, Linksverteidiger Zhi Gin Lam musste mit Verdacht auf Muskelfaserriss vom Trainingsplatz.

Aus eigenem Antrieb dürfte Fink außerdem Rechtsverteidiger Dennis Diekmeier in die Mannschaft hinein- und den tor- und glücklosen Artjom Rudnevs herausrotieren. Heung-Min Son soll an dessen Stelle in die Spitze rücken.

Dazu reißt die Sperre für Neuzugang Petr Jiracek das neue Mittelfeld-Trio mit Superstar Rafael van der Vaart und Milan Badelj schon wieder auseinander, Tolgay Arslan dürfte den Tschechen ersetzen.

Dortmund ohne Gündogan

Etwas geschwächt ist aber auch der BVB: Mittelfeldmann Ilkay Gündogan ist wegen eines Grippal-Infekts nicht mit nach Hamburg gereist.

Zumindest meldete sich Roman Weidenfeller, ebenfalls infektgeplagt, am Freitag fit.

Allerdings könnte auch der Kräfteverschleiß nach dem Champions-League-Sieg über Ajax Amsterdam Klopp zu Umstellungen bewegen: Fraglich ist etwa, ob das neue Offensiv-Duo Marco Reus und Mario Götze nun auch in der Bundesliga sein gemeinsames Startelf-Debüt feiern wird.

Huntelaar und Jones fit, Ribery nicht dabei

Fast sorgenfrei kann Schalke 04 das Topspiel gegen den FC Bayern angehen.

Klaas-Jan Huntelaar und Jermaine Jones, deren Einsatz zuletzt noch in Frage stand, meldeten sich am Freitag fit, Schalke tritt fast in Idealbesetzung an, sieht man von Stammkeeper Timo Hildebrand ab.

Der FC Bayern muss dafür auf Franck Ribery verzichten.

Der Flügelwirbler, der zum Champions-League-Auftakt gegen Valencia mit Oberschenkelproblemen ausgewechselt wurde, sagte am Freitag das Teamtraining ab und musste die Reise nach Gelsenkirchen sausen lassen.

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