Xherdan Shaqiri wechselte im Sommer vom FC Basel zu Bayern München © getty

Shaqiri und Ribery glänzen in der WM-Qualifikation. Das Duo könnte gegen Mainz die Flügelzange bilden, weil Robben angeschlagen ist.

Von Christian Stüwe

München - Xherdan Shaqiri stand in der Schweiz im Mittelpunkt, Franck Ribery wurde in Frankreich gefeiert.

"Shaqiri ist unser Knallbaner" lobte die Schweizer Zeitung "Blick" den 20-Jährigen mit den albanischen Wurzeln dank seines Schussglücks. (VEREINSSEITE: FC Bayern)

"Les-Bleus"-Trainer Didier Deschamps wiederum bezeichnete Ribery als "Topmann", der "spielentscheidend" gewesen sei.

Shaqiri erzielte die Führung beim 2:0-Sieg gegen das Land seiner Eltern, Ribery besiegelte Frankreichs 3:1 gegen Weißrussland mit dem entscheidenden Tor.

Robben muss passen

Gut möglich, dass die beiden Matchwinner schon am Wochenende gemeinsam in der Startelf des FC Bayern stehen, wenn die Münchner den FSV Mainz 05 (Sa., ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) empfangen.

Denn für Arjen Robben verlief die WM-Qualifikation mit den Niederlanden weitaus weniger erfreulich als für seine Kollegen.

Zwar siegten die Niederlande mit 4:1 in Ungarn, aber Robben musste zuschauen, weil er beim Aufwärmen plötzlich Schmerzen in der Leiste verspürte.

Angesichts der langen Verletzungsgeschichte des sensiblen Tempodribblers ging Bondscoach Trainer Louis van Gaal kein Risiko ein und setzte den 28-Jährigen kurzerhand auf die Bank.

Bei den Bayern dürften sogleich negative Erinnerungen wach geworden sein, schließlich verletzte sich Robben auch vor der WM 2010 in einem Testspiel gegen Ungarn, was zu einer langen Pause und einem noch länger andauernden Streit zwischen dem deutschen Rekordmeister und dem niederländischen Verband führte.

Fraglich gegen Mainz

Doch diesmal scheint es nicht ganz so schlimm zu sein. Bayern-Arzt Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt diagnostizierte eine Muskelverhärtung, die von der Wirbelsäule ausgeht.

"Ich weiß noch nicht, ob ich am Samstag gegen Mainz spielen kann. Aber ich bin froh, dass es nicht so schlimm ist", sagte Robben der "tz".

Gut möglich deshalb, dass Shaqiri gegen die Rheinhessen Robbens Position einnimmt.

Ohnehin lauert der Schweizer auf seine Chance und konnte bei seinen bisherigen Auftritten überzeugen.

Martinez und Schweini im Einsatz?

Gut möglich auch, dass erstmals die neue Doppel-Sechs der Bayern mit Javier Martinez und Bastian Schweinsteiger zum Einsatz kommt.

Während ein Großteil des Bayern-Kaders auf Länderspielreise ging, trainierten sowohl der spanische als auch der deutsche Nationalspieler in München.

"Er hat Spaß, Freude und Lust am Fußball", sagte Jupp Heynckes über Schweinsteiger. "Das merkt man täglich. Gegen Stuttgart hat er schon ein gutes Spiel gemacht. Das hat sein Selbstvertrauen gestärkt, er hat wieder die Sicherheit. Darüber bin ich sehr froh."

Heynckes hat "einige Optionen"

Martinez wiederum werde "fußballerisch ein großer Gewinn" für den FC Bayern werden, erklärte der Trainer weiter: "Durch ihn haben wir im Mittelfeld noch mehr Qualität, das motiviert die gesamte Mannschaft."

Heynckes ließ sich allerdings nicht in die Karten schauen, wie er seine Mannschaft gegen Mainz aufstellen wird.

"Klar ist: Wir haben einige Optionen", sagte er. Martinez und Schweinsteiger dürften dabei ganz heiße Kandidaten sein.

Hoeneß spricht über Martinez-Deal

Währenddessen hat Bayern-Präsident Uli Hoeneß klargestellt, dass ein Transfer wie der von Martinez die Ausnahme bleiben wird.

"Wir haben die 40 Millionen ja nicht von der Kredit-Abteilung geholt, sondern von der Festgeld-Abteilung", sagte Hoeneß der "Süddeutschen Zeitung".

Deshalb sei eine solche Investition "auch mal akzeptabel - aber sie darf niemals zur Norm werden".

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