Lukas Podolski erzielte seit 2009 in 87 Spielen 33 Tore für den 1. FC Köln © getty

Nachdem "Prinz Poldi" seinen Abschied bekannt gegeben hat, hat er eine letzte kölsche Mission: Den FC vor dem Abstieg retten.

Köln - Nachdem Lukas Podolski seinen Abflug nach London persönlich gezwitschert hatte (Bericht), säumten am Dienstag so viele Kiebitze wie selten den Trainigsplatz des 1. FC Köln.

Alle wollten einen Blick auf den scheidenden "Prinzen" erhaschen, der konzentriert seine letzte kölsche Mission in Angriff nahm.

Die "Operation Klassenerhalt" begann am Geißbockheim mit freundlichem Applaus für Podolski und dessen Teamkollegen. Die Sorge der Fans, neben ihrem Liebling auch noch die Erstklassigkeit zu verlieren, war dennoch greifbar.

Arsenal zahlt 13 Millionen

"Hi Leute, ab der kommenden Saison werde ich beim FC Arsenal spielen", hatte der deutsche Nationalspieler am Montag via Twitter mitgeteilt und damit die Hängepartie um seine Zukunft beendet.

Für rund 13 Millionen Euro verlässt die Klub-Ikone seinen "Eff-Zee" und wird seine Karriere nach der EM beim FC Arsenal in der englischen Premier League fortsetzen.

"FC immer in meinem Herzen"

"Dieser Wechsel gibt mir die Möglichkeit, auf internationaler Ebene in einem europäischen Top-Klub zu spielen. Ich habe mich nicht gegen den FC, sondern für diese tolle Chance entschieden", ließ Podolski seine Fans wissen und stellte klar:

"Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, da der 1. FC Köln, die Fans und die Stadt für mich etwas ganz Besonderes sind. Ich werde den FC immer in meinem Herzen tragen."

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Mertesacker geht mit zur Englischstunde

Arsenals Teammanger Arsene Wenger lobt den Neuzugang. "Er ist ein wichtiger Teil unserer Zukunft. Er ist ein Spitzenspieler mit großer Qualität im Torabschluss", wird der Franzose auf der Homepage der Gunners zitiert.

Nationalmannschaftskollege Per Mertesacker freut sich schon auf "Poldi". "Ich bin hier sehr glücklich", sagte der frühere Bremer in einer Video-Botschaft und versprach: "Ich werde dich so gut wie möglich unterstützen, werde mit dir auch zur ersten Englischstunde gehen. Ich hoffe, wir werden zusammen viele Erfolge bei diesem Verein haben."

"Kräfte bündeln" für die Relegation

Wie es in Köln ohne Podolski weitergehen wird, entscheidet sich in den nächsten Tagen.

Im Fernduell mit Hertha BSC muss der FC zunächst am letzten Spieltag am Samstag im Heimspiel gegen Rekordmeister Bayern München den Relegationsplatz sichern, um dann im Duell gegen den Zweitliga-Dritten - möglicherweise sogar gegen den rheinischen Rivalen Fortuna Düsseldorf - die Klasse zu halten 551568 (DIASHOW: Tops und Flops 33. Spieltag) .

Daran will Podolski noch einmal entscheidenden Anteil haben. "Wir müssen gemeinsam alle Kräfte bündeln und uns ausschließlich auf den Klassenerhalt konzentrieren", sagte der 95-malige Nationalspieler.

Schaefer erhofft sich Schub

Trainer Frank Schaefer ist überzeugt, dass die Bekanntgabe des Transfers zu diesem Zeitpunkt richtig war. "Es ist so, dass ich immer für Klarheit bin. Ich glaube, dass Klarheit viele Kräfte freisetzt." (EINWURF: Köln verzockt sich erneut)

Die haben wir jetzt. Ich glaube, dass es speziell auch für Lukas wichtig ist. Er wirkt befreit", sagte Schaefer, der durch die frühe Bekanntgabe schon zu Beginn der Woche genügend Zeit hat, seine Spieler wieder auf das Bayern-Spiel zu fokussieren.

"Natürlich ist es ein Thema in der Mannschaft, aber das Hauptthema ist unser Spiel am Samstag gegen Bayern München", sagte er(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Köln braucht "Poldi" in "Weltklasse"-Form

Vor allem Podolskis Klasse wird dann noch einmal gebraucht. "Lukas ist ein Spieler mit Weltklasseformat. Gerade in dieser Saison hat er das immer wieder unter Beweis gestellt", sagte der FC-Trainer:

"Er hat Spiele fast im Alleingang entschieden, und ich hoffe, dass sich das auch jetzt noch fortsetzt - in diesem und den hoffentlich noch folgenden Spielen."

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