Borussia Dortmund feiert durch die Titelverteidigung seine achte Meisterschaft © getty

Der BVB will mehrere Bestmarken setzen. Huntelaar und Gomez kämpfen um die Kanone. SPORT1 zeigt die letzten Entscheidungen.

Von Raphael Weber

München - Das große Finale steht bevor.

Einige wichtige Enscheidungen sind schon vor dem 34. Spieltag (ab 15 Uhr im LIVE-TICKER und ab 16.45 Uhr im TV Doppelpack Fußball Analyse) getroffen: Borussia Dortmund hat seinen Deutschen Meistertitel erfolgreich verteidigern, dagegen muss der 1. FC Kaiserslautern erneut den bitteren Gang in die Zweite Liga antreten.

Bayern München und Schalke 04 stehen sicher in der Gruppenphase der Champions League, Borussia Mönchengladbach geht auf jeden Fall in die Qualifikation zur Königsklasse. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Doch einige weitreichende Fakten müssen in den letzten 90 Minuten Bundesligafußball dieser Saison erst noch geschaffen werden.

SPORT1 zeigt, welche Entscheidungen am 34. Spieltag anstehen:

BVB auf Rekordjagd

Borussia Dortmund kann am 34. Spieltag gleich mehrere Rekorde holen.

Mit einem Sieg gegen Freiburg könnten die Westfalen auf insgesamt 81 Zähler kommen und damit die bisherige Bestmarke von Bayern München aus den Spielzeiten 1971/72 und 1972/73 (79 Punkte - umgerechnet auf die Drei-Punkte-Regel) übertreffen. Mit einem Unentschieden zieht der BVB immerhin gleich.

Verliert Dortmund nicht, würde das Team von Trainer Jürgen Klopp auch das 28. Spiel in Folge ohne Niederlage bleiben - auch das wäre Rekord innerhalb einer Saison.

Die saisonübergreifende Bestmarke steht bei 36 Partien, aufgestellt vom Hamburger SV vom 30. Januar 1982 bis 22. Januar 1983.

Der BVB hat mit 44 Punkten bereits die beste Rückrunde seiner Vereins-Historie gespielt und gleichzeitig den Rekord von Bayern München für die beste Halbserie aus der Saison 2005/2006 eingestellt.

Ein Punkt gegen Freiburg würde den Borussen folglich zum neuen Halbserien-Rekord reichen. In der Rückrunde verlor der BVB nur Punkte beim 0:0 in Augsburg und 4:4 gegen Stuttgart.

Kampf um die Torjäger-Kanone: Gomez gegen Huntelaar

Das Wettballern zwischen Bayerns Mario Gomez und Schalkes Klaas-Jan Huntelaar geht in die letzte und entscheidende Runde. (SERVICE: Die Bundesliga-Aufstellungen)

Der "Hunter" hat mit 27 Treffern ein Tor mehr auf dem Konto als der Angreifer des DFB-Teams. Gomez trifft mit Bayern beim Saisonfinale auf Köln und die mit 71 Gegentoren löchrigste Abwehr der Liga.

Huntelaars Schalker reisen nach Bremen, das in dieser Saison auch schon 55 Treffer kassiert hat. Nur fünf Mannschaften mussten mehr Gegentore hinnehmen. (BERICHT: Torjägerkanone soll "dahoam" bleiben)

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Abstieg

Der Abstieg der "Roten Teufel" aus Kaiserslautern ist besiegelt, daran gibt es bei sieben Punkten Rückstand auf den rettenden Relegationsplatz nichts mehr zu drehen.

Um genau diesen wichtigen 16. Rang kämpfen allerdings noch Hertha BSC Berlin und der 1. FC Köln. Auf dem Relegationsplatz stehen vor dem Finale die "Geißböcke" - noch.

Denn zwar hat Köln 30 Punkte und damit zwei mehr als Berlin, allerdings hat man mit Bayern München einen Hochkaräter zu Gast. Hertha BSC empfängt Hoffenheim.

Berlin muss gewinnen, um eine Chance auf den Klassenerhalt zu haben. Ein Remis reicht Köln nicht, da das bessere Torverhältnis dann den Ausschlag zugunsten der Hertha gibt.

Platz 5: Europa League-Gruppenphase

Die Teilnahme an der Europa League in der kommenden Saison ist weder Bayer Leverkusen (Platz 5) noch dem VfB Stuttgart (6) zu nehmen. Dennoch geht es im Fernduell beider Teams um viel.

Während der Fünftplatzierte direkt in die Gruppenphase einsteigen darf, muss sich das Team auf Rang sechs dafür erst einmal mühsam durch die Qualifikation kämpfen.

Leverkusen hat mit einem Punkt mehr aktuell die Nase vorn, durch das deutlich schlechtere Torverhältnis der Werkself (+5) im Vergleich mit dem VfB (+16) reicht Stuttgart bei einer Leverkusener Niederlage gegen Nürnberg bereits ein Punkt im Duell mit Wolfsburg, um vorbeizuziehen.

Platz 7: Europa League

Weil die Pokalfinalisten Bayern und Dortmund definitiv in der Champions League spielen, reicht diese Saison sogar Rang sieben für den Einzug in die Europa League. Gleich vier Teams kämpfen am letzten Spieltag noch um den letzten Platz im internationalen Geschäft: Hannover, Wolfsburg, Bremen und Nürnberg. (BERICHT: Hannover auf der Pole-Position)

Die besten Chancen hat Hannover 96. Das Team von Trainer MIrko Slomka hat aus dem Quartett mit 45 Punkten die meisten der vier Anwärter und mit Absteiger Kaiserslautern zudem einen machbaren Gegner zu Gast.

Der VfL Wolfsburg liegt nur einen Punkt hinter Hannover, muss allerdings in Stuttgart ran und hat das deutlich schlechtere Torverhältnis. Ein Remis reicht selbst bei einer Pleite von 96 wohl nicht.

Auf Platz neun und zehn stehen mit Werder Bremen und dem 1. FC Nürnberg zwei Teams, die jeweils drei Punkte Rückstand auf Hannover haben und beim Torverhältnis noch drei Treffer aufholen müssen.

Beide haben mit Schalke (kommt nach Bremen) und Leverkusen (zu Gast in Nürnberg) allerdings schwere Gegner.

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