Fortunas Aufstieg wird überschattet vom Platzsturm der eigenen Fans vor dem Abpfiff. Die Sicherheitsprobleme sind riesig.

Wenn man konsequent wäre, müsste die 50. Bundesliga-Saison mit 17 Mannschaften gespielt werden.

Allein sportlich gäbe es dafür genug Gründe, denn Hertha BSC hat spätestens nach der Trennung von Markus Babbel keine Bundesliga-Tauglichkeit nachweisen können, schaffte allein aufgrund der noch schlechteren Kölner und Kaiserslauterer den Sprung in die Relegation.

Die Spannung in diesen beiden Endspielen gegen den Zweitliga-Dritten Fortuna Düsseldorf ergab sich dann aber vor allem aus den Unzulänglichkeiten beider Teams.

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Die bessere von zwei schlechten Mannschaften war am Ende Düsseldorf, die sich nach dem späten Berliner Ausgleich ähnlich wie schon in der Endphase der regulären Saison ins Ziel zitterte.

Doch Freude über das Comeback des Traditionsvereins im Oberhaus wollte nach diesem im negativen Sinne denkwürdigen Abend nicht aufkommen.

Denn in Düsseldorf waren weder Fans noch Ordnungshüter erstligareif, wie der Platzsturm unmittelbar vor dem Abpfiff zeigte.

Wer nicht in der Lage ist, derartige Tumulte zu verhindern, hat eigentlich in der Bundesliga nichts zu suchen.

Wenn einige - und leider offenbar nicht sehr wenige - so einfach in einem so wichtigen Spiel für totales Chaos sorgen können, dann haben die Verantwortlichen komplett versagt.

Ohne den umsichtigen Schiedsrichter Wolfgang Stark wäre auch ein Spielabbruch mit anschließendem Wiederholungsspiel auf neutralem Platz oder gar nachträglicher Wertung der Partie am grünen Tisch für die Hertha durchaus möglich gewesen.

So aber hatte die Düsseldorfer Aufstiegsfeier einen schalen Beigeschmack. Alles in allem zeigen auch die jüngsten Ausschreitungen in Köln oder Karlsruhe, dass der deutsche Fußball ein massives Sicherheitsproblem hat.

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