Marco Reus (r.) wechselt kommende Saison zum Double-Sieger Borussia Dortmund © getty

Im SPORT1-Interview der Woche spricht Marco Reus über seinen Erfolg beim SPORT1 - Bundesliga Manager und seinen Abschied.

Von Martin Volkmar

München - Marco Reus ist der Spieler der Saison.

Mit einer Durchschnittsnote von 2,48 ist der Offensivspieler von Borussia Mönchengladbach beim SPORT1 - Bundesliga Manager der beste Akteur nach Noten. (BUNDESLIGA-MANAGER: Klassenprimus? Reus!)

Doch nicht nur das: Auch bei den Berufungen in die SPORT1-Elf des Spieltags steht der deutsche Nationalspieler, der sich momentan mit dem DFB-Team auf die EM vorbereitet, an der Spitze.

Mit seinen starken Leistungen (18 Saisontore, 12 Vorlagen) gelang dem 22-Jährigen zwölf Mal der Sprung in die SPORT1-Elf. ( 556003 DIASHOW: Das SPORT1-Team der Saison )

Im SPORT1-Interview der Woche spricht Marco Reus über seinen Erfolg beim SPORT1 - Bundesliga Manager, sein unglaubliches Jahr, seinen Abschied aus Mönchengladbach und EM-Ziele.

SPORT1 Sie sind nach dem Notenschnitt aller Bundesliga-Profis und nach Berufungen in die SPORT1-Elf des Spieltags der beste Spieler der Saison. Was bedeutet Ihnen diese Tatsache? Wie beurteilen Sie persönlich die Spielzeit?

Marco Reus: Ich habe es schon am Wochenende gesagt: Ohne die Mannschaft geht es nicht. Fußball ist nun einmal ein Mannschaftssport, und für mich sind wir die Mannschaft der Saison. ( 556400 DIASHOW: Die Tops der Saison )

SPORT1: Von der Rettung in letzter Minute (fast) in die Champions League - für Sie und die Borussia war es ein unglaubliches Jahr, oder?

Reus: Das war es in der Tat. Noch vor einem Jahr standen wir mit einem Bein in der Zweiten Liga und haben die Relegationsspiele gegen Bochum nur knapp für uns entschieden. Wir haben damals mit unseren Fans bis tief in die Nacht im Stadion gefeiert, dass wir in der Bundesliga geblieben sind - und nach dem letzten Heimspiel dieser Saison, dass wir den Einzug in den Europapokal geschafft haben. Dass dazwischen nur eine Saison liegt, ist schon der Wahnsinn.

[kaltura id="0_e2zf4rxk" class="full_size" title="Vorbereitung mit Hindernissen"]

SPORT1: Ärgern Sie sich ein wenig, dass das Team in der Rückrunde mit dem Spitzen-Duo nicht mehr ganz Schritt halten konnte und bei der direkten Champions-League-Teilnahme Schalke den Vortritt lassen musste? 554153 (DIASHOW: Der 34. Spieltag)

Reus: Ich glaube nicht, dass sich bei Borussia irgendjemand nach dieser Saison ärgert. Wir haben auch viele sehr starke Mannschaften hinter uns gelassen! Wir haben konstant tollen und erfolgreichen Fußball geboten und die für Borussia beste Spielzeit seit vielen Jahren hingelegt. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

SPORT1: Wie schwer fällt Ihnen der Abschied aus Mönchengladbach?

Reus: Sehr schwer. Ich hatte hier drei ganz tolle Jahre, ich habe mich hier im Verein unglaublich wohl gefühlt und sehr viele Freunde gefunden. Aber dennoch: Ich habe mich zu diesem Wechsel entschieden, weil ich glaube, dass er für meine persönliche Entwicklung zu diesem Zeitpunkt der richtige Schritt ist.

SPORT1: Welchen Anteil hatte Lucien Favre an der erfolgreichen Saison von Ihnen und der Mannschaft? Glauben Sie, dass er bleibt?

Reus: Lucien Favre ist ein sensationeller Trainer. Ich bin unglaublich froh, dass ich unter ihm trainieren und spielen durfte. Er hat der Mannschaft, als sie am Abgrund stand, Selbstvertrauen gegeben. Er hat immer dafür gesorgt, dass wir mit positiven Gedanken an die Arbeit gegangen sind, selbst in schweren Phasen. Wir alle haben ihm unglaublich viel zu verdanken. Ich hoffe natürlich für Borussia, dass er bleibt.

SPORT1: Gladbach verliert neben Ihnen weitere Leistungsträger wie Dante und Roman Neustädter. Muss sich der Klub nun wieder nach unten orientieren?

Reus: Das glaube ich nicht. Durch diese Transfers und den Einzug in den Europapokal hat der Verein viel Geld eingenommen, um diese Positionen neu zu besetzen. Max Eberl und Lucien Favre werden da schon das richtige Händchen haben.

SPORT1: Ist Ihr Akku nach diesem Jahr noch voll genug für die EM? Was ist dort Ihr Ziel?

Reus: Nach der Nominierung in den vorläufigen Kader hoffe ich natürlich, auch dem 23er-Aufgebot für die Europameisterschaft anzugehören - das wäre ein weiterer Höhepunkt eines tollen Fußballjahres. Und bei der EM selbst gilt es zunächst einmal, die schwere Gruppenphase zu überstehen. Und danach wäre es natürlich schön, wenn Deutschland mal wieder einen Titel gewinnen könnte - auch wenn es bis dahin noch ein langer Weg ist.

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