Fans von Hertha und Düsseldorf warfen beim Relegationsspiel Bengalos auf den Rasen © getty

Vor dem Urteil zum Relegations-Skandal spricht der DFB-Sicherheitsbeauftragte Große Lefert bei SPORT1 über nötige Konsequenzen.

Von Tobias Wiltschek und Mathias Frohnapfel

München - Auch wenige Stunden vor der angekündigten Urteilsverkündung des DFB-Sportgerichts ist noch alles offen.

Die Berliner, die gegen die Wertung des Relegationsrückspiels bei Fortuna Düsseldorf (2:2) Protest eingelegt hatten, hoffen auf eine Neuansetzung.

Die Fortunen wollen dagegen endlich in den geplanten Urlaub - als Bundesliga-Aufsteiger. Um 15 Uhr wird es ein erstes Urteil geben, dem Vernehmen nach hat Düsseldorf die besseren Karten (EINWURF: Verplemperte Zeit).

Mit einer Revision vor dem DFB-Bundesgericht wird allerdings gerechnet.

Unabhängig von der richterlichen Entscheidung wird der DFB aber nach den chaotischen Vorkommnissen in Düsseldorf (Bericht) den Umgang mit den Fans in den Stadien überdenken.

"Intensive Gespräche mit Polizei und Justiz"

"Wir haben intensive Gespräche mit Polizei und Justiz geführt", sagte DFB-Sicherheitsbeauftragter Hendrik Große Lefert zu SPORT1:

"Zudem werden DFB und Ligaverband gemeinsam die Präsidenten aller Vereine der ersten drei Ligen zusammenholen und eine einheitliche Linie festlegen."

Für Große Lefert betrifft das Problem der Ausschreitungen nicht nur die Relegationsspiele.

"Wir beschäftigen uns unabhängig von der Relegation während des gesamten Spielbetriebs immer auch mit der Frage, bei welchen Begegnungen es sich um Risikospiele handelt und bei welchen nicht", erklärte der Sicherheitsbeauftragte.

Bis vor den CAS?

Zu den Vorwürfen, die Fortuna wäre mit der Situation im Relegationsrückspiel überfordert gewesen, sagte er: "Ich gehe davon aus, dass sich die Düsseldorfer intensiv auf die Partie vorbereitet haben."

Verhindern konnte das den Skandal nicht. Und es ist zu befürchten, dass auch am heutigen Montag noch nicht das letzte Wort in diesem Fall gesprochen wird.

Denn theoretisch hätten sowohl die Berliner Hertha als auch die Düsseldorfer Fortuna die Möglichkeit, bis zum Internationalen Sportgerichtshof CAS zu ziehen.

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