Sebastian Kehl (M.) wurde zum dritten Mal in seiner Karriere mit dem BVB Meister © getty

Der Meister nimmt zum Saisonabschluss Freiburg auseinander und sichert sich mehrere Bestmarken. Zwei Polen schlagen doppelt zu.

Dortmund - Riesen-Party und Meisterschale für den besten deutschen Meister der Bundesliga-Geschichte:

Borussia Dortmund hat eine Saison der Superlative mit einem eindrucksvollen Rekord gekrönt.

Durch ein 4:0 (4:0) gegen den SC Freiburg im letzten Saisonspiel übertraf der BVB mit 81 Punkten die bisherige Bestmarke des FC Bayern (79 Zähler - 1971/72 und 1972/73). (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Bei der gelungenen Generalprobe für das DFB-Pokal-Endspiel am kommenden Samstag in Berlin gegen die Münchner stellte der BVB zugleich einen Halbserien-Rekord (47 Zähler) auf und blieb als bisher einziges Team während einer Spielzeit 28 Spiele in Folge ohne Niederlage. ( 554153 DIASHOW: Die Bilder des 24. Spieltags )

Als Kapitän Sebastian Kehl um 17.34 Uhr die Meisterschale im Konfettiregen in die Höhe stemmte, wurde das Stadion dann zu einem Tollhaus.

Zorc: "Immer noch wunderbar"

BVB-Präsident Reinhard Rauball gratulierte seinem Klub, seiner Mannschaft und Trainer Jürgen Klopp zum achten Titel der Vereinsgeschichte und übergab die 5,5 Kilogramm schwere Silber-Trophäe in seiner Funktion als Liga-Chef.

"Es ist immer noch ein wunderbares Gefühl", jubelte auch Michael Zorc. Wenngleich der Sportdirektor zugab, den Titel weniger emotional zu erleben als vor 14 Tagen, nachdem der Titel feststand. "Das ist immer so, nämlich ursprünglicher."

Und weiter: "Wir konnten uns nun ja damit befassen und vertraut machen. Aber es fühlt sich immer noch gut an."

Kehl denkt schon an den Pokal

Kehl dachte bereits an das Pokal-Finale: "Nächste Woche wäre das i-Tüpfelchen in der Dortmunder Geschichte."

Die euphorische Stimmung hatte die Borussia mit einem Fußball-Feuerwerk in der ersten Halbzeit und Toren von Jakub Blaszczykowski (4./38.) und Robert Lewandowski (20./27.) gegen völlig überforderte Freiburger angeheizt.

Für Lewandowski waren es die Saisontreffer Nummer 21 und 22.

Ausgelassenheit trotz Dauerregen

Vor dem Anpfiff waren Torjäger Lucas Barrios, den es nach Saisonende nach China zieht, Antonio da Silva und Florian Kringe von den Fans mit ohrenbetäubenden Sprechchören sowie tosendem Applaus verabschiedet worden.

Es herrschten ausgelassene Stimung und Gänsehaut-Atmosphäre im und um das Stadion - daran änderte auch der Dauerregen nichts.

Tausende Fans, die keine Karte für das letzte Heimspiel zugelost bekommen hatten, erlebten die Partie live in der benachbarten Westfalenhalle.

Doppelter polnischer Doppelpack

Auf dem Rasen spielte der frühe Führungstreffer durch Blaszczykowski dem BVB in allen Belangen in die Karten. Die Borussen präsentierten sich in glänzender Spiellaune und ließen der Freiburger Defensive kaum Zeit zum Durchatmen.

Den Südbadenern fehlte nach gesichertem Klassenerhalt die letzte Motivation, um efolgreich Paroli zu bieten.

Unter anderem Blaszczykowski vergab neben Lewandowski hochkarätige Möglichkeiten, bevor Polens Fußballer des Jahres nach einem Pass von Neven Subotic freistehend zum 2:0 traf und anschließend den Ball aus kurzer Distanz erneut über die Torlinie beförderte.

Lewandowski scheitert am Aluminium

Erneut Blaszczykowski traf noch vor dem Halbzeitpfiff freistehend zum 4:0 und belohnte sich für eine starke Leistung.

Nach dem Wechsel bot sich das gleiche Bild:

Einbahnstraßen-Fußball in Richtung Freiburger Tor und weitere große Chancen für die Gastgeber durch Nationalspieler Marcel Schmelzer und erneut Lewandowski, der zunächst mit einem Kopfball den Pfosten und anschließend mit einem Heber die Latte traf.

Auch Gündogan glänzt

Der Torjäger des EM-Gastgebers Polen gehörte beim Meister neben seinem Landsmann Blaszczykowski und Ilkay Gündogan zu den besten Akteuren.

Aufseiten der Freiburger vermochte sich niemand positiv in Szene zu setzen.

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