Mit Thorsten Fink und Markus Babbel sollte beim HSV und in Hoffenheim alles besser werden. Doch der Status Quo ist verheerend.

Es sieht im Moment so aus, als hätten die Verantwortlichen in Hamburg und Hoffenheim mit Zitronen gehandelt.

Mit Thorsten Fink und Markus Babbel auf der Trainerbank sollte alles besser werden, viel wurde in diesem Zusammenhang bei den ehemaligen Münchner Meisterspielern vom Bayern-Gen gesprochen.

Und beide erfüllten verbal die Erwartungen, als sie zumindest mittelfristig den Europacup als Ziel ausgaben. Aufwärts immer, abwärts nimmer.

Dummerweise interessiert sich die Realität aber nicht für die Erfolge der Vergangenheit, und so ist der Status Quo nach drei Pflichtspielen beim HSV und bei Hoffenheim verheerend.

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K.o. gegen einen Dritt- bzw. Viertligisten im Pokal, danach zwei hoch verdiente Pleiten in der Liga - Tabellenplatz 16 (HSV) und 18 (Hoffenheim).

Noch erschreckender als die nackten Zahlen waren allerdings die blutleeren Auftritte der beiden Teams, die nach wie vor weit höhere Etats als viele andere Bundesligisten haben.

Vor allem vor dem Hintergrund, dass beide Trainer immer wieder betont hatten, dass sich der Erfolg schon einstellen werde, wenn man ihnen genug Zeit gebe.

Nun ist Fink bald ein Jahr, Babbel mehr als ein halbes Jahr im Amt, beide hatten die längste Vorbereitung der Bundesliga-Geschichte zur Verfügung. Herausgekommen ist - nichts.

Wie man es besser macht, zeigt ausgerechnet Armin Veh. Babbels einstiger Lehrmeister nutzte die lange Sommerpause optimal, wie das 4:0 von Überraschungs-Tabellenführer Frankfurt im Kraichgau bewies.

Wenn die Hoffenheimer dagegen nicht bald die Kurve bekommen, dann werden sie ungeachtet ihres Spielerpotenzials im Tabellenkeller bleiben. Abgestiegen sind schon klangvollere Namen.

Und beim HSV muss man große Zweifel haben, ob die Verpflichtung von Heilsbringer Rafael van der Vaart tatsächlich den Umschwung bringen wird.

Denn bisher präsentiert sich das Team nicht bundesligatauglich. Nur einer will es nicht bemerkt haben.

"Wir werden nicht im Abstiegskampf spielen, ganz einfach", verfügte Fink nach dem 0:2 in Bremen.

Vom Reden ist allerdings noch keiner Meister geworden. Viele haben sich aber schon um Kopf und Kragen geredet.

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