Javi Martinez (Mitte) spielte von 2006 bis 2012 bei Athletic Bilbao © imago

Beim FC Bayern herrscht nach dem Sieg gegen Mainz gute Laune. Der 40-Millionen-Zugang überzeugt den Trainer in nur 15 Minuten.

Von Felix Götz und Matthias Becker

München - Drei Spiele, drei Siege, 12:2 Tore, Spitzenreiter: (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Der FC Bayern hat mit dem souveränen 3:1 (2:0)-Sieg gegen den FSV Mainz 05 (Spielbericht) den perfekten Start in die neue Saison hingelegt.

Dementsprechend zufrieden war Jupp Heynckes - vor allem mit der Art und Weise, wie seine Mannschaft auftrat.

"Wir haben eine halbe Stunde exzellenten Fußball gezeigt. Die Tore waren überragend. Insgesamt spielen wir in dieser Saison bisher besser gegen den Ball. Das Umschaltspiel funktioniert", sagte der FCB-Trainer.

Ein breiter Kader

Und das ohne Arjen Robben und Franck Ribery, die beide wegen muskulärer Probleme passen mussten.

Zudem fehlten nach wie vor die verletzten Mario Gomez und David Alaba.

"Wir haben einen großen und sehr guten Kader. Ich habe immer Optionen", erklärte Heynckes.

Auch gegen Mainz sprangen problemlos andere Spieler in die Bresche.

"Es macht mir einfach Spaß"

Mario Mandzukic beispielsweise, der den Rekordmeister bereits in der zweiten Minute nach Vorlage von Thomas Müller in Führung gebracht hatte. 612163 (DIASHOW: Der 3. Spieltag)

Für den Kroaten war es das sechste Tor im fünften Pflichtspiel für die Münchner.

"Es macht mir einfach Spaß, hier mit diesen super Mitspielern Fußball zu spielen", meinte Mandzukic bei LIGA total!: "Es läuft für mich und die Mannschaft sehr gut."

Schweinsteiger lobt Badstuber

In der 13. Minute flankte Holger Badstuber mustergültig auf Bastian Schweinsteiger. Der köpfte den Ball zum 2:0 ins Netz.

"Ich habe in den letzten Jahren nicht so viele Kopfballtore gemacht. Aber wenn der Ball so gut kommt wie von Holger, ist es nicht mehr schwierig, ihn rein zu machen", blieb der Mittelfeldspieler, der eine richtig gute Vorstellung ablieferte und nach seiner Verletzung schon fast wieder bei 100 Prozent zu sein scheint, bei "Sky" bescheiden.

Für die ängstlichen Mainzer hätte es knüppeldick kommen können. Doch die Gastgeber schalteten sehr früh einen Gang zurück.

"In den 15 Minuten vor der Pause waren wir etwas zu passiv", fand auch Heynckes kritische Worte.

Ein kleiner Warnschuss

So mussten die Bayern plötzlich wieder ein wenig zittern.

Adam Szalai verkürzte in der 59. Minute per Elfmeter eiskalt, nachdem Dante ungeschickt gegen Julian Baumgartlinger zu Werke gegangen war.

Der Anschlusstreffer war allerdings nicht mehr als ein kleiner Warnschuss für den Vizemeister, der sofort nach dem Gegentor wieder Dampf machte.

Bayern kontrolliert wieder

Der Sieg war letztlich nie ernsthaft in Gefahr.

"Nach dem Gegentreffer haben wir die Kontrolle wieder übernommen", sagte Heynckes, der lediglich mit der anschließenden Chancenverwertung nicht einverstanden sein konnte.

Mandzukic, Xherdan Shaqiri und zweimal Müller vergaben beste Möglichkeiten.

Heynckes von Martinez begeistert

Dass die Bayern die Kontrolle wieder übernahmen, brachte Heynckes vor allem mit der Einwechslung von 40-Millionen-Neuzugang Javi Martinez in Verbindung, der eine Viertelstunde vor Spielende in die Partie kam.

"Er hat in einer Phase, in der das Spiel Spitz auf Knopf stand, sofort Verantwortung übernommen. Er hat sehr gut nach vorne und sehr intelligent gespielt", war Heynckes begeistert.

Auch Schweinsteiger lobte den Sechser-Kollegen: "Er hat sich sehr gut eingegliedert. Er fühlt sich sicherer und ist fitter geworden in den letzten zwei Wochen."

"Ich werde immer besser"

Die Folge: In der Nachspielzeit flankte Martinez herrlich auf Kroos, der mit einem fulminanten Volleyschuss den 3:1-Endstand besorgte.

"Ich hatte Glück, dass ich das dritte Tor vorbereiten konnte", erklärte der 24-jährige Spanier.

Und weiter: "Ich fühle mich besser und werde auch immer besser."

"Das stinknormalste Ergebnis"

Bei den Bayern herrschte gute Laune, und auch die Mainzer waren nicht am Boden zerstört - obwohl der Auftakt mit einem Punkt aus drei Partien und Rang 14 nicht gerade gelungen ist.

Zu eindeutig war aber die Dominanz des Gegners.

Er ärgere sich zwar über die Niederlage, gab FSV-Coach Thomas Tuchel zu Protokoll: "Aber man muss klar anerkennen, dass es das stinknormalste Ergebnis ist."

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