Mario Mandzukic (l.) kam im Sommer aus Wolfsburg zum FC Bayern © getty

Der Rekordmeister führt schnell mit 2:0, doch ein Elfmeter bringt den FSV zurück ins Spiel. Dann legt Martinez für Kroos auf.

Aus der Allianz Arena berichtet Matthias Becker

München - Der FC Bayern ist mit einem Erfolgserlebnis in den heißen Herbst gestartet.

Gegen den FSV Mainz 05 setzte sich der Rekordmeister mit 3:1 (2:0) durch und feierte im dritten Bundesligaspiel den dritten Sieg. 612163 (DIASHOW: Der 3. Spieltag)

Die Münchner verteidigten durch Tore von Mario Mandzukic (2. Minute), Bastian Schweinsteiger (13.) und Toni Kroos (90.+2) die Tabellenführung. Für die Gäste gelang Adam Szalai vom Elfmeterpunkt nur der zwischenzeitliche Anschlusstreffer (60.).

Vier Tage vor dem Start in die neue Champions-League-Saison gegen den FC Valencia und im ersten von sieben Pflichtspielen binnen drei Wochen sammelten die Bayern wertvolles Selbstvertrauen.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Ohne Robben und Ribery

Einen Schrecken hatten die Fans der Münchner vor dem Anpfiff zu verdauen. Sowohl Arjen Robben als auch Franck Ribery mussten wegen muskulären Problemen passen. Angesichts der anstehenden Aufgaben wollte Trainer Jupp Heynckes bei seiner Flügelzange kein Risiko eingehen.

Die Startaufstellung blieb so im Vergleich zum 6:1 gegen den VfB Stuttgart vor zwei Wochen weitgehend gleich: Lediglich Xherdan Shaqiri rückte für Ribery ins Team.

40-Millionen-Neuzugang Javi Martinez nahm wie schon gegen Stuttgart zunächst auf der Bank Platz.

"Javier trainiert erst zwei Wochen mit der Mannschaft. Er befindet sich noch in der Eingewöhnungsphase. Und Luiz Gustavo hat zuletzt gut gespielt, deshalb habe ich keinen Grund gesehen, zu wechseln", erklärte Heynckes bei LIGA total! vor dem Anpfiff seine Maßnahme.

Blitzstart durch Mandzukic

Der Bayern-Trainer hatte sich kaum hingesetzt, da durfte er auch schon wieder aufspringen. Nur 90 Sekunden nach dem Anpfiff spielte Thomas Müller rechts im Strafraum den Ball flach vor das Tor, wo Mandzukic den Fuß nur noch hinhalten musste.

Für Gomez-Ersatz Mandzukic war es bereits das sechste Pflichtspieltor im fünften Spiel für die Bayern.

Die Mainzer, geschockt vom frühen Rückstand, hielten Sicherheitsabstand und vermieden es, in Zweikämpfe zu gehen.

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Schweinsteiger erhöht

So war es nur eine Frage der Zeit, bis die Bayern nachlegten. Eine Flanke von Holger Badstuber nickte der blendend aufgelegte Bastian Schweinsteiger zur frühen Zwei-Tore-Führung ein.

Die Dominanz der Münchner, die in den ersten 20 Minuten stolze 75 Prozent Ballbesitz hatten, war total.

Immer wieder rannte der Rekordmeister über die rechte Seite an, wo mit FSV-Linksverteidiger Radoslav Zabavnik ein Schwachpunkt ausgemacht worden war.

Doppel-Wechsel vor der Pause

Mitte der ersten Halbzeit konnten die Bayern den Fuß gegen den vermeintlichen Angstgegner (nur ein Sieg aus den letzten vier Spielen) dann schon ein bisschen vom Gas nehmen.

Ängstlich waren nur die Mainzer, die den Ball meist hoch und weit auf die einzige Spitze Maxim Choupo-Moting droschen.

Gäste-Coach Thomas Tuchel, bis dato noch mit einer positiven Bilanz gegen die Münchner, hatte nach 35 Minuten genug gesehen und nahm noch vor der Pause zwei Wechsel vor. Elkin Soto ersetzte Marco Caligiuri, Adam Szalai den schwachen Marcel Risse.

Boateng verpasst Vorentscheidung

Diese Maßnahme und die Halbzeit-Ansprache des impulsiven Coachs zeigten einen Effekt. Die erste Chance nach der Pause gehörte den Mainzern.

Soto sprang der Ball im Strafraum vor die Füße, sein Schuss wurde aber abgeblockt (47.).

Auf der Gegenseite verpasste Jerome Boateng aus kurzer Distanz per Kopf die Vorentscheidung (52.).

Szalai verkürzt vom Punkt

Das sollte sich rächen: Dante legte im eigenen Strafraum den geschickt einfädelnden Julian Baumgartlinger, den fälligen Strafstoß versenkte Szalai sicher.

Statt sich komplett für Valencia schonen zu können, mussten die Bayern wieder einen Gang zulegen.

Das Umschalten gelang der Heynckes-Elf auch, allerdings hatte sie Pech im Abschluss. Mandzukic scheiterte aus kurzer Distanz am Pfosten (67.), Müller (70.) und Shaqiri (71.) trafen nur das Außennetz.

Erneut Müller stand der Pfosten im Weg (77.).

Martinez bereitet Tor vor

So blieb die Partie bis in der Schlussphase spannend. Allerdings gelang es den Mainzern kaum noch, aus der eigenen Hälfte heraus zu kombinieren.

Mit dem Schlusspfiff sorgte Kroos dann auch für die endgültige Entscheidung. Nach schöner Vorarbeit des eine Viertelstunde vor Schlusspfiff eingewechselten Martinez traf er per Volleyabnahme zum verdienten Sieg.

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