Augsburg verliert Trainer Luhukay und jede Menge Ansehen. Der neue Manager geht eigene Wege und stellt sich selbst ein Bein.

Die Meldung hat Augsburg gründlich die Lust auf die Party zum Klassenerhalt versaut.

Jos Luhukay wird den FCA zum Saisonende verlassen. (BERICHT: Luhukay verlässt FCA)

Dabei hatte der Niederländer beste Chancen auf den Titel "Trainer der Saison".

Mit seiner ruhigen Arbeit schaffte er mit Helmut Hallers Erben erst den Aufstieg in die Bundesliga, dann sensationell den Liga-Verbleib.

Der Klub ließ dank des Taktik-Tüftlers finanziell weit besser ausgestattete Klubs wie Hertha BSC und Köln hinter sich.

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Luhukays Abschied ist für den Verein daher eine donnernde Ohrfeige.

Denn viel ungeschickter hätten sich die Verantwortlichen nicht anstellen können, um den Erfolgscoach zu vergraulen.

Der neue Manager Manfred Paula band Luhukay anscheinend nicht in die Transferplanung ein, die Verhandlungen mit den Co-Trainern Rob Reekers und Markus Gellhaus sowie Torwarttrainer Zdenko Miletic wurden nicht abgeschlossen.

Luhukay hätte gewiss nicht erwartet, dass man ihn fortan in Augsburg und Umgebung überall den Roten Teppich ausrollt.

Ein bisschen mehr Wertschätzung seiner Arbeit - auch durch Präsident Walther Seinsch - wäre aber erste Pflicht gewesen.

Andererseits hat sich Luhukay auch nicht gegen Paulas Linie gewehrt, seine Position gegenüber dem künftigen Manager wäre gewiss nicht die schlechteste gewesen.

Für Paula ist mit Luhukays Aus der Start auf die Bundesliga-Bühne in etwa so gelungen wie ein 0:6 im ersten Saisonspiel, er ist der Königsmörder.

Manager Andreas Rettig hatte schon vor einiger Zeit seinen Rückzug verkündet. Nun geht auch Luhukay, beide Väter des Erfolgs sind somit weg.

Langfristiges Arbeiten sieht anders aus. Und das frisch erworbene Ansehen der sympathischen Puppenkiste-Truppe ist ebenso futsch.

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