Franck Ribery (l. mit Rafinha) wechselte 2007 von Olympique Marseille zum FC Bayern © imago

Die Münchner richten nach dem Halbfinaleinzug in der Königsklasse die Konzentration auf Augsburg. Toni Kroos sieht Fallstricke.

Vom FC Bayern berichtenMathias Frohnapfel und Matthias Becker

München - Die guten Vorsätze sind gefasst.

Nachdem der FC Bayern ohne größere Kraftanstrengung das Halbfinale der Champions League klar gemacht hat (Bericht), soll die Titelhatz auch in der Bundesliga ohne Patzer weitergehen.

Die Münchner müssen gegen den erstarkten Tabellen-14. FC Augsburg (Sa., ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) dreifach punkten, um mit Spitzenreiter Dortmund Schritt zu halten.

"Das Umschalten auf Bundesliga scheint immer schwer, aber wir haben in den letzten Wochen gezeigt, dass wir das sehr gut hinbekommen", kommentiert diese Konstellation Toni Kroos.

Gemeinsam mit seinen Teamkollegen absolvierte er am Mittwoch bei schönem Frühlingswetter ein leichtes Regenerationstraining.

Zweite Halbzeit gegen Marseille quasi im Schongang

Die dabei öffentlich gewordene Vertragsverlängerung mit Top-Torjäger Mario Gomez (Bericht) erleichterte das Laufpensum an der Säbener Straße zusätzlich.

Gedanken um den Kräfteverschleiß angesichts der englischen Wochen macht sich Kroos nicht.

"In der ersten Halbzeit war es gegen Marseille schon intensiv, weil wir auch das Ziel hatten, das Spiel so schnell wie möglich zu entscheiden", berichtete er auf SPORT1-Nachfrage.

"In der zweiten Halbzeit war es nicht mehr so. Und wir müssen in der Lage sein, Augsburg zu schlagen, egal wie kräftezehrend das war."

Kroos glaubt an BVB-Sieg

Einen Ausrutscher der schwarzgelben Konkurrenz bei den heimstarken Wolfsburgern (Sa., ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) hält Kroos für unwahrscheinlich.

"Ich gehe davon aus, dass Dortmund gewinnt", sagte er.

Sollte Bayern auch die Serie des FCA brechen, der seit sechs Spielen ohne Niederlage ist, würde es am Mittwoch mit spannenden Vorzeichen zum Showdown beim BVB kommen.

Nur drei Punkte trennen den Rekordmeister und den aktuellen Meister aktuell voneinander (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Manuel Neuer hofft, dass Bayern gegen Augsburg einen Stolperer vermeidet.

[kaltura id="0_1uutf497" class="full_size" title="Hoeneß hat vor Augsburg Angst!"]

Neuer erwartet keine Geschenke

"Wir wissen, wie erfolgreich Augsburg die letzten Wochen gespielt hat. Schon in Augsburg haben sie uns das Leben sehr schwer gemacht", erinnerte Neuer an den mühsamen 2:1-Sieg im vergangenen Herbst:

"Die werden uns die Punkte nicht schenken."

Der Nationalkeeper geht indes cool mit seiner jüngsten Schrecksekunde in Nürnberg um, als er einen vermeintlich harmlosen Fernschuss gerade so an die Latte lenkte.

Die starken Paraden gegen OM helfen ihm dabei.

"Es tut immer gut, Bälle zu halten", sagte Neuer auf SPORT1-Nachfrage:

"Wenn wir 0:1 in Rückstand geraten, wäre die Nervosität vielleicht noch aufgekommen und es wäre ein schwieriges Spiel geworden. Aber dafür bin ich ja auch da."

Hoeneß warnt das Team

Die Bayern-Bosse bemühten sich bereits am Dienstagabend eifrig, die Mannschaft mit allen Mitteln für das Derby gegen den nur gut 80 Kilometer entfernten Nachbarn heißzumachen.

"Vor Augsburg habe ich jetzt mehr Angst!", sagte etwa Präsident Uli Hoeneß.

Adrenalin zeigte Hoeneß ohnehin, als er in der Mixed Zone einen Reporter wegen aus seiner Sicht allzu heftiger Neuer-Schelte zusammenfaltete.

Mehr Zeit für die Regeneration

Nicht nur FCA-Trainer Jos Luhukay, auch Mittelfeldrenner Axel Bellinghausen waren quasi als Spione gegen Marseille auf der Tribüne.

Holger Badstuber muss man mit solchen Informationen nicht versorgen. Der Bayern-Innenverteidiger sagte: "Wir haben drei Tage Zeit uns auf Augsburg vorzubereiten, das ist etwas mehr als zuletzt."

Außerdem freue er sich auf das "Derby". "Wir sind heiß, wollen obendran bleiben, ein Sieg ist unser Ziel", erklärte Badstuber.

An guten Vorsätzen mangelte es auch ihm trotz des Champions-League-Höhenflugs nicht.

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