Der FCB bindet Torjäger Gomez. Der Coup zeigt auch die gestiegene Attraktitivät der Müchner. Es warten aber weitere Aufgaben.

Sie ließen sich etwas Zeit, dann stimmten die Bayern-Fans nach gut einer halben Stunde gegen Marseille an:

"Who the fuck is Barcelona?"

Klare Antwort: Amtierender Champions-League-Sieger und nach Halbfinalgegner Real Madrid der mögliche Rivale im Finale.

Die Bayern sollten sich für diese strapaziöse Klettertour in Europas Luxusliga gerüstet sehen. Mit halber Kraft haben sie im Viertelfinale den - zugegeben etwas derangierten - französischen Vizemeister Olympique Mareille rausgeworfen.

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Der FCB hat damit zum zweiten Mal in drei Jahren das Halbfinale in der Königsklasse erreicht.

Vom Quäntchen Glück spricht anders als beim Husarenritt 2009/2010 unter Louis van Gaal niemand. Die Bayern marschierten souverän durch eine hochkarätige Gruppe - inklusive Manchester City und Neapel. Und auch auf den Stolperer im Achtelfinalhinspiel in Basel reagierten sie mit dem 7:0-Sieg glänzend.

Egal, wie letztlich die Jagd nach dem Henkelpott endet, es bleibt schon jetzt festzuhalten: Der deutsche Rekordmeister zählt zur absoluten Spitze Europas.

Die Vertragsverlängerung mit Mario Gomez beweist das. Statt nach ausländischen Topklubs zu schielen, bleibt "Super Mario" bis 2016. Es ist für den Verein das schönste Ostergeschenk.

Nicht ohne Grund ist Gomez in der Champions League nach Lionel Messi zweitbester Torschütze und hat in der Bundesliga in der Vorsaison die beste Marke eines deutschen Stürmers seit 1982 aufgestellt.

Gomez ist ein Angreifer mit feinen Antennen. Fühlt er sich in München wohl, bestätigt das den Standort.

Auch Franck Ribery hat zuletzt deutlich gemacht, dass er auch wegen des außergewöhnlichen Rückhalts bei Bayerns Bossen sämtlichen Verlockungen anderer Klubs widerstanden hat.

Unmittelbar bevorstehen soll nun die Vertragsverlängerung mit Arjen Robben. Bayerns Offensive funkelt und könnte im Halbfinale Madrid vor größte Probleme stellen.

Genauso gut wäre aber auch das Gegenteil denkbar!

100 Treffer haben Ronaldo, Benzema, Özil und Kollegen in der Liga für Madrid erzielt.

Bayerns Defensive ließ sich indes sogar von mäßig motivierten Franzosen in einigen Situationen arg in Bedrängnis bringen.

Gladbachs Innenverteidiger Dante soll bereits fix in Bayerns Kader 2012/2013 eingeplant sein, das erklärt einiges.

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