Fabian Giefer (r.) wechselte im Sommer von Bayer Leverkusen zu Fortuna Düsseldorf © getty

Das Team von Bruno Labbadia enttäuscht erneut und bleibt auch im dritten Spiel ohne Dreier. Fortuna hat in Giefer ihren Besten.

Stuttgart - Der VfB Stuttgart muss weiter auf seinen ersten Saisonsieg warten und rutscht in eine Krise. Gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf kam der Europa-League-Teilnehmer nicht über ein 0:0 hinaus, der VfB muss sich auf Wochen im Tabellenkeller einstellen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Die Gäste feiern hingegen mit nun fünf Punkten aus drei Spielen einen gelungenen Saisonauftakt. 612163 (DIASHOW: Der 3. Spieltag)

Der Stuttgarter Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia gelang es über weite Strecken nicht, die erneut starke Abwehr der Düsseldorfer, die als einzige der Liga ohne Gegentor ist, in Bedrängnis zu bringen.

Der kurz vor Anpfiff eingeblendeten Motivations-Ansprache von Labbadia an die Fans folgten keine Taten.

Trotz fünf Umstellungen im Team, drei davon in der Abwehr, fehlten dem Stuttgarter Spiel vor 55.039 Zuschauern Präzision und Durchschlagskraft.

Hausherren wirken verunsichert

Die Hausherren bemühten sich in der Anfangsphase um Ball- und Spielkontrolle, wirkten nach dem 1:6-Debakel in München am vergangenen Spieltag aber verunsichert.

Einzig Regisseur Tamas Hajnal versuchte sich mit einem Distanzschuss, Fortuna-Torwart Fabian Giefer klärte zur Ecke (5.). Düsseldorf beschränkte sich zunächst auf die Verteidigung und stand tief in der eigenen Hälfte.

Der VfB schaffte es dennoch nicht, den Druck zu erhöhen. Gegen die dicht gestaffelte Gäste-Abwehr fehlten schlicht die Mittel.

Die Fortuna-Offensive wachte nach 17 Minuten auf, als Johannes van den Bergh überraschend vor VfB-Torwart Sven Ulreich auftauchte und dieser gerade noch klären konnte.

Meier-Truppe spielt mutiger

In der Folge wurde das Team von Trainer Norbert Meier mutiger. Robbie Kruse scheiterte nach 23 Minuten aus 25 Metern, Dani Schahin prüfte Ulreich (37.). Für den VfB war es wieder Hajnal, der die Führung verpasste. Sein starker Schuss strich Zentimeter am Pfosten vorbei (30.). Zudem musste Stelios Malezas in höchster Not vor dem einschussbereiten Ex-Nationalspieler Cacau klären (34.).

Nach der Pause zeigte sich zunächst das gleiche Bild wie zu Beginn: Der VfB belagerte den Fortuna-Strafraum, ohne dabei aber gefährlich zu sein.

Kruse scheitert an Ulreich

Nach 49 Minuten hätte Kruse die Stuttgarter bestrafen können, er scheiterte nach einem Konter aber an Ulreich.

Nach einer Stunde setzte Andrej Woronin einen Schuss aus drei Metern über das Tor, fast im Gegenzug scheiterte VfB-Kapitän Christian Gentner (62.).

Beste Spieler des VfB waren Hajnal und Innenverteidiger Maza. Bei den Gästen gefielen Fink und Andreas Lambertz, der schon zu Viertliga-Zeiten für die Fortuna spielte und nun ein gelungenes Debüt in der Bundesliga gab.

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