Marco Reus (l.) wechselte vor der Saison aus Mönchengladbach zu Borussia Dortmund © getty

Dortmund kommt beim FCN nicht über ein Remis hinaus, ist aber nun seit 30 Spielen ungeschlagen. Nürnberg hat Pech mit dem Pfosten.

Nürnberg - Die beeindruckende Serie von Borussia Dortmund bleibt intakt.

Der deutsche Meister ist nach 30 Bundesliga-Spielen ohne Niederlage weiter auf einem guten Weg, den fast 30 Jahre alten Rekord des Hamburger SV (36) zu brechen.

Beim 1. FC Nürnberg erlaubte sich der BVB dabei allerdings mehr als einen Schönheitsfehler und kam nur zu einem 1:1 (1:1). (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Dortmunds Trainer Jürgen Klopp ärgerte sich nach dem Spiel besonders über Schiedsrichter Tobias Welz: "Die Schiedsrichterleistung ging richtig an die Nieren. Es ist schwer Fußball zu spielen, wenn einem alles weggepfiiffen wird. Das ist eine Zweikampfsportart."

Die spielbestimmenden, aber dennoch nicht überzeugenden Dortmunder waren in Nürnberg zunächst sogar in Rückstand geraten.

Pekhart höher als Hummels

Mats Hummels konnte nach dem ersten Eckball des Clubs durch den Japaner Hiroshi Kiyotake Angreifer Tomas Pekhart nicht am Kopfball hindern (31.).

Kurz darauf glich Jakub Blaszczykowski nach einem Lattentreffer von Ivan Perisic aus (40.). Der Pokalsieger aus Dortmund blieb danach das Team mit den größeren Spielanteilen, strahlte in Strafraumnähe aber nur selten Gefahr aus. 606960 (DIASHOW: Der 2. Spieltag)

Vieles Stückwerk

Beide Mannschaften waren bemüht, sich nach Ballgewinn dem gegnerischen Strafraum mit schnellem, direktem Spiel zu nähern.

Dabei blieb auf beiden Seiten vieles Stückwerk. Marco Reus etwa war bei Timmy Simons gut aufgehoben und wurde auch ausgewechselt (72.).

Die Borussia kam insgesamt nur selten zu guten Chancen im "Stadion Nürnberg", das nach einem Umbau erstmals seit 1991 wieder 50.000 Zuschauern Platz bietet: Diesmal war die Arena ausverkauft.

Piszczeck und Perisic neu

Beide Trainer hatten nach den Siegen am ersten Spieltag jeweils zwei Änderungen in ihrer Anfangsformation vorgenommen. Jürgen Klopp bot nach dem Heimsieg gegen Werder Bremen (2:1) Lukas Piszczek und Perisic für den verletzten Oliver Kirch (Sehnenzerrung) und Kevin Großkreutz auf.

Dieter Hecking ersetzte nach dem 1:0 beim Hamburger SV Mike Frantz (Grippe) und Sturmspitze Sebastian Polter durch Robert Mak - und Pekhart. Für Perisic kam später Mario Götze (64.).

Mit zunehmender Spieldauer setzte sich Dortmund in der Hälfte der Nürnberger fest. Sebastian Kehl sorgte mit einem Schuss aus gut 25 Metern erstmals für Gefahr, Torhüter Raphael Schäfer aber parierte (18.).

Kiyotake gefährlich

Der Club zeigte dann gute Ansätze, wenn Kiyotake an den Ball kam. Seine Hereingabe beim ersten Eckball nutzte der sprungstarke Pekhart gegen eine Handvoll Dortmunder. Beim Ausgleich dann war die Nürnberger Abwehr unkonzentriert - inklusive Torhüter Schäfer.

Auch nach der Pause änderte sich wenig am Spielgeschehen. Dortmund war überlegen, war bemüht, den Ball in den eigenen Reihen zu halten, blieb aber vor dem Nürnberger Tor zu ungenau.

Mak trifft nur den Pfosten

Der Club kam ebenfalls nur selten zu guten Chancen wie etwa durch Mak, der aus guter Position verzog (63.).

Die beste BVB-Gelegenheit im zweiten Durchgang vereitelte Schäfer, als er einen Weitschuss des Ex-Nürnbergers Julian Schieber (81.) entschärfte.

Wenig später hatte Mak den Sieg auf dem Fuß, traf aus spitzem Winkel aber an den Pfosten (86.).

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